13.05.26
08:22
Reuters
| * | Drohende Streiks schicken Börse in Südkorea auf | |
| Achterbahnfahrt | ||
| * | China Börsen ziehen leicht an | |
| * | Nikkei steigt um 0,8 Prozent | |
| Singapur, 13. Mai (Reuters) - Vor dem Gipfeltreffen von | ||
| US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen | ||
| Xi Jinping haben sich Anleger an den asiatischen Börsen in | ||
| Kauflaune gezeigt. Vor allem Aktien aus dem Bereich Künstliche | ||
| Intelligenz waren gefragt. Nach einem zunächst schwachen | ||
| Handelsstart hob eine Trendwende bei koreanischen Aktien am | ||
| Mittwoch die Stimmung. "Robuste KI-gestützte Exporte Südkoreas – | ||
| und in geringerem Maße auch Japans, Singapurs und Malaysias – | ||
| puffern den Energiepreisschock ab", schrieben Analysten von | ||
| Nomura in einem Forschungsbericht. | ||
Der südkoreanische Leitindex Kospi(.KS11) fiel zunächst mehr als drei Prozent, nachdem bekannt wurde, dass Samsung Electronics keine Einigung über die Gehälter mit seiner Gewerkschaft erzielen konnte. Nach Berichten, dass die Regierung versuche, die Situation in den Griff zu bekommen, erholte sich der Markt und der Kospi kletterte um 2,6 Prozent auf einen Rekordschlusskurs. Dank des KI-Booms hatte der koreanische Aktienmarkt in den vergangenen Wochen einen rasanten Aufschwung erlebt und war von Rekord zu Rekord gehüpft.
Die Aktien von Samsung Electronics(005930.KS) brachen zunächst um bis zu sechs Prozent ein, nachdem der Elektronikkonzern keine Einigung mit der südkoreanischen Gewerkschaft über die Löhne erzielen konnte. Dies ebnete den Weg für einen Generalstreik von über 50.000 Beschäftigten. Später erholte sich die Aktie um rund zwei Prozent, nachdem Südkoreas Premierminister Kim Min-seok laut der Nachrichtenagentur Yonhap erklärt hatte, die Regierung werde Gespräche zur Verhinderung eines Streiks "unter allen Umständen" unterstützen.
In der Autobranche, die bereits länger von Streiks betroffen ist, rechnten Anleger unterdessen damit, dass diese Kosten bereits weitgehend eingepreist sind. Die Aktien von Hyundai Motors(005380.KS) stiegen um rund zehn Prozent auf ein Rekordhoch. Analysten zufolge könnte der Automobilsektor davon profitieren, dass Investoren in Branchen umschichten, die als weniger anfällig für eskalierende Arbeitskonflikte gelten als die Halbleiterindustrie. Die Hyundai Motor Group habe zuletzt in Roboter investiert, um sich unabhängiger zu machen von Arbeitsniederlegungen, sagte ein Analyst.
Auch die Börse Shanghai(.SSEC) und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) zogen knapp ein Prozent an. Nach Kursrückgängen griffen auch in China Anleger wieder bei Aktien aus dem KI-Sektor zu. Mit Spannung wurde das Treffen von Trump mit XI erwartet. "Für viele Anleger wird die geopolitische Lage im Vordergrund stehen, insbesondere wenn das Treffen dazu beiträgt, die Sorgen um die Energieversorgung aus dem Golf zu zerstreuen", sagte Ben Bennet, Investmentstratege in Asien bei L&G. Er betonte aber auch, dass die Erwartungen für ernsthafte Vereinbarungen relativ gering sind.
Auch in Tokio machte der Nikkei(.N225)-Index anfängliche Verluste wieder wett und zog 0,8 Prozent auf 63.246 Punkte an. "Es gibt zwar noch Unsicherheiten am Markt, aber die inländischen Unternehmen haben einen relativ starken Ausblick gemeldet", sagte Masahiro Ichikawa, Stratege bei Sumitomo Mitsui DS Asset Management. Speicherchip-Hersteller Kioxia(285A.T) legte nach anfänglichen Verlusten um fünf Prozent zu und war damit größter Gewinner im Nikkei.
