11.05.26
07:24
Reuters
Frankfurt/Tokio, 11. Mai (Reuters) - Die jüngsten Entwicklungen im US-Iran-Konflikt haben die Börsenanleger in Japan verunsichert. Der 225 Werte umfassende Tokioter Nikkei-Index(.N225) gab rund ein halbes Prozent auf 62.452 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) rückte leicht vor und lag bei 3840 Zählern. "Der Konflikt im Nahen Osten geht nun in seine elfte Woche", sagte Bruce Kasman, Chefvolkswirt bei JP Morgan. "Die Energiepreise bleiben noch auf einem Niveau, das eher für Gegenwind sorgt, als ein echtes Hindernis zu sein. Das Risiko eines stärkeren Preisanstiegs wächst jedoch mit jeder Woche, die die Straße von Hormus geschlossen bleibt."
Die Ölpreise(LCOc1)(CLc1), die in der Vorwoche um rund 6,5 Prozent nachgegeben hatten, rückten am Montag erneut um rund 3,5 Prozent vor. Den Energiemarkt stützte die Erwartung einer neuen Eskalation im Nahen Osten, nachdem US-Präsident Donald Trump die Bedingungen Irans für ein Ende des Krieges als inakzeptabel zurückgewiesen hatte. Zuvor hatte der Nikkei noch ein Rekordhoch erreicht. Die Hoffnung der Anleger, dass der anstehende Besuch von US-Präsident Donald Trump in China Bewegung in den festgefahrenen diplomatischen Prozess bringen könnte, grenzte jedoch die Verluste ein. Trump drängt China dazu, seinen Einfluss auf Teheran zu nutzen, um den Konflikt zu beenden.
In China sorgten starke Exportdaten vom Wochenende hingegen für steigende Kurse: Die Börse Shanghai(.SSEC) und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) legten um rund ein und 1,5 Prozent zu. Die chinesischen Ausfuhren stiegen im April im Jahresvergleich um 14,1 Prozent, Ökonomen hatten lediglich mit einem Plus von 7,9 Prozent gerechnet. Die Exporteure profitierten von einer hohen Nachfrage nach Technologie für Künstliche Intelligenz (KI) sowie von Käufern, die aus Sorge vor weiter steigenden Kosten durch den Nahost-Konflikt Aufträge vorzogen und Bauteile horteten. Dies linderte die Sorgen der Anleger über den sprunghaften Anstieg der chinesischen Inflation im vergangenen Monat.
| Asiatische Aktienindizes am | Kurse um 08:00 | Veränderung in |
| Montag | Uhr | Prozent |
| Nikkei(.N225) | 62.452,13 | -0,4% |
| Topix(.TOPX) | 3.840,45 | +0,3% |
| Shanghai(.SSEC) | 4.215,79 | +0,9% |
| CSI300(.CSI300) | 4.937,41 | +1,3% |
| Hang Seng(.HSI) | 26.361,59 | -0,1% |
| Kospi(.KS11) | 7.829,79 | +4,4% |
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| Währungen | Kurse um 08:00 |
| Uhr | |
| Euro/Dollar(EUR=) | 1,1750 |
| Pfund/Dollar(GBP=) | 1,3583 |
| Dollar/Yen(JPY=) | 157,11 |
| Dollar/Franken(CHF=) | 0,7791 |
| Dollar/Yuan(CNY=) | 6,7960 |
| Dollar/Won(KRW=) | 1.476,50 |
(Bericht von Sanne Schimanski. Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
11.05.26
07:24
Reuters
Die jüngsten Entwicklungen im US-Iran-Konflikt haben die Börsenanleger in Japan verunsichert. Der 225 Werte umfassende Tokioter Nikkei-Index(.N225) gab rund ein halbes Prozent auf 62.452 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) rückte leicht vor und lag bei 3840 Zählern. "Der Konflikt im Nahen Osten geht nun in seine elfte Woche", sagte Bruce Kasman, Chefvolkswirt bei JP Morgan. "Die Energiepreise bleiben noch auf einem Niveau, das eher für Gegenwind sorgt, als ein echtes Hindernis zu sein. Das Risiko eines stärkeren Preisanstiegs wächst jedoch mit jeder Woche, die die Straße von Hormus geschlossen bleibt."
Die Ölpreise(LCOc1)(CLc1), die in der Vorwoche um rund 6,5 Prozent nachgegeben hatten, rückten am Montag erneut um rund 3,5 Prozent vor. Den Energiemarkt stützte die Erwartung einer neuen Eskalation im Nahen Osten, nachdem US-Präsident Donald Trump die Bedingungen Irans für ein Ende des Krieges als inakzeptabel zurückgewiesen hatte. Zuvor hatte der Nikkei noch ein Rekordhoch erreicht. Die Hoffnung der Anleger, dass der anstehende Besuch von US-Präsident Donald Trump in China Bewegung in den festgefahrenen diplomatischen Prozess bringen könnte, grenzte jedoch die Verluste ein. Trump drängt China dazu, seinen Einfluss auf Teheran zu nutzen, um den Konflikt zu beenden.
In China sorgten starke Exportdaten vom Wochenende hingegen für steigende Kurse: Die Börse Shanghai(.SSEC) und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) legten um rund ein und 1,5 Prozent zu. Die chinesischen Ausfuhren stiegen im April im Jahresvergleich um 14,1 Prozent, Ökonomen hatten lediglich mit einem Plus von 7,9 Prozent gerechnet. Die Exporteure profitierten von einer hohen Nachfrage nach Technologie für Künstliche Intelligenz (KI) sowie von Käufern, die aus Sorge vor weiter steigenden Kosten durch den Nahost-Konflikt Aufträge vorzogen und Bauteile horteten. Dies linderte die Sorgen der Anleger über den sprunghaften Anstieg der chinesischen Inflation im vergangenen Monat.
(Bericht von Sanne Schimanski. Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)