19.05.26
03:03
Reuters
Singapur/Tokio, 19. Mai (Reuters) - Aussichten auf eine Entspannung im Iran-Konflikt haben die asiatischen Anleger am Dienstag nur teilweise aus der Reserve gelockt. Während der breiter gefasste Topix(.TOPX) in Tokio zu den Gewinnern zählte und 0,4 Prozent höher bei 3.840,70 Zählern notierte, gehörte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) mit einem Minus von 0,6 Prozent auf 60.429,76 Punkte zu den Verlierern. Auch in China überwogen die Kursabschläge: Die Börse Shanghai(.SSEC) verlor 0,1 Prozent auf 4.125,40 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel um 0,6 Prozent auf 4.803,43 Punkte.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor einen geplanten Angriff auf den Iran ausgesetzt und Hoffnungen auf ein Abkommen mit dem Iran geschürt, was die Märkte bewegte. Dennoch blieben die Anleger nach einem Drohnenangriff in den Vereinigten Arabischen Emiraten am Wochenende vorsichtig. "Wir haben bereits ein ständiges Hin und Her gesehen", sagte Fabien Yip, Marktanalyst bei IG. Solange es keine echte Entspannung in der Straße von Hormus gebe und der Schiffsverkehr dort nicht wieder zunehme, werde der Markt die Kommentare beider Seiten ignorieren.
In Japan rückten zudem überraschend starke Wirtschaftsdaten in den Fokus, auch wenn die Folgen des Energie-Schocks durch den Iran-Krieg die Unternehmen belasten. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im ersten Quartal aufs Jahr hochgerechnet um 2,1 Prozent. "Die heutigen Daten zeigen, dass die Wirtschaft vor dem Iran-Krieg auf einem soliden Fundament stand", erklärte Yoshiki Shinke, Chefökonom beim Dai-ichi Life Research Institute. Um die Energieversorgung künftig besser abzusichern, wollen die japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi und der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung einem Zeitungsbericht zufolge am Dienstag eine Kooperation zur gemeinsamen Ölbevorratung beschließen.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel profitierte die US-Währung weiterhin von der Nachfrage nach sicheren Häfen. Der Dollar gewann geringfügig auf 158,96 Yen(JPY=), was Händler in Tokio wegen möglicher Interventionen zur Stützung der heimischen Währung in Alarmbereitschaft versetzte. Zudem legte der Dollar leicht auf 6,7978 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,7854 Franken(CHF=). Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1643 Dollar und zog leicht auf 0,9144 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt sorgten die versöhnlicheren Töne des US-Präsidenten in Richtung Teheran für eine spürbare Entspannung, auch wenn die Sorgen vor langfristigen Lieferausfällen bleiben. So verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,9 Prozent auf 109,91 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,9 Prozent schwächer bei 107,71 Dollar. Beide Sorten liegen damit aber weiterhin deutlich über ihrem Vorkriegsniveau.
Wall Street
An den US-Börsen hielten sich die Anleger im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Quartalszahlen des Chip-Riesen Nvidia(NVDA.O) zurück, der als Gradmesser für den Boom bei Künstlicher Intelligenz gilt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Montag mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 49.686,12 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) notierte kaum verändert bei 7.403,05 Zählern, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 0,5 Prozent auf 26.090,73 Stellen nach.
(Bericht von Rae Wee, Leika Kihara, Kaori Kaneko und Kantaro Komiya, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
19.05.26
03:03
Reuters
Singapur/Tokio, 19. Mai (Reuters) - Aussichten auf eine Entspannung im Iran-Konflikt haben die asiatischen Anleger am Dienstag nur teilweise aus der Reserve gelockt.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor einen geplanten Angriff auf den Iran ausgesetzt und Hoffnungen auf ein Abkommen mit dem Iran geschürt, was die Märkte bewegte. Dennoch blieben die Anleger nach einem Drohnenangriff in den Vereinigten Arabischen Emiraten am Wochenende vorsichtig. "Wir haben bereits ein ständiges Hin und Her gesehen", sagte Fabien Yip, Marktanalyst bei IG. Solange es keine echte Entspannung in der Straße von Hormus gebe und der Schiffsverkehr dort nicht wieder zunehme, werde der Markt die Kommentare beider Seiten ignorieren.
In Japan rückten zudem überraschend starke Wirtschaftsdaten in den Fokus, auch wenn die Folgen des Energie-Schocks durch den Iran-Krieg die Unternehmen belasten. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im ersten Quartal aufs Jahr hochgerechnet um 2,1 Prozent. "Die heutigen Daten zeigen, dass die Wirtschaft vor dem Iran-Krieg auf einem soliden Fundament stand", erklärte Yoshiki Shinke, Chefökonom beim Dai-ichi Life Research Institute. Um die Energieversorgung künftig besser abzusichern, wollen die japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi und der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung einem Zeitungsbericht zufolge am Dienstag eine Kooperation zur gemeinsamen Ölbevorratung beschließen.
Devisen
Im asiatischen Devisenhandel profitierte die US-Währung weiterhin von der Nachfrage nach sicheren Häfen. Der Dollar gewann geringfügig auf 158,96 Yen(JPY=), was Händler in Tokio wegen möglicher Interventionen zur Stützung der heimischen Währung in Alarmbereitschaft versetzte. Zudem legte der Dollar leicht auf 6,7978 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,7854 Franken(CHF=). Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1643 Dollar und zog leicht auf 0,9144 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Am Rohstoffmarkt sorgten die versöhnlicheren Töne des US-Präsidenten in Richtung Teheran für eine spürbare Entspannung, auch wenn die Sorgen vor langfristigen Lieferausfällen bleiben. So verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,9 Prozent auf 109,91 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,9 Prozent schwächer bei 107,71 Dollar. Beide Sorten liegen damit aber weiterhin deutlich über ihrem Vorkriegsniveau.
Wall Street
An den US-Börsen hielten sich die Anleger im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Quartalszahlen des Chip-Riesen Nvidia(NVDA.O) zurück, der als Gradmesser für den Boom bei Künstlicher Intelligenz gilt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Montag mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 49.686,12 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) notierte kaum verändert bei 7.403,05 Zählern, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 0,5 Prozent auf 26.090,73 Stellen nach.
(Bericht von Rae Wee, Leika Kihara, Kaori Kaneko und Kantaro Komiya, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)