16.04.26
20:24
Reuters
Frankfurt, 16. Apr (Reuters) - Die Hoffnung auf eine Entspannung im Nahen Osten hat die US-Börsen am Donnerstag den zweiten Tag in Folge auf Rekordhochs getrieben. Anleger reagierten positiv auf die von US-Präsident Donald Trump angekündigte zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon sowie auf Aussichten auf ein mögliches Treffen zwischen den USA und dem Iran am Wochenende. Zudem erklärte Trump, die Regierung in Teheran habe angeboten, für mehr als 20 Jahre auf Atomwaffen zu verzichten. "Der Krieg ist nach wie vor der wichtigste Treiber des Marktes", sagte Robert Phipps, Direktor beim Vermögensverwalter Per Stirling Capital Management. Nun müsse der Markt jedoch beginnen, wieder nach seinen eigenen Fundamentaldaten zu handeln.
Der S&P 500 stieg um 0,24 Prozent auf 7040 Punkte. Der Nasdaq-Index gewann 0,34 Prozent auf 24.097 Zähler. Beide Indices erreichten damit Höchtsstände. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte legte um 0,21 Prozent auf 48.565,09 Punkte zu.
Der Krieg in Nahost hat zu der bislang größten Unterbrechung der weltweiten Öl- und Erdgasversorgung geführt, die Energiepreise zogen seit Kriegsausbruch um bis zu 40 Prozent an. Am Donnerstag verteuerte sich das Nordseeöl Brent(LCOc1) um 4,3 Prozent auf 99,00 Dollar je Fass und das US-Öl WTI(CLc1) um drei Prozent auf 93,93 Dollar je Fass.
Neben der Geopolitik verarbeiteten die Investoren gemischte Konjunkturdaten. Die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe fiel in der vergangenen Woche stärker als erwartet, was auf einen stabilen Arbeitsmarkt hindeutet. Experten zufolge sind Arbeitgeber jedoch wegen der wirtschaftlichen Belastungen durch den Iran-Krieg bei Neueinstellungen vorsichtig. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf europäische und arabische Regierungsvertreter berichtet, die USA bräuchten etwa sechs Monate, um ein Abkommen mit dem Iran zu erzielen.
Am Aktienmarkt standen die Titel der Ölkonzerne Chevron(CVX.N) und Exxon(XOM.N) 1,6 und zwei Prozent im Plus. Im Verlauf der Berichtssaison rückten darüber hinaus einzelne Unternehmenswerte in den Fokus. Die Aktien des Getränkekonzerns PepsiCo(PEP.O) legten um 2,3 Prozent zu, nachdem der Quartalsgewinn die Erwartungen übertroffen hatte. Dagegen fielen die Papiere des Medizintechnikunternehmens Abbott(ABT.N) mit einem Minus sechs Prozent von auf den tiefsten Stand seit November 2023. Der Konzern hatte seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr gesenkt. Auch der Finanzdienstleister Charles Schwab(SCHW.N) verzeichnete nach der Vorlage seiner Zahlen mit minus 7,6 starke Kursverluste.
Der Streamingriese NetflixNFLX.O wollte nach Börsenschluss seine Zahlen vorlegen.
(Bericht von Niket Nishant and Avinash P, geschrieben von Anika Ross und Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
16.04.26
20:24
Reuters
| * Trump - Israel und Libanon vereinbaren Waffenruhe | |
| * | US-Indizes im Plus - Anleger preisen Worst-Case aus |
| * | Ölpreise erneut kräftig gestiegen |
| (Neu: Schlusskurse Wall Street) | |
| Frankfurt, 16. Apr (Reuters) - Die Hoffnung auf eine | |
| Entspannung im Nahen Osten hat die US-Börsen am Donnerstag den | |
| zweiten Tag in Folge auf Rekordhochs getrieben. Anleger | |
| reagierten positiv auf die von US-Präsident Donald Trump | |
| angekündigte zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem | |
| Libanon sowie auf Aussichten auf ein mögliches Treffen zwischen | |
| den USA und dem Iran am Wochenende. Zudem erklärte Trump, die | |
| Regierung in Teheran habe angeboten, für mehr als 20 Jahre auf | |
| Atomwaffen zu verzichten. "Der Krieg ist nach wie vor der | |
| wichtigste Treiber des Marktes", sagte Robert Phipps, Direktor | |
| beim Vermögensverwalter Per Stirling Capital Management. Nun | |
| müsse der Markt jedoch beginnen, wieder nach seinen eigenen | |
| Fundamentaldaten zu handeln. | |
Der S&P 500 stieg um 0,24 Prozent auf 7040 Punkte. Der Nasdaq-Index gewann 0,34 Prozent auf 24.097 Zähler. Beide Indices erreichten damit Höchtsstände. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte legte um 0,21 Prozent auf 48.565,09 Punkte zu.
Der Krieg in Nahost hat zu der bislang größten Unterbrechung der weltweiten Öl- und Erdgasversorgung geführt, die Energiepreise zogen seit Kriegsausbruch um bis zu 40 Prozent an. Am Donnerstag verteuerte sich das Nordseeöl Brent(LCOc1) um 4,3 Prozent auf 99,00 Dollar je Fass und das US-Öl WTI(CLc1) um drei Prozent auf 93,93 Dollar je Fass.
Neben der Geopolitik verarbeiteten die Investoren gemischte Konjunkturdaten. Die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe fiel in der vergangenen Woche stärker als erwartet, was auf einen stabilen Arbeitsmarkt hindeutet. Experten zufolge sind Arbeitgeber jedoch wegen der wirtschaftlichen Belastungen durch den Iran-Krieg bei Neueinstellungen vorsichtig. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf europäische und arabische Regierungsvertreter berichtet, die USA bräuchten etwa sechs Monate, um ein Abkommen mit dem Iran zu erzielen.
Am Aktienmarkt standen die Titel der Ölkonzerne Chevron(CVX.N) und Exxon(XOM.N) 1,6 und zwei Prozent im Plus. Im Verlauf der Berichtssaison rückten darüber hinaus einzelne Unternehmenswerte in den Fokus. Die Aktien des Getränkekonzerns PepsiCo(PEP.O) legten um 2,3 Prozent zu, nachdem der Quartalsgewinn die Erwartungen übertroffen hatte. Dagegen fielen die Papiere des Medizintechnikunternehmens Abbott(ABT.N) mit einem Minus sechs Prozent von auf den tiefsten Stand seit November 2023. Der Konzern hatte seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr gesenkt. Auch der Finanzdienstleister Charles Schwab(SCHW.N) verzeichnete nach der Vorlage seiner Zahlen mit minus 7,6 starke Kursverluste.
Der Streamingriese NetflixNFLX.O wollte nach Börsenschluss seine Zahlen vorlegen.
(Bericht von Niket Nishant and Avinash P, geschrieben von Anika Ross und Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)