18.05.26
07:27
Reuters
Frankfurt/Tokio, 18. Mai (Reuters) - Negativ aufgenommene Konjunkturdaten und anhaltende Nahost-Sorgen haben die Aktienmärkte in Asien zum Wochenstart ins Minus gedrückt. Die Börse Shanghai(.SSEC) verlor am Montag knapp ein halbes Prozent auf 4120 Punkte, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fast ein Prozent auf 4817 Zähler einbüßte. In Tokio gaben der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) und der breiter gefasste Topix(.TOPX) jeweils knapp ein Prozent nach.
Die chinesische Wirtschaft verlor im April deutlich an Schwung. Sowohl die Industrieproduktion als auch die Einzelhandelsumsätze blieben weit hinter den Erwartungen zurück, da höhere Energiekosten infolge des Krieges im Iran und eine schwache Binnennachfrage das Wachstum bremsten. "Die starken Exporte halfen zwar, die schwache Binnennachfrage abzufedern, reichten jedoch nicht aus, um sie vollständig auszugleichen", sagte Zhiwei Zhang, Chefvolkswirt beim Vermögensverwalter Pinpoint.
In Tokio drückten anhaltende Sorgen über den Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran auf die Stimmung. US-Präsident Trump hat Teheran erneut gedroht, sollte die Führung dort nicht rasch in seinem Sinne handeln. "Die Schwierigkeiten bei den Waffenruheverhandlungen bleiben ein Grund zur Sorge", sagte Nomura-Strategin Maki Sawada. Pläne der japanischen Regierung, zur Abfederung der kriegsbedingten Energiekosten neue Schulden aufzunehmen, trieben zugleich die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen(JP10YT=RR) auf rund 2,8 Prozent – den höchsten Stand seit Oktober 1996.
Gegen den regionalen Trend stiegen in Südkorea die Aktien von Samsung Electronics(005930.KS) um 3,5 Prozent, was den Leitindex leicht ins Plus hievte. Zuvor hatte Präsident Lee Jae Myung in den drohenden Tarifstreit eingegriffen. Er betonte, die Rechte der Unternehmensführung müssten ebenso respektiert werden wie Arbeitsrechte. Das linderte die Streiksorgen der Anleger.
| Asiatische Aktienindizes am | Kurse um 08:00 | Veränderung in |
| Montag | Uhr | Prozent |
| Nikkei(.N225) | 60.954,57 | -0,7% |
| Topix(.TOPX) | 3.832,43 | -0,8% |
| Shanghai(.SSEC) | 4.120,07 | -0,4% |
| CSI300(.CSI300) | 4.817,64 | -0,9% |
| Hang Seng(.HSI) | 25.598,37 | -1,4% |
| Kospi(.KS11) | 7.530,22 | +0,5% |
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| Währungen | Kurse um 08:00 |
| Uhr | |
| Euro/Dollar(EUR=) | 1,1622 |
| Pfund/Dollar(GBP=) | 1,3323 |
| Dollar/Yen(JPY=) | 158,93 |
| Dollar/Franken(CHF=) | 0,7866 |
| Dollar/Yuan(CNY=) | 6,8114 |
| Dollar/Won(KRW=) | 1.503,30 |
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Elke Ahlswede. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
18.05.26
07:27
Reuters
Frankfurt/Tokio, 18. Mai (Reuters) - Negativ aufgenommene Konjunkturdaten und anhaltende Nahost-Sorgen haben die Aktienmärkte in Asien zum Wochenstart ins Minus gedrückt. Die Börse Shanghai(.SSEC) verlor am Montag knapp ein halbes Prozent auf 4120 Punkte, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fast ein Prozent auf 4817 Zähler einbüßte. In Tokio gaben der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) und der breiter gefasste Topix(.TOPX) jeweils knapp ein Prozent nach.
Die chinesische Wirtschaft verlor im April deutlich an Schwung. Sowohl die Industrieproduktion als auch die Einzelhandelsumsätze blieben weit hinter den Erwartungen zurück, da höhere Energiekosten infolge des Krieges im Iran und eine schwache Binnennachfrage das Wachstum bremsten. "Die starken Exporte halfen zwar, die schwache Binnennachfrage abzufedern, reichten jedoch nicht aus, um sie vollständig auszugleichen", sagte Zhiwei Zhang, Chefvolkswirt beim Vermögensverwalter Pinpoint.
In Tokio drückten anhaltende Sorgen über den Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran auf die Stimmung. US-Präsident Trump hat Teheran erneut gedroht, sollte die Führung dort nicht rasch in seinem Sinne handeln. "Die Schwierigkeiten bei den Waffenruheverhandlungen bleiben ein Grund zur Sorge", sagte Nomura-Strategin Maki Sawada. Pläne der japanischen Regierung, zur Abfederung der kriegsbedingten Energiekosten neue Schulden aufzunehmen, trieben zugleich die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen(JP10YT=RR) auf rund 2,8 Prozent – den höchsten Stand seit Oktober 1996.
Gegen den regionalen Trend stiegen in Südkorea die Aktien von Samsung Electronics(005930.KS) um 3,5 Prozent, was den Leitindex leicht ins Plus hievte. Zuvor hatte Präsident Lee Jae Myung in den drohenden Tarifstreit eingegriffen. Er betonte, die Rechte der Unternehmensführung müssten ebenso respektiert werden wie Arbeitsrechte. Das linderte die Streiksorgen der Anleger.
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Elke Ahlswede. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)