11.05.26
17:45
Reuters
"Die großen Tech-Konzerne haben ihre Führungsrolle zurückerobert, gestützt auf solide und wachsende Umsätze und Gewinne", sagte Robert Edwards, Investmentchef bei Edwards Asset Management. Die Papiere der Chiphersteller Nvidia(NVDA.O) und Micron Technology(MU.O) legten um rund drei beziehungsweise mehr als sechs Prozent zu. Die Aktie von Qualcomm(QCOM.O) kletterte in der Spitze um rund 13 Prozent auf ein Rekordhoch. Anteilsscheine von Intel(INTC.O) stiegen zeitweise um sechs Prozent, nachdem sie am Freitag nach einem Bericht über eine Chip-Vereinbarung mit Apple(AAPL.O) bereits um 14 Prozent zugelegt hatten.
Für Gegenwind sorgte indes, dass US-Präsident Donald Trump am Sonntag einen iranischen Vorschlag für Gespräche zur Beendigung des Krieges zurückgewiesen hatte. Dies trieb die Ölpreise um rund drei Prozent in die Höhe. Investoren befürchteten, dass der seit zehn Wochen andauernde Konflikt den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus weiter lahmlegen könnte. "Da die meisten Ergebnisberichte hinter uns liegen, müssen wir unseren Fokus wieder darauf richten, den Ölfluss durch die Meerenge wieder in Gang zu bringen und die Energiepreise zu senken, und das passiert heute einfach nicht", sagte Art Hogan, Marktstratege bei B Riley Wealth.
Gestützt von Firmenergebnissen und einem soliden US-Arbeitsmarktbericht hatten die US-Börsen bereits in der Vorwoche frische Höchststände erreicht. Der S&P 500 und der Nasdaq schlossen am Freitag auf Rekordniveau. Der Fokus der Anleger verlagerte sich nun auf die am Dienstag anstehenden Daten zur Verbraucherpreisinflation. Es wird erwartet, dass die Teuerung wegen der gestiegenen Energiepreise im April angezogen hat. Zudem steht im Laufe der Woche ein Treffen zwischen Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping auf der Agenda. Bei den Gesprächen soll es um den Iran, Taiwan, Künstliche Intelligenz (KI) und Atomwaffen gehen.
Bei den Einzelwerten sorgten starke Quartalszahlen für ein Plus von rund drei Prozent bei der Aktie von Fox Corp(FOXA.O). Grund dafür waren ein robustes Wachstum des Streaming-Dienstes Tubi und höhere Gebühreneinnahmen von Kabel- und Satellitenanbietern. Sowohl Umsatz als auch Gewinn lagen im dritten Quartal über den Analystenschätzungen. Die gesamten Werbeeinnahmen des US-Medienkonzerns sanken zwar um 24 Prozent. Ohne den Effekt des Super Bowls im Vorjahresquartal wären die Werbeeinnahmen jedoch zweistellig gestiegen, teilte Finanzchef Steve Tomsic mit. Für die Zukunft rechnet das Unternehmen mit hohen Einnahmen aus politischer Werbung bei den bevorstehenden US-Zwischenwahlen.
Dagegen gerieten Fluggesellschaften wie Southwest Airlines(LUV.N), Delta Air Lines(DAL.N) und United Airlines(UAL.O) wegen der steigenden Ölpreise unter Druck. Auch die Aktien des Düngemittelherstellers Mosaic(MOS.N) fielen um knapp zwei Prozent, nachdem das Unternehmen seine Jahresprognose für die Phosphatproduktion zurückgezogen hatte.
