12.05.26
07:30
Reuters
| * | Aktien in Südkorea brechen ein | |
| * | Nikkei baut anfängliche Kursgewinne ab | |
| * | Treffen von Trump mit Xi im Fokus | |
| Singapur/Seoul, 12. Mai (Reuters) - Schwindende | ||
| Hoffnungen auf einen Waffenstillstand im Nahen Osten haben die | ||
| Rekordjagd an den asiatischen Börsen beendet. Insbesondere die | ||
| von KI-Fantasie getriebene Rally bei Chipwerten geriet am | ||
| Dienstag ins Stocken, nachdem der Ton zwischen den USA und dem | ||
| Iran wieder schärfer geworden ist. US-Präsident Donald Trump | ||
| sagte zuletzt, die Waffenruhe mit dem Iran hänge am seidenen | ||
| Faden, und bezeichnete Teherans Reaktion auf einen US-Vorschlag | ||
| zur Beendigung des Krieges als "Müll". Die Ölpreise zogen | ||
| daraufhin an, was erneut Inflationssorgen schürte. | ||
Besonders deutlich fielen die Verluste in Südkorea aus, was auch andere Märkte in der Region belastete. Der Leitindex Kospi(.KS11) brach zeitweise um rund fünf Prozent ein, nachdem er zuvor auf ein Rekordhoch von knapp unter 8000 Punkte geklettert war. Angesichts der zunehmenden Unsicherheit rund um den Nahost-Konflikt machten Anleger Kasse. "Die jüngste Rally konzentrierte sich zu sehr auf den Halbleitersektor", sagte Han Ji-young, Analystin bei Kiwoom Securities. Der Kospi ist in diesem Monat mehr als 17 Prozent gestiegen und hat seit Jahresbeginn durch den KI-Boom mehr als 80 Prozent zugelegt.
Auch in Japan gab der Nikkei-Index(.N225) seine anfänglichen Gewinne größtenteils wieder ab und schloss 0,5 Prozent fester bei 62.719 Punkten. "Anleger haben bei Chip-Werten Kasse gemacht, nachdem sie den starken Einbruch am südkoreanischen Markt gesehen haben, der von Kursverlusten in diesem Sektor angeführt wurde", sagte Kazuaki Shimada, Chefstratege bei IwaiCosmo Securities.
In China nahmen Anleger ebenfalls Gewinne mit, nachdem chinesische Aktien zum Wochenstart ein Elf-Jahres-Hoch erreicht hatten. Die Börse Shanghai(.SSEC) und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) gaben jeweils leicht nach. Mit Spannung warteten Investoren auf das Treffen von Trump mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in dieser Woche. "Anleger sollten keine weitreichenden Vereinbarungen erwarten", sagte Daniel Casali, Anlagestratege bei Evelyn Partners. "Ein 'Erfolg' würde keine neuen Zölle oder Exportkontrollen bedeuten, und vielleicht kleine symbolische Abkommen wie Agrarkäufe, Flugzeugbestellungen oder Signale bei Seltenen Erden."
| Asiatische Aktienindizes am | Kurse um 08:00 | Veränderung in |
| Dienstag | Uhr | Prozent |
| Nikkei(.N225) | 62.719,28 | +0,5% |
| Topix(.TOPX) | 3.871,57 | +0,8% |
| Shanghai(.SSEC) | 4.209,03 | -0,4% |
| CSI300(.CSI300) | 4.942,77 | -0,2% |
| Hang Seng(.HSI) | 26.419,45 | +0,1% |
| Kospi(.KS11) | 7.636,41 | -2,4% |
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| Währungen | Kurse um 08:00 |
| Uhr | |
| Euro/Dollar(EUR=) | 1,1762 |
| Pfund/Dollar(GBP=) | 1,3573 |
| Dollar/Yen(JPY=) | 157,28 |
| Dollar/Franken(CHF=) | 0,7790 |
| Dollar/Yuan(CNY=) | 6,7928 |
| Dollar/Won(KRW=) | 1.483,90 |
(Bericht von Tom Westbrook, Jihoon Lee, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Sabine Ehrhardt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
12.05.26
07:30
Reuters
Singapur/Seoul, 12. Mai (Reuters) - Schwindende Hoffnungen auf einen Waffenstillstand im Nahen Osten haben die Rekordjagd an den asiatischen Börsen beendet. Insbesondere die von KI-Fantasie getriebene Rally bei Chipwerten geriet am Dienstag ins Stocken, nachdem der Ton zwischen den USA und dem Iran wieder schärfer geworden ist. US-Präsident Donald Trump sagte zuletzt, die Waffenruhe mit dem Iran hänge am seidenen Faden, und bezeichnete Teherans Reaktion auf einen US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges als "Müll". Die Ölpreise zogen daraufhin an, was erneut Inflationssorgen schürte.
Besonders deutlich fielen die Verluste in Südkorea aus, was auch andere Märkte in der Region belastete. Der Leitindex Kospi(.KS11) brach zeitweise um rund fünf Prozent ein, nachdem er zuvor auf ein Rekordhoch von knapp unter 8000 Punkte geklettert war. Angesichts der zunehmenden Unsicherheit rund um den Nahost-Konflikt machten Anleger Kasse. "Die jüngste Rally konzentrierte sich zu sehr auf den Halbleitersektor", sagte Han Ji-young, Analystin bei Kiwoom Securities. Der Kospi ist in diesem Monat mehr als 17 Prozent gestiegen und hat seit Jahresbeginn durch den KI-Boom mehr als 80 Prozent zugelegt.
Auch in Japan gab der Nikkei-Index(.N225) seine anfänglichen Gewinne größtenteils wieder ab und schloss 0,5 Prozent fester bei 62.719 Punkten. "Anleger haben bei Chip-Werten Kasse gemacht, nachdem sie den starken Einbruch am südkoreanischen Markt gesehen haben, der von Kursverlusten in diesem Sektor angeführt wurde", sagte Kazuaki Shimada, Chefstratege bei IwaiCosmo Securities.
In China nahmen Anleger ebenfalls Gewinne mit, nachdem chinesische Aktien zum Wochenstart ein Elf-Jahres-Hoch erreicht hatten. Die Börse Shanghai(.SSEC) und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) gaben jeweils leicht nach. Mit Spannung warteten Investoren auf das Treffen von Trump mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in dieser Woche. "Anleger sollten keine weitreichenden Vereinbarungen erwarten", sagte Daniel Casali, Anlagestratege bei Evelyn Partners. "Ein 'Erfolg' würde keine neuen Zölle oder Exportkontrollen bedeuten, und vielleicht kleine symbolische Abkommen wie Agrarkäufe, Flugzeugbestellungen oder Signale bei Seltenen Erden."
(Bericht von Tom Westbrook, Jihoon Lee, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Sabine Ehrhardt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte))