18.05.26
03:30
Reuters
Sydney/Tokio/Peking, 18. Mai (Reuters) - Anhaltende Spannungen im Nahen Osten und enttäuschende Wirtschaftsdaten aus China haben die asiatischen Aktienmärkte am Montag auf Talfahrt geschickt. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index (.N225) 0,9 Prozent auf 60.843,09 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix (.TOPX) notierte 0,8 Prozent niedriger bei 3834,10 Zählern. Die Börse Shanghai (.SSEC) blieb fast unverändert bei 4137,49 Stellen, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen (.CSI300) um 0,2 Prozent auf 4851,66 Punkte fiel. Der südkoreanische Kospi (.KS11) verlor 0,1 Prozent und der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans (.MIAPJ0000PUS) sank um 0,9 Prozent.
In Tokio drückten Sorgen über den Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran auf die Stimmung. Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen stieg auf 2,8 Prozent – den höchsten Stand seit Oktober 1996. Grund sind Pläne der Regierung, zur Abfederung der kriegsbedingten Energiekosten neue Schulden aufzunehmen. "Die Schwierigkeiten bei den Waffenruheverhandlungen zwischen den USA und dem Iran bleiben ein Grund zur Sorge", sagte Nomura-Strategin Maki Sawada. Zu den größten Verlierern an der Börse Tokio (TSE.T) zählten die Marui Group (8252.T) mit minus 9,7 Prozent, die Mizuho Financial Group (8411.T) mit einem Abschlag von 7,5 Prozent und JGC Holdings (1963.T), die 7,3 Prozent verloren.
In China wuchs die Industrieproduktion im April nur um 4,1 Prozent, die Einzelhandelsumsätze legten lediglich um 0,2 Prozent zu. Zudem fielen die Autoverkäufe um 21,6 Prozent und die Anlageinvestitionen schrumpften um 1,6 Prozent. Gegen den regionalen Trend stiegen in Südkorea die Aktien von Samsung Electronics(005930.KS) um 3,5 Prozent, während der Leitindex zeitweise um 1,5 Prozent nachgab. Zuvor hatte Präsident Lee Jae Myung in den drohenden Tarifstreit eingegriffen und betont, Managementrechte müssten ebenso respektiert werden wie Arbeitsrechte, was die Streiksorgen der Anleger linderte.
Devisen
Am Währungsmarkt profitierte der Dollar als sicherer Hafen von der Risikoaversion der Anleger. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 158,89 Yen (JPY=) und legte leicht auf 6,8152 Yuan (CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7870 Franken (CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro (EUR=) fast unverändert bei 1,1616 Dollar und zog leicht auf 0,9141 Franken (EURCHF=) an. Das britische Pfund (GBP=) lag bei 1,3311 Dollar und litt weiter unter der politischen Instabilität in Großbritannien.
Ölpreise
Neue Drohnenangriffe im Nahen Osten und die Schließung der Straße von Hormus trieben die Ölpreise massiv in die Höhe. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohölsorte Brent aus der Nordsee um 1,9 Prozent auf 111,35 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI notierte 2,2 Prozent fester bei 107,74 Dollar. Analysten von Capital Economics warnten, die Schließung der Meerenge erschöpfe die weltweiten Ölvorräte schnell. Der Goldpreis (XAU=) gab derweil um 0,2 Prozent auf 4527 Dollar pro Feinunze nach, da das Edelmetall von den Investoren bislang kaum als Schutz vor Inflationsrisiken gesucht wurde.
Wall Street
Die US-Börsen hatten sich bereits am Freitag mit deutlichen Verlusten ins Wochenende verabschiedet. Der US-Standardwerteindex Dow Jones (.DJI) schloss mit einem Minus von 1,1 Prozent bei 49.526,17 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 (.SPX) verlor 1,2 Prozent auf 7408,50 Zähler, und der technologielastige Nasdaq (.IXIC) gab 1,5 Prozent auf 26.225,15 Stellen nach. Auch die US-Terminmärkte signalisierten für Montag eine schwächere Eröffnung, da die Anleger mit Spannung auf die Quartalszahlen von Nvidia (NVDA.O) blicken. Citi-Analyst Scott Chronert warnte vor einer zu starken Konzentration am Markt: "Wir identifizieren 20 Aktien, die den Großteil des Gewinnanstiegs der Indizes ausmachten."
