08.05.26
03:15
Reuters
Singapur/Tokio, 08. Mai (Reuters) - Neue Spannungen im Nahen Osten haben die Rekordjagd an den asiatischen Aktienmärkten vorerst beendet.
Neue gegenseitige Angriffe zwischen den USA und dem Iran haben am Donnerstag Zweifel an der seit einem Monat geltenden Waffenruhe in der Region geschürt und den Preis für Nordsee-Öl auf über 100 Dollar getrieben. "Trotz der anhaltenden Feindseligkeiten und der nach wie vor hohen Ölpreise preisen die Märkte eine begrenzte Dauer ein", erklärte Marija Veitmane, Leiterin der Aktienanalyse bei State Street Markets. Dennoch spüren japanische Unternehmen den Gegenwind: Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor fiel im April auf ein Elf-Monats-Tief. Die Stimmung werde durch die anhaltende Unsicherheit über den Krieg, mögliche Preiserhöhungen und eine schwächere Nachfrage gedämpft, sagte S&P-Ökonomin Annabel Fiddes.
Auf Unternehmensebene sorgten zudem Sorgen um die Lieferketten für Künstliche Intelligenz (KI) für Bewegung. Die Aktien des Technologieinvestors SoftBank(9984.T) fielen um 4,6 Prozent und zogen den Nikkei(.N225) nach unten, nachdem die britische Tochter Arm(ARM.O) vor Engpässen bei neuen KI-Chips gewarnt hatte. Auch Finanzwerte wie Mitsubishi UFJ(8306.T) und Mizuho(8411.T) gaben um 2,1 beziehungsweise 3,5 Prozent nach. Zu den Gewinnern zählten hingegen Zulieferer der Halbleiterindustrie: Der Wafer-Hersteller Sumco(3436.T) sprang um 10,2 Prozent nach oben und setzte sich an die Spitze des Nikkei. Der Roboterbauer Fanuc(6954.T) gewann 7,4 Prozent, während der Chipanlagen-Spezialist Advantest(6857.T) ein Plus von 1,0 Prozent verbuchte.
Devisen Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 156,94 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,8047 Yuan(CNY=) zu. Die japanische Währung tut sich trotz mutmaßlicher Stützungskäufe der Regierung in Tokio im Volumen von fast 70 Milliarden Dollar schwer, nennenswert aufzuwerten. Zur Schweizer Währung rückte der Dollar etwas auf 0,7806 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1724 Dollar und zog leicht auf 0,9154 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise Am Rohstoffmarkt trieb die Furcht vor einer Eskalation im Nahen Osten die Preise deutlich an, da Anleger eine Störung der Ölversorgung aus der Golfregion befürchten. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee übersprang die psychologisch wichtige Marke und verteuerte sich um 1,7 Prozent auf 101,79 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,6 Prozent fester bei 96,29 Dollar.
Wall Street Die geopolitischen Spannungen hatten bereits am Vorabend an der Wall Street Spuren hinterlassen, wo Investoren zudem mit Spannung auf den monatlichen US-Arbeitsmarktbericht warteten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 49.596,97 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,4 Prozent auf 7.337,11 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) stagnierte bei 25.806,20 Stellen.
(Bericht von Tom Westbrook, Junko Fujita und Satoshi Sugiyama, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
08.05.26
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Reuters
Singapur/Tokio, 08. Mai (Reuters) - Neue Spannungen im Nahen Osten haben die Rekordjagd an den asiatischen Aktienmärkten vorerst beendet. Die japanische Börse hat am Freitag schwächer tendiert. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 1,0 Prozent auf 62.174,12 Punkte nach und der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 1,0 Prozent niedriger bei 3.801,88 Zählern. Auch in China hielten sich die Anleger zurück. Die Börse Shanghai(.SSEC) verlor 0,3 Prozent auf 4.168,09 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel um 0,5 Prozent auf 4.874,88 Punkte.
Neue gegenseitige Angriffe zwischen den USA und dem Iran haben am Donnerstag Zweifel an der seit einem Monat geltenden Waffenruhe in der Region geschürt und den Preis für Nordsee-Öl auf über 100 Dollar getrieben. "Trotz der anhaltenden Feindseligkeiten und der nach wie vor hohen Ölpreise preisen die Märkte eine begrenzte Dauer ein", erklärte Marija Veitmane, Leiterin der Aktienanalyse bei State Street Markets. Dennoch spüren japanische Unternehmen den Gegenwind: Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor fiel im April auf ein Elf-Monats-Tief. Die Stimmung werde durch die anhaltende Unsicherheit über den Krieg, mögliche Preiserhöhungen und eine schwächere Nachfrage gedämpft, sagte S&P-Ökonomin Annabel Fiddes.
Auf Unternehmensebene sorgten zudem Sorgen um die Lieferketten für Künstliche Intelligenz (KI) für Bewegung. Die Aktien des Technologieinvestors SoftBank(9984.T) fielen um 4,6 Prozent und zogen den Nikkei(.N225) nach unten, nachdem die britische Tochter Arm(ARM.O) vor Engpässen bei neuen KI-Chips gewarnt hatte. Auch Finanzwerte wie Mitsubishi UFJ(8306.T) und Mizuho(8411.T) gaben um 2,1 beziehungsweise 3,5 Prozent nach. Zu den Gewinnern zählten hingegen Zulieferer der Halbleiterindustrie: Der Wafer-Hersteller Sumco(3436.T) sprang um 10,2 Prozent nach oben und setzte sich an die Spitze des Nikkei. Der Roboterbauer Fanuc(6954.T) gewann 7,4 Prozent, während der Chipanlagen-Spezialist Advantest(6857.T) ein Plus von 1,0 Prozent verbuchte.
Devisen Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 156,94 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,8047 Yuan(CNY=) zu. Die japanische Währung tut sich trotz mutmaßlicher Stützungskäufe der Regierung in Tokio im Volumen von fast 70 Milliarden Dollar schwer, nennenswert aufzuwerten. Zur Schweizer Währung rückte der Dollar etwas auf 0,7806 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1724 Dollar und zog leicht auf 0,9154 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise Am Rohstoffmarkt trieb die Furcht vor einer Eskalation im Nahen Osten die Preise deutlich an, da Anleger eine Störung der Ölversorgung aus der Golfregion befürchten. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee übersprang die psychologisch wichtige Marke und verteuerte sich um 1,7 Prozent auf 101,79 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,6 Prozent fester bei 96,29 Dollar.
Wall Street Die geopolitischen Spannungen hatten bereits am Vorabend an der Wall Street Spuren hinterlassen, wo Investoren zudem mit Spannung auf den monatlichen US-Arbeitsmarktbericht warteten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 49.596,97 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 0,4 Prozent auf 7.337,11 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) stagnierte bei 25.806,20 Stellen.
(Bericht von Tom Westbrook, Junko Fujita und Satoshi Sugiyama, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)