16.04.26
11:26
Reuters
Frankfurt, 16. Apr (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
13.15 Uhr - Ein Auftrag der US-Raumfahrtbehörde Nasa gibt den Aktien von Voyager Technologies(VOYG.N) Auftrieb. Die Titel des Raumfahrt- und Rüstungskonzerns aus Colorado legen im vorbörslichen US-Handel um fast acht Prozent zu. Die Nasa habe Voyager als Partner für die siebte private Astronautenmission zur Internationalen Raumstation ISS ausgewählt, teilte das Unternehmen mit. Der Start sei frühestens für 2028 geplant. Die Mission mit dem Namen VOYG-1 ist Teil der Nasa-Strategie, den Betrieb in der erdnahen Umlaufbahn an den Privatsektor zu übertragen. Zugleich soll sie es Voyager ermöglichen, Betriebserfahrungen für die eigene Raumstation Starlab zu sammeln. Außerdem sollen dabei Lebenserhaltungstechnologien und Betriebsabläufe für künftige Mondmissionen erprobt werden.
12.05 Uhr - Eine gesenkte Prognose macht den Aktien des weltgrößten Schokoladenherstellers Barry Callebaut(BARN.S) zu schaffen. Die Titel des Schweizer Konzerns verlieren in der Spitze fast 17 Prozent und markieren mit 1052 Franken den tiefsten Stand seit Anfang November. Barry Callebaut leidet unter einer mauen Konsumlaune und hat daher nach einem Absatzrückgang seine Jahresziele eingedampft. Als Gründe nannte der Vorstand neben einer geringeren Nachfrage auch Lieferunterbrechungen und einen durch Überkapazitäten verschärften Wettbewerb. Die Experten von J.P. Morgan erklärten, Barry Callebaut nehme kurzfristig bewusst niedrigere Gewinne in Kauf, um Marktanteile zu verteidigen. Sie rechnen daher damit, dass die durchschnittliche Gewinnprognose der Analysten für das Geschäftsjahr 2025/26 um rund 20 Prozent sinken dürfte.
11.21 Uhr - Die Furcht vor einem deutlichen Angebotsdefizit durch den Nahost-Krieg treibt den Aluminiumpreis immer weiter in die Höhe. Das Industriemetall, das unter anderem im Fahrzeug- und Flugzeugbau und in der Verpackungsindustrie verwendet wird, liegt mit 3672 Dollar je Tonne auf dem höchsten Stand seit März 2022. Der Preis ist seit Beginn des Krieges Ende Februar um fast 17 Prozent nach oben geschnellt. Einige lokale Aluminiumhütten im Nahen Osten mussten ihre Produktion durch den militärischen Konflikt entweder reduzieren oder sind durch Angriffe beschädigt worden. Aus der Golfregion wurden im vergangenen Jahr rund neun Prozent des weltweiten Aluminiumbedarfs geliefert. Aufgrund der Lieferstörungen im Nahen Osten rechnen die Analysten von JP Morgan 2026 mit einem Primär-Aluminiumdefizit von 1,9 Millionen Tonnen, dem größten seit 2000. Der Aluminiumpreis könnte den Experten zufolge in den kommenden Monaten auf 4000 Dollar je Tonne klettern. Sinkende Lagerbestände verschärfen die Versorgungslage.
10.35 Uhr - Nach ihrem zuletzt rasanten Kursanstieg rutschen die Aktien von Heidelberger Druck(HDDG.DE) deutlich ab. Die Titel fallen in der Spitze um mehr als neun Prozent und halten damit die rote Laterne im SDax(.SDAXI). Der Druckmaschinenhersteller hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 sein Ergebnisziel verfehlt. Das seien keine besonders erfreulichen Nachrichten, sagt ein Händler. Der Startschuss für den Einstieg von Heidelberger Druckmaschinen in das Geschäft mit Drohnenabwehrsystemen bescherte der Aktie zuletzt noch deutlich Auftrieb. Allein am Mittwoch waren die Titel um knapp sieben Prozent in die Höhe geschnellt.
10.25 Uhr - Ein überraschend hoher operativer Gewinn gibt den Aktien des niederländischen Navigationsspezialisten TomTom(TOM2.AS) Rückenwind. Die Titel klettern an der Börse in Amsterdam um rund 3,5 Prozent. TomTom wies für das erste Quartal trotz eines Umsatzrückgangs ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 13,8 Millionen Euro aus. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit sieben Millionen Euro gerechnet. Den kräftigen Gewinnsprung führte TomTom auf höhere Margen und niedrigere Betriebskosten nach einer Umstrukturierung zurück. "Wir haben eine Phase hoher Investitionen in eine neue Kartenplattform hinter uns, und das hat es uns ermöglicht, unsere Organisation zu vereinfachen und zu straffen", sagte Konzernchef Harold Goddijn der Nachrichtenagentur Reuters. Im Zuge des Umbaus hatte das Unternehmen, das unter anderem Microsoft(MSFT.O), Uber(UBER.N) und Volkswagen(VOWG_p.DE) zu seinen Kunden zählt, im Juni 2025 den Abbau von 300 Stellen angekündigt.
10.00 Uhr - Ein Umsatzanstieg im ersten Quartal macht die Aktien von DocMorris(DOCM.S) begehrt. Die Titel der Schweizer Online-Apotheke gewinnen bis zu 8,7 Prozent. Der Umsatz kletterte im ersten Quartal um 11,7 Prozent auf 303,8 Millionen Franken. "Ein starker Start ins Jahr", heißt es in einem Kommentar der Investmentbank Jefferies. Im MDax(.MDAXI) notieren die Aktien der Online-Apotheke Redcare Pharmacy(RDC.DE) mehr als fünf Prozent fester.
07.35 Uhr - Zweifel an einem baldigen Frieden in Nahost schieben den Ölpreis etwas an. Das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) verteuern sich jeweils um rund ein halbes Prozent auf 95,29 beziehungsweise 91,70 Dollar je Fass. "Obwohl Hoffnungen auf eine Deeskalation bestehen, bleiben viele Investoren skeptisch, da die Gespräche zwischen den USA und dem Iran immer wieder gescheitert sind, selbst nachdem sie scheinbar Fortschritte erzielt hatten," sagt Toshitaka Tazawa, Analyst bei Fujitomi Securities. Bis ein Friedensabkommen erzielt und die freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus wiederhergestellt sei, dürften die WTI-Preise voraussichtlich weiterhin zwischen 80 und 100 Dollar schwanken, prognostiziert der Experte. Der Krieg in Nahost hat zu der bislang größten Unterbrechung der weltweiten Öl- und Erdgasversorgung geführt. Insidern zufolge zieht der Iran in den Verhandlungen mit den USA nun eine teilweise Öffnung der Straße von Hormus in Erwägung. Damit rückt die Islamische Republik erstmals von Maximalforderungen ab. Bislang wollte die Regierung in Teheran Gebühren für die Durchfahrt durch die internationale Wasserstraße erheben und die Souveränität über die Meerenge beanspruchen. Seit dem 8. April gilt eine zweiwöchige Feuerpause zwischen den USA und dem Iran.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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