(Bericht von Wayne Cole, Rocky Swift, Ethan Wang, Joe Cash, Ellen Zhang, Heekyong Yang, Heejin Kim geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
18.05.26
03:30
Reuters
Sydney/Tokio/Peking, 18. Mai (Reuters) - Anhaltende Spannungen im Nahen Osten und enttäuschende Wirtschaftsdaten aus China haben die asiatischen Aktienmärkte am Montag auf Talfahrt geschickt. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index (.N225) 0,9 Prozent auf 60.843,09 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix (.TOPX) notierte 0,8 Prozent niedriger bei 3834,10 Zählern. Die Börse Shanghai (.SSEC) blieb fast unverändert bei 4137,49 Stellen, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen (.CSI300) um 0,2 Prozent auf 4851,66 Punkte fiel. Der südkoreanische Kospi (.KS11) verlor 0,1 Prozent und der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans (.MIAPJ0000PUS) sank um 0,9 Prozent.
In Tokio drückten Sorgen über den Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran auf die Stimmung. Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen stieg auf 2,8 Prozent – den höchsten Stand seit Oktober 1996. Grund sind Pläne der Regierung, zur Abfederung der kriegsbedingten Energiekosten neue Schulden aufzunehmen. "Die Schwierigkeiten bei den Waffenruheverhandlungen zwischen den USA und dem Iran bleiben ein Grund zur Sorge", sagte Nomura-Strategin Maki Sawada. Zu den größten Verlierern an der Börse Tokio (TSE.T) zählten die Marui Group (8252.T) mit minus 9,7 Prozent, die Mizuho Financial Group (8411.T) mit einem Abschlag von 7,5 Prozent und JGC Holdings (1963.T), die 7,3 Prozent verloren.
In China wuchs die Industrieproduktion im April nur um 4,1 Prozent, die Einzelhandelsumsätze legten lediglich um 0,2 Prozent zu. Zudem fielen die Autoverkäufe um 21,6 Prozent und die Anlageinvestitionen schrumpften um 1,6 Prozent. Gegen den regionalen Trend stiegen in Südkorea die Aktien von Samsung Electronics(005930.KS) um 3,5 Prozent, während der Leitindex zeitweise um 1,5 Prozent nachgab. Zuvor hatte Präsident Lee Jae Myung in den drohenden Tarifstreit eingegriffen und betont, Managementrechte müssten ebenso respektiert werden wie Arbeitsrechte, was die Streiksorgen der Anleger linderte.
Am Währungsmarkt profitierte der Dollar als sicherer Hafen von der Risikoaversion der Anleger. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 158,89 Yen (JPY=) und legte leicht auf 6,8152 Yuan (CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7870 Franken (CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro (EUR=) fast unverändert bei 1,1616 Dollar und zog leicht auf 0,9141 Franken (EURCHF=) an. Das britische Pfund (GBP=) lag bei 1,3311 Dollar und litt weiter unter der politischen Instabilität in Großbritannien.
Neue Drohnenangriffe im Nahen Osten und die Schließung der Straße von Hormus trieben die Ölpreise massiv in die Höhe. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohölsorte Brent aus der Nordsee um 1,9 Prozent auf 111,35 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI notierte 2,2 Prozent fester bei 107,74 Dollar. Analysten von Capital Economics warnten, die Schließung der Meerenge erschöpfe die weltweiten Ölvorräte schnell. Der Goldpreis (XAU=) gab derweil um 0,2 Prozent auf 4527 Dollar pro Feinunze nach, da das Edelmetall von den Investoren bislang kaum als Schutz vor Inflationsrisiken gesucht wurde.
Die US-Börsen hatten sich bereits am Freitag mit deutlichen Verlusten ins Wochenende verabschiedet. Der US-Standardwerteindex Dow Jones (.DJI) schloss mit einem Minus von 1,1 Prozent bei 49.526,17 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 (.SPX) verlor 1,2 Prozent auf 7408,50 Zähler, und der technologielastige Nasdaq (.IXIC) gab 1,5 Prozent auf 26.225,15 Stellen nach. Auch die US-Terminmärkte signalisierten für Montag eine schwächere Eröffnung, da die Anleger mit Spannung auf die Quartalszahlen von Nvidia (NVDA.O) blicken. Citi-Analyst Scott Chronert warnte vor einer zu starken Konzentration am Markt: "Wir identifizieren 20 Aktien, die den Großteil des Gewinnanstiegs der Indizes ausmachten."
(Bericht von Wayne Cole, Rocky Swift, Ethan Wang, Joe Cash, Ellen Zhang, Heekyong Yang, Heejin Kim geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)