01.06.26
03:21
Reuters
Sydney/Peking/Tokio, 01. Jun (Reuters) - Der anhaltende Boom rund um Künstliche Intelligenz (KI) hat den asiatischen Aktienmärkten zum Wochenstart Auftrieb verliehen. In Tokio stieg der Leitindex Nikkei(.N225) um 0,5 Prozent und knüpfte damit an seine jüngsten Rekordhochs an. Auch die Börse in Südkorea(.KS11) verzeichnete ein Plus von 1,3 Prozent. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans(.MIAPJ0000PUS) legte um 0,2 Prozent zu. Zu den großen Gewinnern zählte erneut der Markt in Taiwan(.TWII), der von der Vorfreude auf den Auftritt von Nvidia(NVDA.O)-Chef Jensen Huang auf der Computex-Messe profitierte. Die starke Nachfrage nach Halbleitern überlagerte dabei die Sorgen der Anleger über die festgefahrenen Friedensgespräche im Nahen Osten.
In Japan bremsten jedoch steigende Kosten die Euphorie etwas. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie fiel im Mai leicht auf 54,5 Punkte. Die geopolitischen Spannungen, insbesondere das Vorrücken Israels in den Libanon und die festgefahrenen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran, treiben die Rohstoffpreise in die Höhe. Um sich abzusichern, füllen viele japanische Unternehmen ihre Lager. "Die aktuelle Expansionsphase wird teilweise durch den Bestandsaufbau bei Herstellern und ihren Kunden angetrieben, die sich gegen Produktknappheit und Preisrisiken infolge des Krieges im Nahen Osten absichern wollen", erklärte S&P-Global-Ökonomin Annabel Fiddes.
Auch in China(.SSEC) hinterlassen die weltweiten geopolitischen Spannungen gemischte Spuren. Zwar wuchs die Industrie laut dem privaten RatingDog-Index im Mai den sechsten Monat in Folge, doch fielen die neuen Exportaufträge erstmals seit fünf Monaten. Die hohen Energiepreise infolge der blockierten Straße von Hormus dämpfen die weltweite Nachfrage nach chinesischen Gütern. Dennoch zeigte sich RatingDog-Gründer Yao Yu zuversichtlich: "Insgesamt setzte der verarbeitende Sektor seine Expansion im Mai fort, wenn auch in langsamerem Tempo. Das Nachlassen des Inflationsdrucks verschaffte den Unternehmen etwas Erleichterung bei den Kosten." Analysten warnen jedoch, dass eine ausbleibende Öffnung der wichtigen Öl-Handelsroute die Erholung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt weiter ausbremsen könnte.
(Bericht von Wayne Cole, Colleen Howe, Ellen Zhang, Kantaro Komiya und Ryan Woo, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
01.06.26
03:21
Reuters
Sydney/Peking/Tokio, 01. Jun (Reuters) - Der anhaltende Boom rund um Künstliche Intelligenz (KI) hat den asiatischen Aktienmärkten zum Wochenstart Auftrieb verliehen. In Tokio stieg der Leitindex Nikkei(.N225) um 0,5 Prozent und knüpfte damit an seine jüngsten Rekordhochs an. Auch die Börse in Südkorea(.KS11) verzeichnete ein Plus von 1,3 Prozent. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans(.MIAPJ0000PUS) legte um 0,2 Prozent zu. Zu den großen Gewinnern zählte erneut der Markt in Taiwan(.TWII), der von der Vorfreude auf den Auftritt von Nvidia(NVDA.O)-Chef Jensen Huang auf der Computex-Messe profitierte. Die starke Nachfrage nach Halbleitern überlagerte dabei die Sorgen der Anleger über die festgefahrenen Friedensgespräche im Nahen Osten.
In Japan bremsten jedoch steigende Kosten die Euphorie etwas. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie fiel im Mai leicht auf 54,5 Punkte. Die geopolitischen Spannungen, insbesondere das Vorrücken Israels in den Libanon und die festgefahrenen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran, treiben die Rohstoffpreise in die Höhe. Um sich abzusichern, füllen viele japanische Unternehmen ihre Lager. "Die aktuelle Expansionsphase wird teilweise durch den Bestandsaufbau bei Herstellern und ihren Kunden angetrieben, die sich gegen Produktknappheit und Preisrisiken infolge des Krieges im Nahen Osten absichern wollen", erklärte S&P-Global-Ökonomin Annabel Fiddes.
Auch in China(.SSEC) hinterlassen die weltweiten geopolitischen Spannungen gemischte Spuren. Zwar wuchs die Industrie laut dem privaten RatingDog-Index im Mai den sechsten Monat in Folge, doch fielen die neuen Exportaufträge erstmals seit fünf Monaten. Die hohen Energiepreise infolge der blockierten Straße von Hormus dämpfen die weltweite Nachfrage nach chinesischen Gütern. Dennoch zeigte sich RatingDog-Gründer Yao Yu zuversichtlich: "Insgesamt setzte der verarbeitende Sektor seine Expansion im Mai fort, wenn auch in langsamerem Tempo. Das Nachlassen des Inflationsdrucks verschaffte den Unternehmen etwas Erleichterung bei den Kosten." Analysten warnen jedoch, dass eine ausbleibende Öffnung der wichtigen Öl-Handelsroute die Erholung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt weiter ausbremsen könnte.
Devisen
Die Aussicht auf längerfristig hohe Zinsen in den USA und die Abhängigkeit Europas und Japans von Energieimporten stützten die US-Währung. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 159,46 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,7678 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,3 Prozent höher bei 0,7830 Franken(CHF=). Parallel dazu fiel der Euro(EUR=) um 0,1 Prozent auf 1,1643 Dollar und zog um 0,2 Prozent auf 0,9118 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Die Eskalation im Nahen Osten und Berichte über neue iranische Seeminen in der Straße von Hormus trieben die Ölpreise massiv an. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 2,2 Prozent auf 93,08 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 2,6 Prozent fester bei 89,63 Dollar. Analyst Tony Sycamore von IG warnte, dass selbst bei einem Waffenstillstand die Räumung der Minen Zeit in Anspruch nehmen werde und eine schnelle Entlastung beim Angebot ausbleiben dürfte.
Wall Street
An der Wall Street hatten Technologiewerte und die Hoffnung auf robuste US-Arbeitsmarktdaten am Ende der Vorwoche für gute Stimmung gesorgt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Freitag mit einem Plus von 0,7 Prozent bei 51.032,46 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,2 Prozent auf 7.580,06 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 0,2 Prozent auf 26.972,62 Stellen an.
(Bericht von Wayne Cole, Colleen Howe, Ellen Zhang, Kantaro Komiya und Ryan Woo, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)