21.05.26
13:14
Reuters
Frankfurt, 21. Mai (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
15.10 Uhr - Der Hype um den näherrückenden Mega-Börsengang von SpaceX treibt die Aktien von europäischen Satellitenherstellern an. Die Aktien von Eutelsat(ETL.PA) gewinnen 19,5 Prozent. Papiere von OHB(OHBG.DE) ziehen um 13,5 Prozent an, SES(SESFd.PA) steigen um 2,5 Prozent. Der Weltraumkonzern des Milliardärs Elon Musk veröffentlichte am Mittwoch seinen Emissionsprospekt. Experten trauen SpaceX eine Marktkapitalisierung von 1,75 Billionen Dollar zu.
14.55 Uhr - Eine pessimistische Jahresprognose macht den Aktien von Südzucker(SZUG.DE) zu schaffen. Die Papiere des größten Zuckerherstellers Europas rutschen um rund vier Prozent ab. Südzucker rechnet 2026/27 wegen reduzierter Zuckerrübenanbauflächen mit niedrigeren Produktions- und Absatzmengen. Zugleich seien die Zuckerpreise(SBc1)(LSUc1) 2025/26 auf niedrigem Niveau geblieben, da die weltweite Ernte besser als erwartet ausfiel. Für das laufende Geschäftsjahr stellte Südzucker im Zuckersegment ein operatives Ergebnis (Ebitda) zwischen minus 60 Millionen Euro und plus 40 Millionen Euro in Aussicht. Im Vorjahr hatte hier ein Verlust von 17 Millionen Euro zu Buche geschlagen. Bei der Südzucker-Tochter CropEnergies dürften die erhöhten Bioethanolpreise den Gewinn im ersten Quartal jedoch noch stützen. Die Teuerung bei Öl nach Beginn des Iran-Krieges hatte auch die Preise für Alternativkraftstoffe in die Höhe getrieben.
14.35 Uhr - Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA) hat vor einer Zuspitzung der Lage am Ölmarkt im Sommer gewarnt. Die Preise könnten im Juli und August in einen kritischen Bereich geraten, sagte Fatih Birol am Donnerstag in London. Als Gründe nannte er fehlende neue Ölexporte aus dem Nahen Osten, schwindende Lagerbestände und die hohe Nachfrage nach Kraftstoff im Sommer. Zu Beginn der durch den Iran-Krieg verursachten Ölversorgungskrise habe es einen Angebotsüberschuss gegeben, was dazu beigetragen habe, den Schock abzufedern, sagte Birol. Nun würden die Bestände jedoch schwinden. Im März hatte die IEA die Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl aus strategischen Reserven koordiniert. Davon fließen Birol zufolge nun täglich etwa 2,5 bis drei Millionen Barrel auf den Markt. Die IEA sei bereit, bei Bedarf die Freigabe weiterer Reserven zu koordinieren.
13.45 Uhr - Ein Medienbericht über ein geplantes Milliarden-Förderprogramm der US-Regierung beflügelt Aktien aus der Quantencomputer-Branche. Die Titel von Infleqtion(INFQ.N), D-Wave Quantum(QBTS.N), Rigetti Computing(RGTI.O), GlobalFoundries(GFS.O) und IBM(IBM.N) legen vorbörslich um 6,6 bis mehr als 25 Prozent zu. Die US-Regierung will laut einem Bericht des "Wall Street Journal" zwei Milliarden Dollar an neun Quantencomputer-Spezialisten vergeben und im Gegenzug Anteile an einigen von ihnen erwerben. Die Investitionen sind Teil der Strategie von US-Präsident Donald Trump, sich an Unternehmen zu beteiligen, die für die heimischen Lieferketten wichtig sind. Damit soll der Dominanz Chinas in bestimmten Sektoren entgegengewirkt werden. Quantencomputer nutzen die Gesetze der Quantenmechanik, um Informationen exponentiell schneller zu verarbeiten als klassische Supercomputer. Aktuelle Systeme verwenden jedoch einen Großteil ihrer Rechenleistung für die Fehlerkorrektur, sodass sie in der Praxis noch keinen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber herkömmlichen Rechnern bieten.
12.20 Uhr - Der Plan Indonesiens, Teile seiner Rohstoff-Exporte unter staatliche Kontrolle zu stellen, belastet den Nickelpreis(CMNI3). An der Londoner Metallbörse LME verbilligt sich das Industriemetall um fast 1,5 Prozent auf 18.665 Dollar je Tonne. Eine Tochtergesellschaft des indonesischen Staatsfonds Danantara soll ab dem 1. September zum alleinigen Exporteur von Palmöl, Kohle und Eisenlegierungen wie Ferronickel werden. Das teilten Beamte des indonesischen Handelsministeriums und Danantara-Chef Rosan Roeslani mit. Ferronickel ist ein wichtiger Rohstoff für Edelstahl und macht den Großteil der Produktion des weltgrößten Nickelherstellers aus. Einige Händler zeigten sich jedoch skeptisch, ob die Pläne umsetzbar seien. Es sei fraglich, wie ein einziges Unternehmen die Ausfuhr an eine Vielzahl von Abnehmern weltweit abwickeln könne.