| Asiatische Aktienindizes am | Kurse um 08:00 | Veränderung in |
| Mittwoch | Uhr | Prozent |
| Nikkei(.N225) | 63.245,88 | +0,8% |
| Topix(.TOPX) | 3.917,08 | +1,1% |
| Shanghai(.SSEC) | 4.233,41 | +0,5% |
| CSI300(.CSI300) | 4.981,29 | +0,7% |
| Hang Seng(.HSI) | 26.332,85 | -0,1% |
| Kospi(.KS11) | 7.846,83 | +2,7% |
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| Währungen | Kurse um 08:00 |
| Uhr | |
| Euro/Dollar(EUR=) | 1,1733 |
| Pfund/Dollar(GBP=) | 1,3547 |
| Dollar/Yen(JPY=) | 157,67 |
| Dollar/Franken(CHF=) | 0,7802 |
| Dollar/Yuan(CNY=) | 6,7914 |
| Dollar/Won(KRW=) | 1.490,70 |
(Bericht von Gregor Stuart Hunter, geschrieben von Lena Rueckerl und Stefanie Geiger, redigiert von Hans Busemann. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
13.05.26
08:22
Reuters
Singapur, 13. Mai (Reuters) - Vor dem Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping haben sich Anleger an den asiatischen Börsen in Kauflaune gezeigt. Vor allem Aktien aus dem Bereich Künstliche Intelligenz waren gefragt. Nach einem zunächst schwachen Handelsstart hob eine Trendwende bei koreanischen Aktien am Mittwoch die Stimmung. "Robuste KI-gestützte Exporte Südkoreas – und in geringerem Maße auch Japans, Singapurs und Malaysias – puffern den Energiepreisschock ab", schrieben Analysten von Nomura in einem Forschungsbericht.
Der südkoreanische Leitindex Kospi(.KS11) fiel zunächst mehr als drei Prozent, nachdem bekannt wurde, dass Samsung Electronics keine Einigung über die Gehälter mit seiner Gewerkschaft erzielen konnte. Nach Berichten, dass die Regierung versuche, die Situation in den Griff zu bekommen, erholte sich der Markt und der Kospi kletterte um 2,6 Prozent auf einen Rekordschlusskurs. Dank des KI-Booms hatte der koreanische Aktienmarkt in den vergangenen Wochen einen rasanten Aufschwung erlebt und war von Rekord zu Rekord gehüpft.
DROHENDE STREIKS TREIBEN ANLEGER IN SÜDKOREA UM
Die Aktien von Samsung Electronics(005930.KS) brachen zunächst um bis zu sechs Prozent ein, nachdem der Elektronikkonzern keine Einigung mit der südkoreanischen Gewerkschaft über die Löhne erzielen konnte. Dies ebnete den Weg für einen Generalstreik von über 50.000 Beschäftigten. Später erholte sich die Aktie um rund zwei Prozent, nachdem Südkoreas Premierminister Kim Min-seok laut der Nachrichtenagentur Yonhap erklärt hatte, die Regierung werde Gespräche zur Verhinderung eines Streiks "unter allen Umständen" unterstützen.
In der Autobranche, die bereits länger von Streiks betroffen ist, rechnten Anleger unterdessen damit, dass diese Kosten bereits weitgehend eingepreist sind. Die Aktien von Hyundai Motors(005380.KS) stiegen um rund zehn Prozent auf ein Rekordhoch. Analysten zufolge könnte der Automobilsektor davon profitieren, dass Investoren in Branchen umschichten, die als weniger anfällig für eskalierende Arbeitskonflikte gelten als die Halbleiterindustrie. Die Hyundai Motor Group habe zuletzt in Roboter investiert, um sich unabhängiger zu machen von Arbeitsniederlegungen, sagte ein Analyst.
Auch die Börse Shanghai(.SSEC) und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) zogen knapp ein Prozent an. Nach Kursrückgängen griffen auch in China Anleger wieder bei Aktien aus dem KI-Sektor zu. Mit Spannung wurde das Treffen von Trump mit XI erwartet. "Für viele Anleger wird die geopolitische Lage im Vordergrund stehen, insbesondere wenn das Treffen dazu beiträgt, die Sorgen um die Energieversorgung aus dem Golf zu zerstreuen", sagte Ben Bennet, Investmentstratege in Asien bei L&G. Er betonte aber auch, dass die Erwartungen für ernsthafte Vereinbarungen relativ gering sind.
Auch in Tokio machte der Nikkei(.N225)-Index anfängliche Verluste wieder wett und zog 0,8 Prozent auf 63.246 Punkte an. "Es gibt zwar noch Unsicherheiten am Markt, aber die inländischen Unternehmen haben einen relativ starken Ausblick gemeldet", sagte Masahiro Ichikawa, Stratege bei Sumitomo Mitsui DS Asset Management. Speicherchip-Hersteller Kioxia(285A.T) legte nach anfänglichen Verlusten um fünf Prozent zu und war damit größter Gewinner im Nikkei.
Asiatische Aktienindizes am Mittwoch:
Währungen:
(Bericht von Gregor Stuart Hunter, geschrieben von Lena Rueckerl und Stefanie Geiger, redigiert von Hans Busemann. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)