18.05.26
14:54
Reuters
| * WSJ: Bio-Rad könnte wegen Beteiligung zum Übernahmeziel | ||
| werden | ||
| * | Insider: Elliott kaufte auch direkt | |
| Sartorius-Vorzugsaktien | ||
| * | Sartorius verweist auf langfristige | |
| Unternehmensstrategie | ||
| (Neu: | Stellungnahme Sartorius, aktualisierter Kurs und Elliott) | |
| Frankfurt, 18. Mai (Reuters) - Ein Bericht über den | ||
| Einstieg des aktivistischen Investors Elliott beim | ||
| US-Großaktionär Bio-Rad(BIO.N) gibt den Aktien von | ||
| Sartorius(SATG_p.DE) Auftrieb. Die Vorzugspapiere des Göttinger | ||
| Pharma- und Laborzulieferers stiegen am Montag um in der Spitze | ||
| um 7,6 Prozent auf 220,50 Euro und waren damit größter Gewinner | ||
| im Nebenwerteindex MDax(.MDAXI). Seit Jahresbeginn haben die | ||
| Papiere allerdings rund 13 Prozent verloren. | ||
Laut "Wall Street Journal" (WSJ) hat Elliott einen größeren Anteil an dem US-Laborausrüster Bio-Rad aufgebaut und will das Management zu Maßnahmen zur Steigerung des schwächelnden Aktienkurses drängen. Dem WSJ-Bericht zufolge bescheinigt der aktivistische Investor dem Göttinger Unternehmen ein qualitativ hochwertiges Geschäft mit starken Wachstumsaussichten. Bio-Rad könnte dem Blatt zufolge gerade wegen der Sartorius-Beteiligung zu einem Übernahmeziel werden.
Sartorius teilte mit, man gebe über die gesetzlichen Pflichten hinaus grundsätzlich keine Auskunft zu einzelnen Investoren. Der Fokus liege unverändert auf der Umsetzung der Unternehmensstrategie mit Schwerpunkt auf langfristiger Wertschaffung. Bei Elliott war zunächst keine Stellungnahme erhältlich.
Bio-Rad hält nach Angaben von Sartorius rund 38 Prozent der Stammaktien und etwa 28 Prozent der Vorzugsaktien an den Göttingern. Dieses Paket hat einen Wert von 4,2 Milliarden Euro (fünf Milliarden Dollar). Bio-Rad selbst wird an der Börse mit insgesamt 6,7 Milliarden Dollar bewertet. Einem Insider zufolge hat sich Elliott auch in die Vorzugsaktien von Sartorius eingekauft. Die Stammaktien liegen mehrheitlich beim Testamentsvollstrecker von Firmengründer Horst Sartorius. Die Testamentsvollstreckung läuft aber 2028 aus, dann können die drei Töchter von Sartorius darauf zugreifen.
(Bericht von Patricia Weiß und Alexander Hübner, redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
18.05.26
14:54
Reuters
(Neu: Stellungnahme Sartorius, aktualisierter Kurs und Elliott) Frankfurt, 18. Mai (Reuters) - Ein Bericht über den Einstieg des aktivistischen Investors Elliott beim US-Großaktionär Bio-Rad(BIO.N) gibt den Aktien von Sartorius(SATG_p.DE) Auftrieb. Die Vorzugspapiere des Göttinger Pharma- und Laborzulieferers stiegen am Montag um in der Spitze um 7,6 Prozent auf 220,50 Euro und waren damit größter Gewinner im Nebenwerteindex MDax(.MDAXI). Seit Jahresbeginn haben die Papiere allerdings rund 13 Prozent verloren.
Laut "Wall Street Journal" (WSJ) hat Elliott einen größeren Anteil an dem US-Laborausrüster Bio-Rad aufgebaut und will das Management zu Maßnahmen zur Steigerung des schwächelnden Aktienkurses drängen. Dem WSJ-Bericht zufolge bescheinigt der aktivistische Investor dem Göttinger Unternehmen ein qualitativ hochwertiges Geschäft mit starken Wachstumsaussichten. Bio-Rad könnte dem Blatt zufolge gerade wegen der Sartorius-Beteiligung zu einem Übernahmeziel werden.
Sartorius teilte mit, man gebe über die gesetzlichen Pflichten hinaus grundsätzlich keine Auskunft zu einzelnen Investoren. Der Fokus liege unverändert auf der Umsetzung der Unternehmensstrategie mit Schwerpunkt auf langfristiger Wertschaffung. Bei Elliott war zunächst keine Stellungnahme erhältlich.
Bio-Rad hält nach Angaben von Sartorius rund 38 Prozent der Stammaktien und etwa 28 Prozent der Vorzugsaktien an den Göttingern. Dieses Paket hat einen Wert von 4,2 Milliarden Euro (fünf Milliarden Dollar). Bio-Rad selbst wird an der Börse mit insgesamt 6,7 Milliarden Dollar bewertet. Einem Insider zufolge hat sich Elliott auch in die Vorzugsaktien von Sartorius eingekauft. Die Stammaktien liegen mehrheitlich beim Testamentsvollstrecker von Firmengründer Horst Sartorius. Die Testamentsvollstreckung läuft aber 2028 aus, dann können die drei Töchter von Sartorius darauf zugreifen.
(Bericht von Patricia Weiß und Alexander Hübner, redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)