06.05.26
17:30
Reuters
| * S&P und Nasdaq mit Rekordhochs | |
| * | Ölpreise im Sinkflug |
| * | AMD-Ausblick beflügelt Chipwerte |
| (Neu: Fokus auf USA) | |
| Frankfurt, 06. Mai (Reuters) - Die Aussicht auf ein | |
| mögliches Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran sowie | |
| die anhaltende Begeisterung der Investoren für Künstliche | |
| Intelligenz (KI) haben die US-Börsen am Mittwoch beflügelt. Der | |
| Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte kletterte am Mittag | |
| (Ortszeit) um ein Prozent auf 49.822 Punkte. Der breiter | |
| gefasste S&P 500(.SPX) stieg um 1,2 Prozent auf 7338 Zähler, | |
| während der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) 1,5 Prozent | |
| auf 25.716 Punkte gewann. Beide Börsenbarometer markierten damit | |
| frische Rekordhochs. An den Rohstoffmärkten sackten die Ölpreise | |
| zeitweise um mehr als zwölf Prozent ab. | |
"Die Wall Street setzt weiterhin voll auf ihre Wette, dass der Krieg im Nahen Osten nicht erneut eskalieren und den von Unternehmensgewinnen getriebenen Anstieg des Marktes auf Allzeithochs nicht stören wird", sagte Kyle Rodda, Finanzmarktanalyst bei Capital.com. Die USA und der Iran stehen nach Angaben aus Vermittlerkreisen kurz vor dem Abschluss eines Abkommens zur Beendigung des Krieges am Golf. Ein Insider aus Pakistan, das in dem Konflikt vermittelt, bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht des US-Nachrichtenportals Axios über ein geplantes Memorandum.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor von großen Fortschritten gesprochen und eine vorübergehende Aussetzung des US-Geleitschutzeinsatzes für Handelsschiffe in der Straße von Hormus in Aussicht gestellt. Die Ölpreise gaben rund zwölf Prozent nach und fielen zeitweise auf den niedrigsten Stand seit zwei Wochen. Nordsee-Rohöl der Sorte Brent(LCOc1), das zwischenzeitlich unter 100 Dollar je Fass notiert hatte, verbilligte sich am Abend um rund sieben Prozent auf 102 Dollar je Fass. Die Schlagzeilen hätten an den Börsen "eingeschlagen wie eine Bombe", sagte IG-Marktanalyst Christian Henke. Allerdings sei eine Einigung noch nicht in trockenen Tüchern.
Anleger griffen bei Gold(XAU=) zu: Das Edelmetall verteuerte sich um mehr als drei Prozent. Die nachlassenden Inflationssorgen ließen die Hoffnung auf sinkende Zinsen aufleben, was dem zinslosen Investment Gold in die Hände spielt.
Für Zuversicht im Chipsektor sorgte ein optimistischer Ausblick von Advanced Micro Devices (AMD.O). Der Halbleiterhersteller rechnet im zweiten Quartal dank der starken Nachfrage nach seinen Chips für Rechenzentren mit einem Umsatz über den Erwartungen. Die Aktien hoben um 16 Prozent ab und markierten ein Rekordhoch. Der Markt könne der Euphorie um KI-Investitionen nicht entkommen, sagte Kevin Gordon, Leiter für Makro-Research und Strategie beim Schwab Center for Financial Research. Alphabet(GOOGL.O) legten um 1,8 Prozent zu und verringerten damit den Abstand zu Nvidia(NVDA.O) im Wettlauf um den Titel des weltweit größten Unternehmens nach Marktwert. Nvidia-Papiere verteuerten sich um 4,5 Prozent. Anteilsscheine von Hut 8(HUT.O) stiegen um 34 Prozent. Dank der hohen KI-Modellnachfrage unterzeichnete der Rechenzentrumsentwickler einen 15-Jahres-Mietvertrag mit einer Bewertung von 9,8 Milliarden Dollar für seinen Komplex Beacon Point in Texas.
Aktien von Super Micro(SMCI.O) schossen um 16,6 Prozent in die Höhe, nachdem das Unternehmen eine besser als erwartete Prognose für den Umsatz und den bereinigten Gewinn im vierten Quartal abgegeben hatte.
Auch der Ausblick von Uber(UBER.N) kam bei den Anlegern gut an. Die Papiere des kalifornischen Fahrdienstleisters kletterten um rund sieben Prozent. Der Konzern erwartet für das zweite Quartal mehr Buchungen als erwartet. Für Begeisterung sorgte auch das Wachstum von Walt Disney(DIS.N). Der Entertainment-Riese profitierte von besseren Resultaten in seinem Streamingdienst sowie von Filmen und Freizeitangeboten. Die Aktien hoben um 6,6 Prozent ab.
