12.05.26
12:14
Reuters
Die Aktien europäischer IT-Dienstleister, darunter deutsche wie Adesso(ADNGk.DE), Bechtle(BC8G.DE) und Cancom(COKG.DE), geben zum Teil deutlich nach. Auch die Kurse von Software- und Marketing-Firmen geraten unter Druck. Die Titel des Softwarehauses Teamviewer(TMV.DE) rutschen rund vier Prozent ab, SAP(SAPG.DE)-Aktien verlieren bis zu 2,5 Prozent. In London verbilligt sich die Werbeagentur WPP(WPP.L) um gut vier Prozent. In Paris verlieren die beiden IT-Berater Capgemini(CAPP.PA) und Sopra Steria(SOPR.PA) zeitweise rund drei Prozent.
Bereits am Montag hatten US-Konkurrenten wie etwa IBM(IBM.N), Accenture(ACN.N) und Gartner(IT.N) Kursverluste zwischen knapp drei und gut vier Prozent eingefahren. OpenAI hatte zuletzt stark darauf hingearbeitet, sein Firmenkundengeschäft auszubauen. Die Branche steht seit Monaten unter Druck. Die Einführung neuer Tools durch den KI-Entwickler Anthropic hatte im Februar zu einem weltweiten Einbruch bei Softwarefirmen geführt. Börsianer befürchteten, dass die rasanten Fortschritte bei der generativen KI die Nachfrage nach traditionellen Datenanalyse-, Beratungs- und Softwareunternehmen beeinträchtigen werde.
(Bericht von Leo Marchandon und Lena Rueckerl, redigiert von Stefanie Geiger und Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
12.05.26
12:14
Reuters
12. Mai (Reuters) - Der Vorstoß des ChatGPT-Entwicklers OpenAI in die Unternehmensberatung macht europäischen IT-Dienstleistern und Softwarefirmen zu schaffen. OpenAI hat am Vortag mitgeteilt, ein neues Unternehmen mit einem Budget von vier Milliarden Dollar zu gründen. Ziel sei, Organisationen beim Aufbau und Einsatz von Systemen für künstliche Intelligenz zu unterstützen. Zugleich werde die KI-Beratungsfirma Tomoro übernommen, um die Einheit schnell auszubauen. Dies schürte Sorgen vor einer neuen Wettbewerbssituation in der Branche.
Die Aktien europäischer IT-Dienstleister, darunter deutsche wie Adesso(ADNGk.DE), Bechtle(BC8G.DE) und Cancom(COKG.DE), geben zum Teil deutlich nach. Auch die Kurse von Software- und Marketing-Firmen geraten unter Druck. Die Titel des Softwarehauses Teamviewer(TMV.DE) rutschen rund vier Prozent ab, SAP(SAPG.DE)-Aktien verlieren bis zu 2,5 Prozent. In London verbilligt sich die Werbeagentur WPP(WPP.L) um gut vier Prozent. In Paris verlieren die beiden IT-Berater Capgemini(CAPP.PA) und Sopra Steria(SOPR.PA) zeitweise rund drei Prozent.
Bereits am Montag hatten US-Konkurrenten wie etwa IBM(IBM.N), Accenture(ACN.N) und Gartner(IT.N) Kursverluste zwischen knapp drei und gut vier Prozent eingefahren. OpenAI hatte zuletzt stark darauf hingearbeitet, sein Firmenkundengeschäft auszubauen. Die Branche steht seit Monaten unter Druck. Die Einführung neuer Tools durch den KI-Entwickler Anthropic hatte im Februar zu einem weltweiten Einbruch bei Softwarefirmen geführt. Börsianer befürchteten, dass die rasanten Fortschritte bei der generativen KI die Nachfrage nach traditionellen Datenanalyse-, Beratungs- und Softwareunternehmen beeinträchtigen werde.
(Bericht von Leo Marchandon und Lena Rueckerl, redigiert von Stefanie Geiger und Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)