11.10 Uhr - Der wieder festere Dollar(.DXY) belastet den Kupferpreis(CMCU3). Das Industriemetall verbilligt sich um bis zu 1,3 Prozent auf 13.474 Dollar je Tonne. Eine stärkere US-Währung verteuert in Dollar gehandelte Metalle für Nutzer anderer Währungen. Die Ungewissheit über den Fortgang der Friedensverhandlungen zwischen den USA und Iran und Spekulationen auf steigende US-Zinsen stützen den Greenback.
11.03 Uhr - Die Ströer-Aktien setzen ihre am Vortag begonnene Erholung fort. Die Aktien des Außenwerbekonzerns legen in der Spitze im MDax(.MDAXI) um bis zu sieben Prozent zu. Seit vergangenem Donnerstag haben sie zeitweise mehr als zwölf Prozent verloren.
10.35 Uhr - Nach den Nvidia(NVDA.O)-Zahlen geht es für die europäischen Chipwerte leicht bergauf. Im Dax(.GDAXI) gehören Infineon(IFXGn.DE) mit einem Plus von fast zwei Prozent zu den stärksten Werten, Aixtron(AIXGn.DE) legen im MDax(.MDAXI) 1,3 Prozent zu. Der europäische Branchenindex(.SX8P) gewinnt in der Spitze 0,6 Prozent. Auch in Asien griffen Anleger bei Chipwerten zu. Der wachsende Bedarf an Hochleistungsprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) hat Nvidia zu einem erneuten Wachstumsschub verholfen. Im frühbörslichen US-Handel bewegt sich die Aktie jedoch kaum vom Fleck. Der Ausblick reiche nicht für die ganz großen Freudensprünge, sagt Thomas Altmann von QC Partners.
10.20 Uhr - Der Dollar-Index(.DXY) geht nach seinen jüngsten Verlusten auf Erholungskurs. In der Spitze legt er um 0,3 Prozent auf 99,36 Punkte zu. Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges in Nahost hatte die Zuflüsse in die gern als sicheren Hafen angesteuerte US-Währung zuletzt etwas gebremst. Da sich bislang jedoch keine neuen Fortschritte in den Friedensverhandlungen zwischen den USA und Iran abzeichnen, agieren die Investoren nun wieder etwas vorsichtiger. Gleichzeitig richtet sich der Fokus auch wieder verstärkt auf die durch die hohen Energiepreise entfachten Inflationssorgen. Bei der Zinssitzung der US-Notenbank Fed Ende April sprach sich eine wachsende Zahl von Währungshütern dafür aus, die Grundlagen für eine mögliche Zinserhöhung zu schaffen, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll hervorgeht. Der Euro(EUR=) notiert am Donnerstag kaum verändert bei 1,1627 Dollar.
10.10 Uhr - Der Aroma- und Duftstoffhersteller DSM-FirmenichDSFIR.AS wird jetzt auch an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange gehandelt. Zusätzlich zu seiner bestehenden Notierung an der Euronext Amsterdam sind die Aktien unter dem Tickersymbol DSFIRDSFIR.S auch in der Schweiz handelbar, wie SIX am Donnerstag mitteilte. Das Unternehmen wird am Freitag zudem in den Swiss Performance Index aufgenommen. Neue Aktien werden nicht ausgegeben.
07.29 Uhr - Folgende Aktien werden am Donnerstag mit Dividendenabschlag gehandelt:
| Deutsche Unternehmen | Schlusskurs | Dividende |
| Angaben in Euro | ||
| Brenntag SE(BNRGn.DE) | 58,82 | 1,90 |
| Commerzbank | 37,15 | 1,10 |
| AG(CBKG.DE) | ||
| Bilfinger Se(GBFG.DE) | 88,85 | 2,80 |
| TAG Immobilien | 14,55 | 0,40 |
| AG(TEGG.DE) | ||
| 1&1 AG(1U1.DE) | 22,55 | 0,05 |
| Kloeckner & Co | 12,54 | 0,20 |
| SE(KCOGn.DE) | ||
| Prosiebensat 1 Media | 3,96 | 0,05 |
| SE(PSMGn.DE) | ||
| 1&1 AG(1U1.DE) | 22,55 | 0,05 |
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
21.05.26
13:14
Reuters
Frankfurt, 21. Mai (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)