17.04.26
03:45
Reuters
Singapur/Tokio/Peking, 17. Apr (Reuters) - Die asiatischen Aktienmärkte haben am Freitag nach einer rasanten Erholungsjagd eine Verschnaufpause eingelegt. Die japanische Börse in Tokio tendierte schwächer, wobei der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 1,0 Prozent auf 58.930,87 Punkte nachgab. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 1,1 Prozent niedriger bei 3.771,43 Zählern. Auch in China hielten sich die Anleger vor dem Wochenende zurück. Die Börse Shanghai(.SSEC) verlor 0,2 Prozent auf 4.048,35 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel um 0,1 Prozent auf 4.730,81 Punkte.
Nun hoffen die Anleger auf eine Entspannung im Nahen Osten. Eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon sowie ein mögliches Treffen zwischen den USA und dem Iran am Wochenende ließen sie aufatmen. "Die Aktienmärkte bleiben positiv, aber wir brauchen konkrete Beweise dafür, dass der Frieden von Dauer ist", sagte Analyst Nick Twidale von ATFX Global. Dazu gehöre eine vollständige Wiedereröffnung der Straße von Hormus. In Japan nahmen Investoren derweil nach den jüngsten Rekordhochs bei Technologieaktien Gewinne mit. Zu den Verlierern zählten der Chipanlagenbauer Tokyo Electron(8035.T) mit einem Minus von drei Prozent sowie der KI-Investor SoftBank(9984.T), der 3,19 Prozent einbüßte.
Auch der Speicherchiphersteller Kioxia(285A.T) und der Klimaanlagenbauer Daikin(6367.T) gaben um 4,22 beziehungsweise 2,58 Prozent nach. Auf der Gewinnerseite standen dagegen TDK(6762.T) mit einem Plus von 2,26 Prozent und der Chip-Tester Advantest(6857.T), der 1,28 Prozent gewann. In Südkorea droht derweil Ungemach: Die Gewerkschaft von Samsung Electronics(005930.KS) erwartet für kommende Woche bis zu 40.000 Teilnehmer bei einer Kundgebung für höhere Löhne. In China kündigte die Regierung an, ihre Energieimporte weiter zu diversifizieren. Damit wolle sich das Land besser gegen globale Preisschocks wappnen, erklärte der Vize-Chef der staatlichen Wirtschaftsplanung, Wang Changlin.
Devisen Am Devisenmarkt profitierte der Dollar nicht mehr von seinem Status als sicherer Hafen, den er zu Beginn des Nahost-Krieges innehatte. Im asiatischen Handel gewann die US-Währung dennoch 0,1 Prozent auf 159,37 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,8251 Yuan(CNY=) zu. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1775 Dollar und zog leicht auf 0,9225 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise Die Aussicht auf ein baldiges Ende des Konflikts im Nahen Osten drückte die Ölpreise weiter unter die Marke von 100 Dollar. Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,2 Prozent auf 98,23 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,4 Prozent schwächer bei 93,38 Dollar. Die Sperrung der Straße von Hormus hatte zuvor den schwersten Ölpreisschock der Geschichte ausgelöst.
Wall Street Gute US-Unternehmenszahlen und die nachlassenden geopolitischen Sorgen hatten der Wall Street zuvor Auftrieb gegeben. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 48.578,72 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,3 Prozent auf 7.041,28 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 0,4 Prozent auf 24.102,70 Stellen an.
(Bericht von Ankur Banerjee, Junko Fujjita, Kevin Yao, Makiko Yamazaki und Takahiko Wada, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
17.04.26
03:45
Reuters
Singapur/Tokio/Peking, 17. Apr (Reuters) - Die asiatischen Aktienmärkte haben am Freitag nach einer rasanten Erholungsjagd eine Verschnaufpause eingelegt. Die japanische Börse in Tokio tendierte schwächer, wobei der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 1,0 Prozent auf 58.930,87 Punkte nachgab. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 1,1 Prozent niedriger bei 3.771,43 Zählern. Auch in China hielten sich die Anleger vor dem Wochenende zurück. Die Börse Shanghai(.SSEC) verlor 0,2 Prozent auf 4.048,35 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) fiel um 0,1 Prozent auf 4.730,81 Punkte.
Nun hoffen die Anleger auf eine Entspannung im Nahen Osten. Eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon sowie ein mögliches Treffen zwischen den USA und dem Iran am Wochenende ließen sie aufatmen. "Die Aktienmärkte bleiben positiv, aber wir brauchen konkrete Beweise dafür, dass der Frieden von Dauer ist", sagte Analyst Nick Twidale von ATFX Global. Dazu gehöre eine vollständige Wiedereröffnung der Straße von Hormus. In Japan nahmen Investoren derweil nach den jüngsten Rekordhochs bei Technologieaktien Gewinne mit. Zu den Verlierern zählten der Chipanlagenbauer Tokyo Electron(8035.T) mit einem Minus von drei Prozent sowie der KI-Investor SoftBank(9984.T), der 3,19 Prozent einbüßte.
Auch der Speicherchiphersteller Kioxia(285A.T) und der Klimaanlagenbauer Daikin(6367.T) gaben um 4,22 beziehungsweise 2,58 Prozent nach. Auf der Gewinnerseite standen dagegen TDK(6762.T) mit einem Plus von 2,26 Prozent und der Chip-Tester Advantest(6857.T), der 1,28 Prozent gewann. In Südkorea droht derweil Ungemach: Die Gewerkschaft von Samsung Electronics(005930.KS) erwartet für kommende Woche bis zu 40.000 Teilnehmer bei einer Kundgebung für höhere Löhne. In China kündigte die Regierung an, ihre Energieimporte weiter zu diversifizieren. Damit wolle sich das Land besser gegen globale Preisschocks wappnen, erklärte der Vize-Chef der staatlichen Wirtschaftsplanung, Wang Changlin.
Devisen
Am Devisenmarkt profitierte der Dollar nicht mehr von seinem Status als sicherer Hafen, den er zu Beginn des Nahost-Krieges innehatte. Im asiatischen Handel gewann die US-Währung dennoch 0,1 Prozent auf 159,37 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,8251 Yuan(CNY=) zu. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1775 Dollar und zog leicht auf 0,9225 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise
Die Aussicht auf ein baldiges Ende des Konflikts im Nahen Osten drückte die Ölpreise weiter unter die Marke von 100 Dollar. Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,2 Prozent auf 98,23 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,4 Prozent schwächer bei 93,38 Dollar. Die Sperrung der Straße von Hormus hatte zuvor den schwersten Ölpreisschock der Geschichte ausgelöst.
Wall Street
Gute US-Unternehmenszahlen und die nachlassenden geopolitischen Sorgen hatten der Wall Street zuvor Auftrieb gegeben. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 48.578,72 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,3 Prozent auf 7.041,28 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 0,4 Prozent auf 24.102,70 Stellen an.
(Bericht von Ankur Banerjee, Junko Fujjita, Kevin Yao, Makiko Yamazaki und Takahiko Wada, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)