13.04.26
03:03
Reuters
London/Singapur/Tokio, 13. Apr (Reuters) - Das Scheitern der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran hat die Anleger an den asiatischen Börsen am Montag in die Flucht geschlagen. Die japanische Börse in Tokio tendierte schwächer, wobei der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 1,0 Prozent auf 56.357,40 Punkte nachgab. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,5 Prozent niedriger bei 3.721,78 Zählern. Auch in China hielten sich die Investoren zurück: Die Börse Shanghai(.SSEC) verlor 0,1 Prozent auf 3.981,09 Stellen, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) bei 4.637,82 Punkten stagnierte.
Auslöser für die Verunsicherung war die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, den gesamten Schiffsverkehr zu und von iranischen Häfen in der Straße von Hormus durch die US-Marine blockieren zu lassen, nachdem die Verhandlungen mit Teheran geplatzt waren. "Das ist eine absolute Umkehrung jeglichen Optimismus im Vorfeld der Friedensgespräche", sagte Analystin Fiona Cincotta von City Index. In Tokio litten vor allem Halbleiterwerte unter der trüben Stimmung: Die Papiere von Ibiden(4062.T) fielen um 4,3 Prozent. Gefragt waren dagegen Energieaktien(.IMING.T), die um 3,2 Prozent zulegten. Starke Geschäftszahlen verhalfen zudem dem Roboterbauer Yaskawa Electric(6506.T) zu einem Plus von 5,7 Prozent.
Die Furcht vor einem neuen Inflationsschub durch rasant steigende Energiekosten trieb die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihen(JP10YTN=JBTC) auf den höchsten Stand seit 29 Jahren. "Die Unsicherheit über die Aussichten für die Lage im Nahen Osten bleibt hoch", erklärte Anleihestratege Keisuke Tsuruta von Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities. Ungeachtet der globalen Marktturbulenzen treibt der chinesische Leiterplattenhersteller Victory Giant(300476.SZ) seinen Börsengang in Hongkong voran. Das Unternehmen will bei seinem Debüt bis zu 2,23 Milliarden Dollar einsammeln und profitiert dabei vom anhaltenden Boom rund um Künstliche Intelligenz.
Devisen Die geopolitischen Spannungen trieben die Anleger in den als sicherer Hafen geltenden Dollar. Im asiatischen Devisenhandel gewann die US-Währung 0,3 Prozent auf 159,72 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,8327 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte der Dollar 0,4 Prozent höher bei 0,7919 Franken(CHF=). Parallel dazu fiel der Euro(EUR=) um 0,3 Prozent auf 1,1686 Dollar und zog leicht auf 0,9254 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise Die drohende Blockade der Straße von Hormus, durch die ein Fünftel der weltweiten täglichen Energieversorgung fließt, ließ die Ölpreise in die Höhe schnellen. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 7,3 Prozent auf 102,17 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte sogar 8,6 Prozent fester bei 104,91 Dollar.
Wall Street An der Wall Street hatten sich die Anleger bereits vor dem Wochenende angesichts der unsicheren Lage im Nahen Osten zurückgehalten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Freitag mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 47.916,57 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) notierte kaum verändert bei 6.816,89 Zählern, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 0,4 Prozent auf 22.902,89 Stellen an.
(Bericht von Amanda Cooper, Satoshi Sugiyama, Roushni Nair und Scott Murdoch, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
13.04.26
03:03
Reuters
London/Singapur/Tokio, 13. Apr (Reuters) - Das Scheitern der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran hat die Anleger an den asiatischen Börsen am Montag in die Flucht geschlagen. Die japanische Börse in Tokio tendierte schwächer, wobei der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 1,0 Prozent auf 56.357,40 Punkte nachgab. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,5 Prozent niedriger bei 3.721,78 Zählern. Auch in China hielten sich die Investoren zurück: Die Börse Shanghai(.SSEC) verlor 0,1 Prozent auf 3.981,09 Stellen, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) bei 4.637,82 Punkten stagnierte.
Auslöser für die Verunsicherung war die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, den gesamten Schiffsverkehrs zu und von iranischen Häfen in der Straße von Hormus durch die US-Marine blockieren zu lassen, nachdem die Verhandlungen mit Teheran geplatzt waren. "Das ist eine absolute Umkehrung jeglichen Optimismus im Vorfeld der Friedensgespräche", sagte Analystin Fiona Cincotta von City Index. In Tokio litten vor allem Halbleiterwerte unter der trüben Stimmung: Die Papiere von Ibiden(4062.T) fielen um 4,3 Prozent. Gefragt waren dagegen Energieaktien(.IMING.T), die um 3,2 Prozent zulegten. Starke Geschäftszahlen verhalfen zudem dem Roboterbauer Yaskawa Electric(6506.T) zu einem Plus von 5,7 Prozent.
Die Furcht vor einem neuen Inflationsschub durch rasant steigende Energiekosten trieb die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihen(JP10YTN=JBTC) auf den höchsten Stand seit 29 Jahren. "Die Unsicherheit über die Aussichten für die Lage im Nahen Osten bleibt hoch", erklärte Anleihestratege Keisuke Tsuruta von Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities. Ungeachtet der globalen Marktturbulenzen treibt der chinesische Leiterplattenhersteller Victory Giant(300476.SZ) seinen Börsengang in Hongkong voran. Das Unternehmen will bei seinem Debüt bis zu 2,23 Milliarden Dollar einsammeln und profitiert dabei vom anhaltenden Boom rund um Künstliche Intelligenz. Devisen Die geopolitischen Spannungen trieben die Anleger in den als sicherer Hafen geltenden Dollar. Im asiatischen Devisenhandel gewann die US-Währung 0,3 Prozent auf 159,72 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,8327 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte der Dollar 0,4 Prozent höher bei 0,7919 Franken(CHF=). Parallel dazu fiel der Euro(EUR=) um 0,3 Prozent auf 1,1686 Dollar und zog leicht auf 0,9254 Franken(EURCHF=) an. Ölpreise Die drohende Blockade der Straße von Hormus, durch die ein Fünftel der weltweiten täglichen Energieversorgung fließt, ließ die Ölpreise in die Höhe schnellen. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 7,3 Prozent auf 102,17 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte sogar 8,6 Prozent fester bei 104,91 Dollar. Wall Street An der Wall Street hatten sich die Anleger bereits vor dem Wochenende angesichts der unsicheren Lage im Nahen Osten zurückgehalten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Freitag mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 47.916,57 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) notierte kaum verändert bei 6.816,89 Zählern, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 0,4 Prozent auf 22.902,89 Stellen an.
(Bericht von Amanda Cooper, Satoshi Sugiyama, Roushni Nair und Scott Murdoch, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)