(Bericht von Niket Nishant und Utkarsh Hathi, Anika Ross. Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
06.05.26
17:30
Reuters
Frankfurt, 06. Mai (Reuters) - Die Aussicht auf ein mögliches Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran sowie die anhaltende Begeisterung der Investoren für Künstliche Intelligenz (KI) haben die US-Börsen am Mittwoch beflügelt. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte kletterte am Mittag (Ortszeit) um ein Prozent auf 49.822 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) stieg um 1,2 Prozent auf 7338 Zähler, während der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) 1,5 Prozent auf 25.716 Punkte gewann. Beide Börsenbarometer markierten damit frische Rekordhochs. An den Rohstoffmärkten sackten die Ölpreise zeitweise um mehr als zwölf Prozent ab.
"Die Wall Street setzt weiterhin voll auf ihre Wette, dass der Krieg im Nahen Osten nicht erneut eskalieren und den von Unternehmensgewinnen getriebenen Anstieg des Marktes auf Allzeithochs nicht stören wird", sagte Kyle Rodda, Finanzmarktanalyst bei Capital.com. Die USA und der Iran stehen nach Angaben aus Vermittlerkreisen kurz vor dem Abschluss eines Abkommens zur Beendigung des Krieges am Golf. Ein Insider aus Pakistan, das in dem Konflikt vermittelt, bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht des US-Nachrichtenportals Axios über ein geplantes Memorandum.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor von großen Fortschritten gesprochen und eine vorübergehende Aussetzung des US-Geleitschutzeinsatzes für Handelsschiffe in der Straße von Hormus in Aussicht gestellt. Die Ölpreise gaben rund zwölf Prozent nach und fielen zeitweise auf den niedrigsten Stand seit zwei Wochen. Nordsee-Rohöl der Sorte Brent(LCOc1), das zwischenzeitlich unter 100 Dollar je Fass notiert hatte, verbilligte sich am Abend um rund sieben Prozent auf 102 Dollar je Fass. Die Schlagzeilen hätten an den Börsen "eingeschlagen wie eine Bombe", sagte IG-Marktanalyst Christian Henke. Allerdings sei eine Einigung noch nicht in trockenen Tüchern.
Anleger griffen bei Gold(XAU=) zu: Das Edelmetall verteuerte sich um mehr als drei Prozent. Die nachlassenden Inflationssorgen ließen die Hoffnung auf sinkende Zinsen aufleben, was dem zinslosen Investment Gold in die Hände spielt.
Für Zuversicht im Chipsektor sorgte ein optimistischer Ausblick von Advanced Micro Devices (AMD.O). Der Halbleiterhersteller rechnet im zweiten Quartal dank der starken Nachfrage nach seinen Chips für Rechenzentren mit einem Umsatz über den Erwartungen. Die Aktien hoben um 16 Prozent ab und markierten ein Rekordhoch. Der Markt könne der Euphorie um KI-Investitionen nicht entkommen, sagte Kevin Gordon, Leiter für Makro-Research und Strategie beim Schwab Center for Financial Research. Alphabet(GOOGL.O) legten um 1,8 Prozent zu und verringerten damit den Abstand zu Nvidia(NVDA.O) im Wettlauf um den Titel des weltweit größten Unternehmens nach Marktwert. Nvidia-Papiere verteuerten sich um 4,5 Prozent. Anteilsscheine von Hut 8(HUT.O) stiegen um 34 Prozent. Dank der hohen KI-Modellnachfrage unterzeichnete der Rechenzentrumsentwickler einen 15-Jahres-Mietvertrag mit einer Bewertung von 9,8 Milliarden Dollar für seinen Komplex Beacon Point in Texas.
Aktien von Super Micro(SMCI.O) schossen um 16,6 Prozent in die Höhe, nachdem das Unternehmen eine besser als erwartete Prognose für den Umsatz und den bereinigten Gewinn im vierten Quartal abgegeben hatte.
Auch der Ausblick von Uber(UBER.N) kam bei den Anlegern gut an. Die Papiere des kalifornischen Fahrdienstleisters kletterten um rund sieben Prozent. Der Konzern erwartet für das zweite Quartal mehr Buchungen als erwartet. Für Begeisterung sorgte auch das Wachstum von Walt Disney(DIS.N). Der Entertainment-Riese profitierte von besseren Resultaten in seinem Streamingdienst sowie von Filmen und Freizeitangeboten. Die Aktien hoben um 6,6 Prozent ab.
(Bericht von Niket Nishant und Utkarsh Hathi, Anika Ross. Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)