28.04.26
09:44
Reuters
Frankfurt, 28. Apr (Reuters) - Uneinheitliche Signale vom Obersten Gerichtshof der USA im Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Glyphosat haben die Aktien von Bayer(BAYGn.DE) am Dienstag auf Talfahrt geschickt. Die Papiere des Pharma- und Agrarkonzerns fielen im Frankfurter Handel in der Spitze um 6,5 Prozent auf 35,89 Euro und notierten zuletzt noch 2,7 Prozent im Minus. Der US Supreme Court hatte sich am Montag bei einer Anhörung uneins in der Frage gezeigt, ob Bundesrecht die Klagen nach dem Recht einzelner Bundesstaaten ausschließt. Bayer argumentiert, dass die US-Umweltschutzbehörde EPA keine Krebswarnung für den glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup verlange und entsprechende Klagen auf Ebene der Bundesstaaten damit ausgeschlossen seien. Während einige Richter vor einem regulatorischen Flickenteppich warnten, stellten andere den Vorrang des Bundesrechts infrage.
Trotz des jüngsten Kursrutschs sehen Experten jedoch weiterhin Aufwärtspotenzial für die Papiere. Analyst Richard Vosser von JP Morgan verwies auf anstehende juristische Meilensteine, die dem Leverkusener Konzern in den kommenden Wochen Klarheit bringen dürften. Ein Urteil des Supreme Court wird bis Ende Juni erwartet. Ein positiver Ausgang für Bayer könnte sich Vosser zufolge auf rund 80 Prozent der Glyphosat-Klagen auswirken. Zuvor laufe am 4. Juni noch die Frist für die Kläger ab, sich einem geplanten neuen Sammelvergleich anzuschließen. Vosser stuft die Bayer-Aktie weiterhin mit "Overweight" und einem Kursziel von 50 Euro ein, da er mit einer Eindämmung der Rechtsstreitigkeiten rechnet.
(Bericht von Patricia Weiß, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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Frankfurt, 28. Apr (Reuters) - Uneinheitliche Signale vom Obersten Gerichtshof der USA im Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Glyphosat haben die Aktien von Bayer(BAYGn.DE) am Dienstag auf Talfahrt geschickt. Die Papiere des Pharma- und Agrarkonzerns fielen im Frankfurter Handel in der Spitze um 6,5 Prozent auf 35,89 Euro und notierten zuletzt noch 2,7 Prozent im Minus. Der US Supreme Court hatte sich am Montag bei einer Anhörung uneins in der Frage gezeigt, ob Bundesrecht die Klagen nach dem Recht einzelner Bundesstaaten ausschließt. Bayer argumentiert, dass die US-Umweltschutzbehörde EPA keine Krebswarnung für den glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup verlange und entsprechende Klagen auf Ebene der Bundesstaaten damit ausgeschlossen seien. Während einige Richter vor einem regulatorischen Flickenteppich warnten, stellten andere den Vorrang des Bundesrechts infrage.
Trotz des jüngsten Kursrutschs sehen Experten jedoch weiterhin Aufwärtspotenzial für die Papiere. Analyst Richard Vosser von JP Morgan verwies auf anstehende juristische Meilensteine, die dem Leverkusener Konzern in den kommenden Wochen Klarheit bringen dürften. Ein Urteil des Supreme Court wird bis Ende Juni erwartet. Ein positiver Ausgang für Bayer könnte sich Vosser zufolge auf rund 80 Prozent der Glyphosat-Klagen auswirken. Zuvor laufe am 4. Juni noch die Frist für die Kläger ab, sich einem geplanten neuen Sammelvergleich anzuschließen. Vosser stuft die Bayer-Aktie weiterhin mit "Overweight" und einem Kursziel von 50 Euro ein, da er mit einer Eindämmung der Rechtsstreitigkeiten rechnet.
(Bericht von Patricia Weiß, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)