16.04.26
14:04
Reuters
London/Frankfurt, 16. Apr (Reuters) - Der Kakaopreis ist am Donnerstag gefallen, nachdem er am Vortag noch ein Zwei-Monats-Hoch erklommen hatte. Händler verwiesen auf die gesenkte Prognose des weltgrößten Schokoladenherstellers Barry Callebaut(BARN.S) sowie auf uneinheitliche Marktdaten. In den USA verbilligte sich Kakao(CCc1) um 1,3 Prozent auf 3432 Dollar je Tonne. Der in London gehandelte Terminkontrakt(LCCc1) notierte ein Prozent tiefer bei 2531 Pfund Sterling je Tonne.
Der Schweizer Schokoladenkonzern Barry Callebaut senkte sein Jahresziel für das operative Ergebnis und begründete dies mit Lieferkettenproblemen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg sowie mit Überkapazitäten auf dem Kakaomarkt. Der Absatz sei im ersten Halbjahr um fast sieben Prozent gefallen. Anleger versuchten zugleich, uneinheitliche Marktdaten einzuordnen. Die Kakaovermahlung in Asien, ein Maß für die Nachfrage, stieg im ersten Quartal zwar um gut fünf Prozent. In Europa sank sie jedoch um fast acht Prozent.
Gegen eine Erholung der Kakaopreise sprächen auch gute Ernteaussichten an der Elfenbeinsküste angesichts ergiebiger Regenfälle und sonniger Abschnitte, sagte Commerzbank-Ökonom Carsten Fritsch. Diese Kombination verbessere die Wachstumsbedingungen für die Kakaoschoten nach der abgeschlossenen Blütephase. Die Ernte solle in der kommenden Woche allmählich an Fahrt aufnehmen, ehe sie zwischen Mai und Juli den Höhepunkt erreicht. Einige Bauern weisen jedoch laut Fritsch darauf hin, dass weitere Regenfälle nötig sind, um das Erntepotenzial vollständig auszuschöpfen.
(Bericht von May Angel und Sanne Schimanski, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
16.04.26
14:04
Reuters
London/Frankfurt, 16. Apr (Reuters) - Der Kakaopreis ist am Donnerstag gefallen, nachdem er am Vortag noch ein Zwei-Monats-Hoch erklommen hatte. Händler verwiesen auf die gesenkte Prognose des weltgrößten Schokoladenherstellers Barry Callebaut(BARN.S) sowie auf uneinheitliche Marktdaten. In den USA verbilligte sich Kakao(CCc1) um 1,3 Prozent auf 3432 Dollar je Tonne. Der in London gehandelte Terminkontrakt(LCCc1) notierte ein Prozent tiefer bei 2531 Pfund Sterling je Tonne.
Der Schweizer Schokoladenkonzern Barry Callebaut senkte sein Jahresziel für das operative Ergebnis und begründete dies mit Lieferkettenproblemen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg sowie mit Überkapazitäten auf dem Kakaomarkt. Der Absatz sei im ersten Halbjahr um fast sieben Prozent gefallen. Anleger versuchten zugleich, uneinheitliche Marktdaten einzuordnen. Die Kakaovermahlung in Asien, ein Maß für die Nachfrage, stieg im ersten Quartal zwar um gut fünf Prozent. In Europa sank sie jedoch um fast acht Prozent.
Gegen eine Erholung der Kakaopreise sprächen auch gute Ernteaussichten an der Elfenbeinsküste angesichts ergiebiger Regenfälle und sonniger Abschnitte, sagte Commerzbank-Ökonom Carsten Fritsch. Diese Kombination verbessere die Wachstumsbedingungen für die Kakaoschoten nach der abgeschlossenen Blütephase. Die Ernte solle in der kommenden Woche allmählich an Fahrt aufnehmen, ehe sie zwischen Mai und Juli den Höhepunkt erreicht. Einige Bauern weisen jedoch laut Fritsch darauf hin, dass weitere Regenfälle nötig sind, um das Erntepotenzial vollständig auszuschöpfen.
(Bericht von May Angel und Sanne Schimanski, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)