10.04.26
03:01
Reuters
Singapur/Tokio/Peking, 10. Apr (Reuters) - Die asiatischen Börsen haben am Freitag trotz anhaltender geopolitischer Spannungen im Nahen Osten Gewinne verzeichnet.
In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) um 1,5 Prozent auf 56.728,95 Punkte zu, während der breiter gefasste Topix(.TOPX) fast unverändert bei 3.739,99 Zählern blieb. Auch in China griffen die Anleger zu: Die Börse Shanghai(.SSEC) gewann 0,8 Prozent auf 3.998,22 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) stieg um 1,3 Prozent auf 4.626,20 Punkte. Die Sorge um die Beständigkeit der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran sowie die israelischen Angriffe im Libanon dämpften jedoch die Kauflaune.
In Japan stützten starke Unternehmenszahlen und die Hoffnung auf Technologie-Investitionen den Markt. Zu den größten Gewinnern zählte der Uniqlo-Mutterkonzern Fast Retailing(9983.T), dessen Aktien nach sehr guten Quartalszahlen auf ein Rekordhoch kletterten. Auch der Technologiezulieferer Fujikura(5803.T) und der Chiphersteller Kioxia Holdings(285A.T) verbuchten deutliche Aufschläge. "Selektive Käufe von Einzelaktien nach den Gewinnbekanntgaben scheinen zur Aufwärtsdynamik beizutragen", sagte Maki Sawada, Aktienstrategin bei Nomura Securities. Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi kündigte derweil an, ab Mai weitere Ölreserven freizugeben, um die wirtschaftlichen Folgen des Nahostkonflikts abzufedern.
In China rückten neue Inflationsdaten in den Fokus, die die direkten Auswirkungen des sechswöchigen Iran-Krieges widerspiegeln. Die Erzeugerpreise stiegen im März um 0,5 Prozent und damit erstmals seit dreieinhalb Jahren, angetrieben von höheren Energiekosten. Diese importierte Inflation könnte den Spielraum der Zentralbank für weitere Konjunkturhilfen einschränken. Gleichzeitig blickten Investoren nervös auf den Nahen Osten, da der Iran die israelischen Angriffe auf den Libanon als Hindernis für das Abkommen mit den USA ansieht.
Devisen Am Devisenmarkt profitierte der Dollar von robusten US-Wirtschaftsdaten und einer hartnäckigen Inflation, die die Erwartungen an eine Zinssenkung der US-Notenbank (Fed) bis in den April 2027 verschoben haben.
Ölpreise Die Ölpreise zogen angesichts der anhaltenden geopolitischen Risiken im Nahen Osten wieder an.
Wall Street Die US-Börsen hatten am Vortag im Plus geschlossen, gestützt von der Hoffnung auf direkte Friedensgespräche zwischen dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und der Regierung im Libanon.
(Bericht von Gregor Stuart Hunter, Rocky Swift, Qiaoyi Li, Ryan Woo, Katya Golubkova und Kaori Kaneko, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
10.04.26
03:01
Reuters
Singapur/Tokio/Peking, 10. Apr (Reuters) - Die asiatischen Börsen haben am Freitag trotz anhaltender geopolitischer Spannungen im Nahen Osten Gewinne verzeichnet. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) um 1,5 Prozent auf 56.728,95 Punkte zu, während der breiter gefasste Topix(.TOPX) fast unverändert bei 3.739,99 Zählern blieb. Auch in China griffen die Anleger zu: Die Börse Shanghai(.SSEC) gewann 0,8 Prozent auf 3.998,22 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) stieg um 1,3 Prozent auf 4.626,20 Punkte. Die Sorge um die Beständigkeit der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran sowie die israelischen Angriffe im Libanon dämpften jedoch die Kauflaune.
In Japan stützten starke Unternehmenszahlen und die Hoffnung auf Technologie-Investitionen den Markt. Zu den größten Gewinnern zählte der Uniqlo-Mutterkonzern Fast Retailing(9983.T), dessen Aktien nach sehr guten Quartalszahlen auf ein Rekordhoch kletterten. Auch der Technologiezulieferer Fujikura(5803.T) und der Chiphersteller Kioxia Holdings(285A.T) verbuchten deutliche Aufschläge. "Selektive Käufe von Einzelaktien nach den Gewinnbekanntgaben scheinen zur Aufwärtsdynamik beizutragen", sagte Maki Sawada, Aktienstrategin bei Nomura Securities. Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi kündigte derweil an, ab Mai weitere Ölreserven freizugeben, um die wirtschaftlichen Folgen des Nahostkonflikts abzufedern.
In China rückten neue Inflationsdaten in den Fokus, die die direkten Auswirkungen des sechswöchigen Iran-Krieges widerspiegeln. Die Erzeugerpreise stiegen im März um 0,5 Prozent und damit erstmals seit dreieinhalb Jahren, angetrieben von höheren Energiekosten. Diese importierte Inflation könnte den Spielraum der Zentralbank für weitere Konjunkturhilfen einschränken. Gleichzeitig blickten Investoren nervös auf den Nahen Osten, da der Iran die israelischen Angriffe auf den Libanon als Hindernis für das Abkommen mit den USA ansieht. Devisen Am Devisenmarkt profitierte der Dollar von robusten US-Wirtschaftsdaten und einer hartnäckigen Inflation, die die Erwartungen an eine Zinssenkung der US-Notenbank (Fed) bis in den April 2027 verschoben haben. Im asiatischen Handel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 159,12 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,8310 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7904 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1690 Dollar und zog leicht auf 0,9241 Franken(EURCHF=) an. Ölpreise Die Ölpreise zogen angesichts der anhaltenden geopolitischen Risiken im Nahen Osten wieder an. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,7 Prozent auf 96,54 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,9 Prozent fester bei 98,73 Dollar. Ein Raketenangriff der Hisbollah auf Israel sowie eine scharfe Warnung von US-Präsident Donald Trump an den Iran, den Öltransport durch die strategisch wichtige Straße von Hormus nicht zu behindern, schürten erneute Angebotssorgen. Wall Street Die US-Börsen hatten am Vortag im Plus geschlossen, gestützt von der Hoffnung auf direkte Friedensgespräche zwischen dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und der Regierung im Libanon. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 48.185,80 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) gewann 0,6 Prozent auf 6.824,66 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) zog um 0,8 Prozent auf 22.822,42 Stellen an.
(Bericht von Gregor Stuart Hunter, Rocky Swift, Qiaoyi Li, Ryan Woo, Katya Golubkova und Kaori Kaneko, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)