23.04.26
03:02
Reuters
Sydney/Tokio, 23. Apr (Reuters) - Die asiatischen Börsen haben nach einer anfänglichen Rekordjagd im Handelsverlauf ins Minus gedreht. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) letztlich 1,1 Prozent auf 58.952,11 Punkte nach, nachdem er zuvor erstmals die Marke von 60.000 Zählern durchbrochen hatte. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 1,2 Prozent niedriger bei 3.700,10 Zählern. Auch in China trübte sich die Stimmung ein: Die Börse Shanghai(.SSEC) verlor 0,4 Prozent auf 4.090,83 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel um 0,3 Prozent auf 4.783,61 Punkte. Zuvor hatten starke US-Vorgaben und die Hoffnung auf eine Entspannung im Nahen Osten die Kurse in der Region noch angetrieben.
Zunächst hatte die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Waffenruhe mit dem Iran auf unbestimmte Zeit zu verlängern, für Erleichterung gesorgt. Doch die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die US-Marine und die Kaperung zweier Schiffe durch den Iran in der Straße von Hormus ließen die Anleger rasch wieder vorsichtig werden. "Es gibt immer noch Unsicherheiten rund um den Krieg im Nahen Osten", sagte Hiroyuki Ueno, Chefstratege bei Sumitomo Mitsui Trust Asset Management. "Die Straße von Hormus ist nicht vollständig offen und die Ölpreise bleiben hoch", fügte er hinzu.
Gegen den Trend profitierten Technologie- und KI-Werte von der anhaltenden Brancheneuphorie. In Japan sprangen die Aktien des Technologieinvestors SoftBank(9984.T) um 6,4 Prozent nach oben. Insidern zufolge sucht der Konzern einen Kredit über zehn Milliarden Dollar, der mit Anteilen am ChatGPT-Entwickler OpenAI abgesichert werden soll. Auch Chipwerte wie Advantest(6857.T) und Tokyo Electron(8035.T) legten um 2,65 beziehungsweise 1,76 Prozent zu. Zu den Gewinnern zählte zudem der Glasfaserkabel-Hersteller Fujikura(5803.T) mit einem Plus von 0,65 Prozent.
Am Devisenmarkt hielten sich die Bewegungen in engen Grenzen, während Investoren die geopolitischen Risiken abwogen. Im asiatischen Handel gewann der Dollar geringfügig auf 159,50 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,8295 Yuan(CNY=) zu. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1704 Dollar und zog leicht auf 0,9185 Franken(EURCHF=) an.
Die angespannte Lage in der Straße von Hormus und die Sorge vor anhaltenden Lieferengpässen trieben die Ölpreise weiter in die Höhe. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,1 Prozent auf 103,05 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,3 Prozent fester bei 94,13 Dollar. "Es ist fraglich, ob die Finanzmärkte die Realität richtig einpreisen, dass Angebotsengpässe noch einige Zeit ein Problem bleiben werden", erklärte Analystin Skye Masters von der National Australia Bank.
Die asiatischen Börsen hatten zu Handelsbeginn noch von starken Vorgaben aus den USA profitiert, wo ein positiver Auftakt der Berichtssaison die Sorgen über die hohen Energiekosten in den Hintergrund drängte. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Mittwoch mit einem Plus von 0,7 Prozent bei 49.490,03 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 1,0 Prozent auf 7.137,90 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 1,6 Prozent auf 24.657,57 Stellen an.
(Bericht von Stella Qui, Junko Fujita, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
23.04.26
03:02
Reuters
Sydney/Tokio, 23. Apr (Reuters) - Die asiatischen Börsen haben nach einer anfänglichen Rekordjagd im Handelsverlauf ins Minus gedreht. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) letztlich 1,1 Prozent auf 58.952,11 Punkte nach, nachdem er zuvor erstmals die Marke von 60.000 Zählern durchbrochen hatte. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 1,2 Prozent niedriger bei 3.700,10 Zählern. Auch in China trübte sich die Stimmung ein: Die Börse Shanghai(.SSEC) verlor 0,4 Prozent auf 4.090,83 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel um 0,3 Prozent auf 4.783,61 Punkte. Zuvor hatten starke US-Vorgaben und die Hoffnung auf eine Entspannung im Nahen Osten die Kurse in der Region noch angetrieben.
Zunächst hatte die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Waffenruhe mit dem Iran auf unbestimmte Zeit zu verlängern, für Erleichterung gesorgt. Doch die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die US-Marine und die Kaperung zweier Schiffe durch den Iran in der Straße von Hormus ließen die Anleger rasch wieder vorsichtig werden. "Es gibt immer noch Unsicherheiten rund um den Krieg im Nahen Osten", sagte Hiroyuki Ueno, Chefstratege bei Sumitomo Mitsui Trust Asset Management. "Die Straße von Hormus ist nicht vollständig offen und die Ölpreise bleiben hoch", fügte er hinzu.
Gegen den Trend profitierten Technologie- und KI-Werte von der anhaltenden Brancheneuphorie. In Japan sprangen die Aktien des Technologieinvestors SoftBank(9984.T) um 6,4 Prozent nach oben. Insidern zufolge sucht der Konzern einen Kredit über zehn Milliarden Dollar, der mit Anteilen am ChatGPT-Entwickler OpenAI abgesichert werden soll. Auch Chipwerte wie Advantest(6857.T) und Tokyo Electron(8035.T) legten um 2,65 beziehungsweise 1,76 Prozent zu. Zu den Gewinnern zählte zudem der Glasfaserkabel-Hersteller Fujikura(5803.T) mit einem Plus von 0,65 Prozent.
Devisen
Am Devisenmarkt hielten sich die Bewegungen in engen Grenzen, während Investoren die geopolitischen Risiken abwogen. Im asiatischen Handel gewann der Dollar geringfügig auf 159,50 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,8295 Yuan(CNY=) zu. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1704 Dollar und zog leicht auf 0,9185 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Die angespannte Lage in der Straße von Hormus und die Sorge vor anhaltenden Lieferengpässen trieben die Ölpreise weiter in die Höhe. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,1 Prozent auf 103,05 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,3 Prozent fester bei 94,13 Dollar. "Es ist fraglich, ob die Finanzmärkte die Realität richtig einpreisen, dass Angebotsengpässe noch einige Zeit ein Problem bleiben werden", erklärte Analystin Skye Masters von der National Australia Bank.
Wall Street
Die asiatischen Börsen hatten zu Handelsbeginn noch von starken Vorgaben aus den USA profitiert, wo ein positiver Auftakt der Berichtssaison die Sorgen über die hohen Energiekosten in den Hintergrund drängte. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Mittwoch mit einem Plus von 0,7 Prozent bei 49.490,03 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 1,0 Prozent auf 7.137,90 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 1,6 Prozent auf 24.657,57 Stellen an.
(Bericht von Stella Qui, Junko Fujita, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)