08.05.26
09:18
Reuters
Frankfurt, 08. Mai (Reuters) - Trotz der erheblichen Verluste für die regierende Labour-Partei bei den Regional- und Kommunalwahlen hat das britische Pfund am Freitag Boden gut gemacht. Die Währung des Vereinigten Königreichs stieg um bis zu 0,5 Prozent auf 1,3620 Dollar. Auch zum Euro(EURGBP=) lag das Pfund leicht im Plus. Börsianern zufolge hatten die Investoren bereits mit dem schlechten Abschneiden der Labour-Partei gerechnet. Die Ankündigung von Premierminister Keir Starmer, er werde nicht abtreten, ließ die Märkte zudem etwas aufatmen.
Der Regierungschef war schon vor den Wahlen am Donnerstag mehrfach mit Rücktrittsforderungen konfrontiert gewesen. "Aus Marktsicht wäre jeder Nachfolger ein eher linksgerichteter Kandidat", sagte Mohit Kumar, Ökonom bei Jefferies. Das würde die Fiskalsorgen verstärken, fügte er hinzu.
Die Kreditkosten des Landes sind bereits die höchsten unter den reichen Volkswirtschaften, zuletzt sind sie auch durch den Iran-Krieg und die hohen Energiepreise befeuert worden. Die Renditen 30-jähriger britischer Anleihen(GB30YT=RR) erreichten Anfang der Woche den höchsten Stand seit 1998. Die der zehnjährigen Titel(GB10YT=RR) haben seit Kriegsausbruch rund 70 Basispunkte auf 4,94 Prozent zugelegt. Am Freitag gingen die Renditen etwas zurück. Ein weiterer Anstieg würde Experten zufolge den Druck auf die öffentlichen Finanzen erhöhen.
Labour hat bei den Abstimmungen selbst in mehreren traditionellen Hochburgen massiv an Zustimmung verloren. Als großer Gewinner zeichnet sich die rechtspopulistische Partei Reform UK von Nigel Farage ab, auch wenn aus einigen Landesteilen bis Freitagvormittag noch keine endgültigen Ergebnisse vorlagen. Die Wahlen gelten als wichtigster Stimmungstest vor der nächsten regulären Parlamentswahl im Jahr 2029.
(Bericht von: Daniela Pegna, Stefano Rebaudo, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging:
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09:18
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Frankfurt, 08. Mai (Reuters) - Trotz der erheblichen Verluste für die regierende Labour-Partei bei den Regional- und Kommunalwahlen hat das britische Pfund am Freitag Boden gut gemacht. Die Währung des Vereinigten Königreichs stieg um bis zu 0,5 Prozent auf 1,3620 Dollar. Auch zum Euro(EURGBP=) lag das Pfund leicht im Plus. Börsianern zufolge hatten die Investoren bereits mit dem schlechten Abschneiden der Labour-Partei gerechnet. Die Ankündigung von Premierminister Keir Starmer, er werde nicht abtreten, ließ die Märkte zudem etwas aufatmen.
Der Regierungschef war schon vor den Wahlen am Donnerstag mehrfach mit Rücktrittsforderungen konfrontiert gewesen. "Aus Marktsicht wäre jeder Nachfolger ein eher linksgerichteter Kandidat", sagte Mohit Kumar, Ökonom bei Jefferies. Das würde die Fiskalsorgen verstärken, fügte er hinzu.
Die Kreditkosten des Landes sind bereits die höchsten unter den reichen Volkswirtschaften, zuletzt sind sie auch durch den Iran-Krieg und die hohen Energiepreise befeuert worden. Die Renditen 30-jähriger britischer Anleihen(GB30YT=RR) erreichten Anfang der Woche den höchsten Stand seit 1998. Die der zehnjährigen Titel(GB10YT=RR) haben seit Kriegsausbruch rund 70 Basispunkte auf 4,94 Prozent zugelegt. Am Freitag gingen die Renditen etwas zurück. Ein weiterer Anstieg würde Experten zufolge den Druck auf die öffentlichen Finanzen erhöhen.
Labour hat bei den Abstimmungen selbst in mehreren traditionellen Hochburgen massiv an Zustimmung verloren. Als großer Gewinner zeichnet sich die rechtspopulistische Partei Reform UK von Nigel Farage ab, auch wenn aus einigen Landesteilen bis Freitagvormittag noch keine endgültigen Ergebnisse vorlagen. Die Wahlen gelten als wichtigster Stimmungstest vor der nächsten regulären Parlamentswahl im Jahr 2029.
(Bericht von: Daniela Pegna, Stefano Rebaudo, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging: