06.05.26
20:32
Reuters
| * S&P und Nasdaq mit Rekordhochs | |
| * | Ölpreise im Sinkflug |
| * | AMD-Ausblick beflügelt Chipwerte |
| (Neu: Schlusskurse, Rekorde bei S&P und Nasdaq) | |
| Frankfurt/Berlin, 06. Mai (Reuters) - Die Hoffnung auf | |
| ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran sowie die | |
| anhaltende Begeisterung der Investoren für Künstliche | |
| Intelligenz (KI) haben der Wall Street am Mittwoch neue Rekorde | |
| beschert. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) gewann 1,2 | |
| Prozent auf 49.911 Punkte. Der technologielastige Nasdaq(.IXIC) | |
| rückte zwei Prozent auf 25.839 Zähler vor und der breit gefasste | |
| S&P 500(.SPX) legte 1,5 Prozent auf 7365 Stellen zu. Für den S&P | |
| und den Nasdaq waren es neue Höchstwerte. An den Rohstoffmärkten | |
| sackten die Ölpreise zeitweise um mehr als zwölf Prozent ab. | |
"Die Wall Street setzt weiterhin voll auf ihre Wette, dass der Krieg im Nahen Osten nicht erneut eskalieren und den von Unternehmensgewinnen getriebenen Anstieg des Marktes auf Allzeithochs nicht stören wird", sagte Kyle Rodda, Finanzmarktanalyst bei Capital.com. Die USA und der Iran stehen nach Angaben aus Vermittlerkreisen kurz vor dem Abschluss eines Abkommens zur Beendigung des Krieges am Golf. Ein Insider aus Pakistan, das in dem Konflikt vermittelt, bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht des US-Nachrichtenportals Axios über ein geplantes Memorandum.
US-Präsident Donald Trump hatte von großen Fortschritten gesprochen und eine vorübergehende Aussetzung des US-Geleitschutzes für Handelsschiffe in der Straße von Hormus in Aussicht gestellt. Die Ölpreise gaben im Verlauf rund zwölf Prozent nach und fielen zeitweise auf den niedrigsten Stand seit zwei Wochen. Nordsee-Rohöl der Sorte Brent(LCOc1), das zwischenzeitlich unter 100 Dollar je Fass notiert hatte, lag zum Schluss des Aktienhandels in New York 7,8 Prozent tiefer bei 101,29 Dollar. Die Schlagzeilen hätten an den Börsen "eingeschlagen wie eine Bombe", sagte IG-Marktanalyst Christian Henke. Allerdings sei eine Einigung noch nicht in trockenen Tüchern.
Anleger griffen bei Gold(XAU=) zu: Das Edelmetall verteuerte sich um 3,1 Prozent auf 4696,41 Dollar je Feinunze. Die nachlassenden Inflationssorgen ließen die Hoffnung auf sinkende Zinsen aufleben, was dem zinslosen Investment Gold in die Hände spielt.
Für Zuversicht im Chipsektor sorgte ein optimistischer Ausblick von Advanced Micro Devices(AMD.O). Der Halbleiterhersteller rechnet im zweiten Quartal dank der starken Nachfrage nach seinen Chips für Rechenzentren mit einem Umsatz über den Erwartungen. Die Aktien hoben um 18,6 Prozent ab und markierten ein Rekordhoch. Der Markt könne der Euphorie um KI-Investitionen nicht entkommen, sagte Kevin Gordon, Leiter für Makro-Research und Strategie beim Schwab Center for Financial Research.
Alphabet(GOOGL.O) legten um 2,4 Prozent zu und verringerten damit den Abstand zu Nvidia(NVDA.O) im Wettlauf um den Titel des weltweit größten Unternehmens nach Marktwert. Nvidia-Papiere verteuerten sich um 5,7 Prozent. Anteilsscheine von Hut 8(HUT.O) stiegen um 35,3 Prozent. Dank der hohen KI-Modellnachfrage unterzeichnete der Rechenzentrumsentwickler einen 15-Jahres-Mietvertrag mit einer Bewertung von 9,8 Milliarden Dollar für seinen Komplex Beacon Point in Texas.
Aktien von Super Micro(SMCI.O) schossen um 24,5 Prozent in die Höhe, nachdem das Unternehmen eine besser als erwartete Prognose für den Umsatz und den bereinigten Gewinn im vierten Quartal abgegeben hatte.
Auch der Ausblick von Uber(UBER.N) kam bei den Anlegern gut an. Die Papiere des kalifornischen Fahrdienstleisters kletterten um 8,5 Prozent. Der Konzern erwartet für das zweite Quartal mehr Buchungen als erwartet. Für Begeisterung sorgte auch das Wachstum von Walt Disney(DIS.N). Der Entertainment-Riese profitierte von besseren Resultaten in seinem Streamingdienst sowie von Filmen und Freizeitangeboten. Die Aktien hoben um 7,6 Prozent ab.
(Bericht von Niket Nishant und Utkarsh Hathi, Anika Ross Bearbeitet von Scot W. Stevenson Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
06.05.26
20:32
Reuters
Frankfurt/Berlin, 06. Mai (Reuters) - Die Hoffnung auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran sowie die anhaltende Begeisterung der Investoren für Künstliche Intelligenz (KI) haben der Wall Street am Mittwoch neue Rekorde beschert. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) gewann 1,2 Prozent auf 49.911 Punkte. Der technologielastige Nasdaq(.IXIC) rückte zwei Prozent auf 25.839 Zähler vor und der breit gefasste S&P 500(.SPX) legte 1,5 Prozent auf 7365 Stellen zu. Für den S&P und den Nasdaq waren es neue Höchstwerte. An den Rohstoffmärkten sackten die Ölpreise zeitweise um mehr als zwölf Prozent ab.
"Die Wall Street setzt weiterhin voll auf ihre Wette, dass der Krieg im Nahen Osten nicht erneut eskalieren und den von Unternehmensgewinnen getriebenen Anstieg des Marktes auf Allzeithochs nicht stören wird", sagte Kyle Rodda, Finanzmarktanalyst bei Capital.com. Die USA und der Iran stehen nach Angaben aus Vermittlerkreisen kurz vor dem Abschluss eines Abkommens zur Beendigung des Krieges am Golf. Ein Insider aus Pakistan, das in dem Konflikt vermittelt, bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht des US-Nachrichtenportals Axios über ein geplantes Memorandum.
US-Präsident Donald Trump hatte von großen Fortschritten gesprochen und eine vorübergehende Aussetzung des US-Geleitschutzes für Handelsschiffe in der Straße von Hormus in Aussicht gestellt. Die Ölpreise gaben im Verlauf rund zwölf Prozent nach und fielen zeitweise auf den niedrigsten Stand seit zwei Wochen. Nordsee-Rohöl der Sorte Brent(LCOc1), das zwischenzeitlich unter 100 Dollar je Fass notiert hatte, lag zum Schluss des Aktienhandels in New York 7,8 Prozent tiefer bei 101,29 Dollar. Die Schlagzeilen hätten an den Börsen "eingeschlagen wie eine Bombe", sagte IG-Marktanalyst Christian Henke. Allerdings sei eine Einigung noch nicht in trockenen Tüchern.
Anleger griffen bei Gold(XAU=) zu: Das Edelmetall verteuerte sich um 3,1 Prozent auf 4696,41 Dollar je Feinunze. Die nachlassenden Inflationssorgen ließen die Hoffnung auf sinkende Zinsen aufleben, was dem zinslosen Investment Gold in die Hände spielt.
Für Zuversicht im Chipsektor sorgte ein optimistischer Ausblick von Advanced Micro Devices(AMD.O). Der Halbleiterhersteller rechnet im zweiten Quartal dank der starken Nachfrage nach seinen Chips für Rechenzentren mit einem Umsatz über den Erwartungen. Die Aktien hoben um 18,6 Prozent ab und markierten ein Rekordhoch. Der Markt könne der Euphorie um KI-Investitionen nicht entkommen, sagte Kevin Gordon, Leiter für Makro-Research und Strategie beim Schwab Center for Financial Research.
Alphabet(GOOGL.O) legten um 2,4 Prozent zu und verringerten damit den Abstand zu Nvidia(NVDA.O) im Wettlauf um den Titel des weltweit größten Unternehmens nach Marktwert. Nvidia-Papiere verteuerten sich um 5,7 Prozent. Anteilsscheine von Hut 8(HUT.O) stiegen um 35,3 Prozent. Dank der hohen KI-Modellnachfrage unterzeichnete der Rechenzentrumsentwickler einen 15-Jahres-Mietvertrag mit einer Bewertung von 9,8 Milliarden Dollar für seinen Komplex Beacon Point in Texas.
Aktien von Super Micro(SMCI.O) schossen um 24,5 Prozent in die Höhe, nachdem das Unternehmen eine besser als erwartete Prognose für den Umsatz und den bereinigten Gewinn im vierten Quartal abgegeben hatte.
Auch der Ausblick von Uber(UBER.N) kam bei den Anlegern gut an. Die Papiere des kalifornischen Fahrdienstleisters kletterten um 8,5 Prozent. Der Konzern erwartet für das zweite Quartal mehr Buchungen als erwartet. Für Begeisterung sorgte auch das Wachstum von Walt Disney(DIS.N). Der Entertainment-Riese profitierte von besseren Resultaten in seinem Streamingdienst sowie von Filmen und Freizeitangeboten. Die Aktien hoben um 7,6 Prozent ab.
(Bericht von Niket Nishant und Utkarsh Hathi, Anika Ross Bearbeitet von Scot W. Stevenson Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)