28.04.26
14:06
Reuters
28. Apr (Reuters) - Sorgen über die Wachstumsaussichten im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) haben US-Technologiewerte auf Talfahrt geschickt und die US-Börsen gedrückt. Der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) gab zur Eröffnung am Dienstag um gut ein Prozent auf 24.603 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor rund ein halbes Prozent auf 7137 Zähler. Allein der Dow-Jones-Index(.DJI) eröffnete leicht fester bei 49.340 Punkten.
Einen Tag vor den Quartalsergebnissen der großen Cloud-Anbieter sorgte ein Zeitungsbericht über ein enttäuschendes Wachstum bei OpenAI für Nervosität. Die Aktien von Oracle(ORCL.N), CoreWeave(CRWV.O) und Nebius(NBIS.O) fielen zwischen 4,5 und acht Prozent. Die Titel von Microsoft(MSFT.O), der Google-Mutter Alphabet(GOOGL.O) und der AWS-Mutter Amazon(AMZN.O) gaben ebenfalls leicht nach. Wegen der wachsenden Konkurrenz durch die neuen KI-Modelle des Erzrivalen Anthropic habe OpenAI mehrere Monate in Folge seine Umsatzziele verfehlt, schrieb das "Wall Street Journal" am Dienstag.
Dies schürte Bedenken, ob die ChatGPT-Mutter ihre massiven Ausgaben für Rechenzentren aufrechterhalten kann. "Das setzt den Nasdaq und den S&P unter Druck, da Technologie- und Kommunikationsdienste etwa 40 Prozent des Leitindex ausmachen", sagte Art Hogan, Chef-Marktstratege bei B Riley Wealth. "Wenn OpenAI eine Abschwächung verzeichnet, wird das die Karten in Bezug auf die Marktführerschaft etwas neu mischen."
Zusätzlich belastete die festgefahrene Situation im Iran-Krieg die Stimmung. Ein US-Regierungsvertreter sagte, US-Präsident Donald Trump sei mit dem jüngsten Vorschlag des Iran zur Lösung des Konflikts unzufrieden. Dies dämpfte die Hoffnungen auf eine Einigung, welche die Märkte in den vergangenen Tagen noch auf Rekordhochs getrieben hatte. "Eine Beilegung des Krieges, sei es auf militärischem oder diplomatischem Wege, scheint noch in weiter Ferne, auch wenn der Waffenstillstand hält", schrieb Hasnain Malik, Leiter der Abteilung für geopolitische Risiken bei Tellimer Research.
(Bericht von Niket Nishant, Utkarsh Hathi, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
28.04.26
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Reuters
Einen Tag vor den Quartalsergebnissen der großen Cloud-Anbieter sorgte ein Zeitungsbericht über ein enttäuschendes Wachstum bei OpenAI für Nervosität. Die Aktien von Oracle(ORCL.N), CoreWeave(CRWV.O) und Nebius(NBIS.O) fielen zwischen 4,5 und acht Prozent. Die Titel von Microsoft(MSFT.O), der Google-Mutter Alphabet(GOOGL.O) und der AWS-Mutter Amazon(AMZN.O) gaben ebenfalls leicht nach. Wegen der wachsenden Konkurrenz durch die neuen KI-Modelle des Erzrivalen Anthropic habe OpenAI mehrere Monate in Folge seine Umsatzziele verfehlt, schrieb das "Wall Street Journal" am Dienstag.
Dies schürte Bedenken, ob die ChatGPT-Mutter ihre massiven Ausgaben für Rechenzentren aufrechterhalten kann. "Das setzt den Nasdaq und den S&P unter Druck, da Technologie- und Kommunikationsdienste etwa 40 Prozent des Leitindex ausmachen", sagte Art Hogan, Chef-Marktstratege bei B Riley Wealth. "Wenn OpenAI eine Abschwächung verzeichnet, wird das die Karten in Bezug auf die Marktführerschaft etwas neu mischen."
Zusätzlich belastete die festgefahrene Situation im Iran-Krieg die Stimmung. Ein US-Regierungsvertreter sagte, US-Präsident Donald Trump sei mit dem jüngsten Vorschlag des Iran zur Lösung des Konflikts unzufrieden. Dies dämpfte die Hoffnungen auf eine Einigung, welche die Märkte in den vergangenen Tagen noch auf Rekordhochs getrieben hatte. "Eine Beilegung des Krieges, sei es auf militärischem oder diplomatischem Wege, scheint noch in weiter Ferne, auch wenn der Waffenstillstand hält", schrieb Hasnain Malik, Leiter der Abteilung für geopolitische Risiken bei Tellimer Research.
(Bericht von Niket Nishant, Utkarsh Hathi, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)