15.06.26
07:36
Reuters
Frankfurt/Tokio, 15. Jun (Reuters) - Die Ankündigung eines Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran hat an den asiatischen Börsen für Aufbruchstimmung gesorgt. Der japanische Leitindex Nikkei(.N225) kletterte am Montag um mehr als fünf Prozent und überstieg damit erstmals die 69.000-Punkte-Marke. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) rückte in der Spitze um knapp vier Prozent auf 4032 Zähler vor. In Südkorea legte der technologielastige Leitindex Kospi(.KS11) um bis zu knapp sechs Prozent zu. Die chinesischen Börsen(.SSEC)(.CSI300) stiegen um rund 1,5 bis 2,5 Prozent.
Die USA und der Iran haben sich auf ein Friedensabkommen geeinigt, wie US-Präsident Donald Trump, das iranische Außenministerium, Irans Nationaler Sicherheitsrat und der Vermittlerstaat Pakistan in der Nacht zum Montag mitteilten. Die offizielle Unterzeichnung der Vereinbarung sei für Freitag geplant. "Der Mangel an Details, insbesondere zur Freiheit der Schifffahrt, ist zwar besorgniserregend, dürfte die Märkte heute jedoch noch nicht belasten", sagte Sean Callow, Chefanalyst bei ITC Markets.
Vor allem die Aussicht auf einen Rückgang der Energiepreise verändert dem Experten zufolge die Diskussionsgrundlage für die Zentralbanken kurz vor einer Reihe von geldpolitischen Entscheidungen. Zugleich sorgte die Aussicht auf sinkende Importkosten für Energie für Euphorie in Japan, da das Land stark von Öl aus dem Nahen Osten abhängig ist. Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi begrüßte die Einigung und äußerte die Hoffnung, dass "die freie und sichere Schifffahrt durch die Straße von Hormus in der Praxis gewährleistet wird".
Analysten mahnten trotz der Rekordstände zur Vorsicht. "Dies ist schlichtweg die Reaktion des Marktes auf das Abkommen - nicht mehr und nicht weniger", sagte Shingo Ide, Chefstratege beim NLI Research Institute. Die entscheidende Frage sei nun, ob die Vereinbarung tatsächlich umgesetzt werde. Die sinkenden Ölpreise(LCOc1)(CLc1) linderten dennoch die Inflationssorgen, was die Renditen japanischer Staatsanleihen(JP10YT=RR) drückte.
| Asiatische Aktienindizes am | Kurse um 08:00 | Veränderung in |
| Montag | Uhr | Prozent |
| Nikkei(.N225) | ||
| Topix(.TOPX) | 4.004,02 | +3,1% |
| Shanghai(.SSEC) | 4.080,58 | +1,2% |
| CSI300(.CSI300) | 4.866,93 | +1,9% |
| Hang Seng(.HSI) | 24.839,73 | +0,5% |
| Kospi(.KS11) | 8.526,90 | +5,0% |
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| Währungen | Kurse um 08:00 |
| Uhr | |
| Euro/Dollar(EUR=) | 1,1617 |
| Pfund/Dollar(GBP=) | 1,3454 |
| Dollar/Yen(JPY=) | 160,04 |
| Dollar/Franken(CHF=) | 0,7928 |
| Dollar/Yuan(CNY=) | 6,7568 |
| Dollar/Won(KRW=) | 1.507,60 |
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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15.06.26
07:36
Reuters
Frankfurt/Tokio, 15. Jun (Reuters) - Die Ankündigung eines Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran hat an den asiatischen Börsen für Aufbruchstimmung gesorgt. Der japanische Leitindex Nikkei(.N225) kletterte am Montag um mehr als fünf Prozent und überstieg damit erstmals die 69.000-Punkte-Marke. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) rückte in der Spitze um knapp vier Prozent auf 4032 Zähler vor. In Südkorea legte der technologielastige Leitindex Kospi(.KS11) um bis zu knapp sechs Prozent zu. Die chinesischen Börsen(.SSEC)(.CSI300) stiegen um rund 1,5 bis 2,5 Prozent.
Die USA und der Iran haben sich auf ein Friedensabkommen geeinigt, wie US-Präsident Donald Trump, das iranische Außenministerium, Irans Nationaler Sicherheitsrat und der Vermittlerstaat Pakistan in der Nacht zum Montag mitteilten. Die offizielle Unterzeichnung der Vereinbarung sei für Freitag geplant. "Der Mangel an Details, insbesondere zur Freiheit der Schifffahrt, ist zwar besorgniserregend, dürfte die Märkte heute jedoch noch nicht belasten", sagte Sean Callow, Chefanalyst bei ITC Markets.
Vor allem die Aussicht auf einen Rückgang der Energiepreise verändert dem Experten zufolge die Diskussionsgrundlage für die Zentralbanken kurz vor einer Reihe von geldpolitischen Entscheidungen. Zugleich sorgte die Aussicht auf sinkende Importkosten für Energie für Euphorie in Japan, da das Land stark von Öl aus dem Nahen Osten abhängig ist. Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi begrüßte die Einigung und äußerte die Hoffnung, dass "die freie und sichere Schifffahrt durch die Straße von Hormus in der Praxis gewährleistet wird".
Analysten mahnten trotz der Rekordstände zur Vorsicht. "Dies ist schlichtweg die Reaktion des Marktes auf das Abkommen - nicht mehr und nicht weniger", sagte Shingo Ide, Chefstratege beim NLI Research Institute. Die entscheidende Frage sei nun, ob die Vereinbarung tatsächlich umgesetzt werde. Die sinkenden Ölpreise(LCOc1)(CLc1) linderten dennoch die Inflationssorgen, was die Renditen japanischer Staatsanleihen(JP10YT=RR) drückte.
Asiatische Aktienindizes am Montag
Währungen
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)