17.04.26
08:24
Reuters
Danzig, 17. Apr (Reuters) - Eine gestrichene Prognose hat die Aktien des französischen Zugherstellers Alstom(ALSO.PA) um ein Drittel einbrechen lassen. Die Papiere des Siemens(SIEGn.DE)-Konkurrenten verloren am Freitag rund 30 Prozent und steuerten damit auf ihren größten Tagesverlust seit zweieinhalb Jahren zu.
Alstom hatte am Donnerstagabend sein Ziel für den kumulierten freien Barmittelzufluss (Free Cash Flow) von 1,5 Milliarden Euro bis Ende des Geschäftsjahres 2026/27 kassiert. Für die erste Hälfte des am 1. April begonnenen Geschäftsjahres rechnet der Konzern nun mit einem Mittelabfluss von rund 1,5 Milliarden Euro. Zudem senkte Alstom nach überraschend schwachen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr das Ziel für die bereinigte operative Rendite (Ebit) bis Ende 2026/27 auf 6,5 Prozent von zuvor acht bis zehn Prozent.
Zur Begründung verwies Konzernchef Martin Sion darauf, dass "einige Großprojekte langsamer vorankommen als erwartet", was die kurzfristigen Margen und Barmittel belaste. Zugleich kündigte er "Sofortmaßnahmen" an, um die Geschäftsentwicklung zu stabilisieren, und "tiefgreifendere operative Veränderungen", um wieder eine solide operative Leistung, einen positiven Cashflow und profitables Wachstum zu erreichen.
"Anleger hatten zwar bereits befürchtet, dass der neue Firmenchef die Prognose kassieren könnte", schrieben die Analysten des Finanzdienstleisters Citigroup. Auch die US-Investmentbank JP Morgan verwies auf die hohe Zahl an Anlegern, die auf einen fallenden Kurs bei Alstom gewettet hatten. Der vorläufige Ausblick sei jedoch noch pessimistischer ausgefallen als erwartet, vor allem mit Blick auf den freien Barmittelzufluss im ersten Halbjahr 2027, meinten die Citigroup-Experten.
(Bericht von Jakob Van Calster, geschrieben von Sanne Schimanski, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
17.04.26
08:24
Reuters
Danzig, 17. Apr (Reuters) - Eine gestrichene Prognose hat die Aktien des französischen Zugherstellers Alstom(ALSO.PA) um ein Drittel einbrechen lassen. Die Papiere des Siemens(SIEGn.DE)-Konkurrenten verloren am Freitag um rund 30 Prozent und steuerten damit auf ihren größten Tagesverlust seit zweieinhalb Jahren zu.
Alstom hatte am Donnerstagabend sein Ziel für den kumulierten freien Barmittelzufluss (Free Cash Flow) von 1,5 Milliarden Euro bis Ende des Geschäftsjahres 2026/27 kassiert. Für die erste Hälfte des am 1. April begonnenen Geschäftsjahres rechnet der Konzern nun mit einem Mittelabfluss von rund 1,5 Milliarden Euro. Zudem senkte Alstom nach überraschend schwachen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr das Ziel für die bereinigte operative Rendite (Ebit) bis Ende 2026/27 auf 6,5 Prozent von zuvor acht bis zehn Prozent.
Zur Begründung verwies Konzernchef Martin Sion darauf, dass "einige Großprojekte langsamer vorankommen als erwartet", was die kurzfristigen Margen und Barmittel belaste. Zugleich kündigte er "Sofortmaßnahmen" an, um die Geschäftsentwicklung zu stabilisieren, und "tiefgreifendere operative Veränderungen", um wieder eine solide operative Leistung, einen positiven Cashflow und profitables Wachstum zu erreichen.
"Anleger hatten zwar bereits befürchtet, dass der neue Firmenchef die Prognose kassieren könnte", schrieben die Analysten des Finanzdienstleisters Citigroup. Auch die US-Investmentbank JP Morgan verwies auf die hohe Zahl an Anlegern, die auf einen fallenden Kurs bei Alstom gewettet hatten. Der vorläufige Ausblick sei jedoch noch pessimistischer ausgefallen als erwartet, vor allem mit Blick auf den freien Barmittelzufluss im ersten Halbjahr 2027, meinten die Citigroup-Experten.
(Bericht von Jakob Van Calster, geschrieben von Sanne Schimanski, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)