(Bericht von Ragini Mathur und Utkarsh Hathi, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
11.05.26
17:45
Reuters
| * Nasdaq und S&P 500 auf neuen Höchstständen | |
| * | Halbleiter gefragt |
| * | Ölpreise ziehen erneut um drei Prozent an |
| * | US-Medienkonzern Fox punktet mit Einnahmen |
| (Schwerpunkt Wall Street) | |
| 11. Mai (Reuters) - Nach einem vorsichtigen Start haben | |
| Anleger an der Wall Street die Chip-Rally weiter vorangetrieben. | |
| Starke Kursgewinne bei Halbleitern überlagerten die Sorgen über | |
| erneut gestiegene Ölpreise infolge der stockenden Verhandlungen | |
| zwischen den USA und dem Iran. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) | |
| und der technologielastige Nasdaq(.IXIC)-Index zogen in der | |
| Spitze jeweils um 0,4 Prozent auf 7426 und 26.359 Zähler an und | |
| erzielten damit zum Wochenanfang neue Höchststände. Der | |
| Dow-Jones-Index(.DJI) trat hingegen am Montag bei 49.610 Punkten | |
| auf der Stelle. | |
"Die großen Tech-Konzerne haben ihre Führungsrolle zurückerobert, gestützt auf solide und wachsende Umsätze und Gewinne", sagte Robert Edwards, Investmentchef bei Edwards Asset Management. Die Papiere der Chiphersteller Nvidia(NVDA.O) und Micron Technology(MU.O) legten um rund drei beziehungsweise mehr als sechs Prozent zu. Die Aktie von Qualcomm(QCOM.O) kletterte in der Spitze um rund 13 Prozent auf ein Rekordhoch. Anteilsscheine von Intel(INTC.O) stiegen zeitweise um sechs Prozent, nachdem sie am Freitag nach einem Bericht über eine Chip-Vereinbarung mit Apple(AAPL.O) bereits um 14 Prozent zugelegt hatten.
Für Gegenwind sorgte indes, dass US-Präsident Donald Trump am Sonntag einen iranischen Vorschlag für Gespräche zur Beendigung des Krieges zurückgewiesen hatte. Dies trieb die Ölpreise um rund drei Prozent in die Höhe. Investoren befürchteten, dass der seit zehn Wochen andauernde Konflikt den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus weiter lahmlegen könnte. "Da die meisten Ergebnisberichte hinter uns liegen, müssen wir unseren Fokus wieder darauf richten, den Ölfluss durch die Meerenge wieder in Gang zu bringen und die Energiepreise zu senken, und das passiert heute einfach nicht", sagte Art Hogan, Marktstratege bei B Riley Wealth.
Gestützt von Firmenergebnissen und einem soliden US-Arbeitsmarktbericht hatten die US-Börsen bereits in der Vorwoche frische Höchststände erreicht. Der S&P 500 und der Nasdaq schlossen am Freitag auf Rekordniveau. Der Fokus der Anleger verlagerte sich nun auf die am Dienstag anstehenden Daten zur Verbraucherpreisinflation. Es wird erwartet, dass die Teuerung wegen der gestiegenen Energiepreise im April angezogen hat. Zudem steht im Laufe der Woche ein Treffen zwischen Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping auf der Agenda. Bei den Gesprächen soll es um den Iran, Taiwan, Künstliche Intelligenz (KI) und Atomwaffen gehen.
Bei den Einzelwerten sorgten starke Quartalszahlen für ein Plus von rund drei Prozent bei der Aktie von Fox Corp(FOXA.O). Grund dafür waren ein robustes Wachstum des Streaming-Dienstes Tubi und höhere Gebühreneinnahmen von Kabel- und Satellitenanbietern. Sowohl Umsatz als auch Gewinn lagen im dritten Quartal über den Analystenschätzungen. Die gesamten Werbeeinnahmen des US-Medienkonzerns sanken zwar um 24 Prozent. Ohne den Effekt des Super Bowls im Vorjahresquartal wären die Werbeeinnahmen jedoch zweistellig gestiegen, teilte Finanzchef Steve Tomsic mit. Für die Zukunft rechnet das Unternehmen mit hohen Einnahmen aus politischer Werbung bei den bevorstehenden US-Zwischenwahlen.
Dagegen gerieten Fluggesellschaften wie Southwest Airlines(LUV.N), Delta Air Lines(DAL.N) und United Airlines(UAL.O) wegen der steigenden Ölpreise unter Druck. Auch die Aktien des Düngemittelherstellers Mosaic(MOS.N) fielen um knapp zwei Prozent, nachdem das Unternehmen seine Jahresprognose für die Phosphatproduktion zurückgezogen hatte.
(Bericht von Ragini Mathur und Utkarsh Hathi, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)