30.03.26
16:26
Reuters
| * | Erste Daten aus Bundesländern: Inflation steigt im März | |
| deutlich | ||
| * | Angriffe auf Aluminiumhütten in Nahost treiben Preise | |
| an | ||
| * | Delivery Hero auf Talfahrt - Rätselraten um Zukunft | |
| * | Eisenerz-Terminals wieder in Betrieb - Rio Tinto legt | |
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| (Neu: Xetra-Schlusskurse, Wall Street) | ||
| Frankfurt, 30. Mrz (Reuters) - Die jüngsten Aussagen von | ||
| US-Präsident Donald Trump haben die Anleger am Montag zu | ||
| Aktienkäufen ermuntert. Der Dax(.GDAXI) baute seine anfänglichen | ||
| Verluste wieder ab und schloss 1,2 Prozent höher bei 22.562,88 | ||
| Punkten. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) rückte um 0,7 Prozent auf | ||
| 5541,79 Punkte vor. Die wichtigsten Indizes an der Wall | ||
| Street(.DJI)(.SPX)(.IXIC) lagen zwischen 0,1 und 0,7 Prozent im | ||
| Plus. Für gute Stimmung sorgten Trumps Aussagen über den | ||
| fortschreitenden Verhandlungserfolg mit dem Iran. Zwölf von 15 | ||
| Punkten im Forderungskatalog seien bereits erfolgreich | ||
| verhandelt, hieß es aus dem Weißen Haus. "Der Wahrheitsgehalt | ||
| und die tatsächlichen Fortschritte in den Gesprächen lassen sich | ||
| allerdings nicht wirklich verifizieren", sagte Andreas Lipkow, | ||
| Chefanalyst vom Broker CMC Markets. Zuvor hatten die | ||
| europäischen Börsenbarometer um jeweils rund ein halbes Prozent | ||
| nachgegeben. | ||
Der Krieg im Iran hat zu starken Schwankungen an den internationalen Finanzmärkten geführt, da Händler zögern, Risiken einzugehen. Dies führt zu geringerer Liquidität und macht den Handel schwieriger und teurer. Betroffen sind alle wichtigen Märkte von US-Staatsanleihen über Gold bis hin zu Währungen. "Wenn wir versuchen zu handeln, dauert es länger", sagte Rajeev De Mello, Chefanleger beim Vermögensverwalter GAMA. Selbst an den normalerweise sehr liquiden Märkten für Staatsanleihen zeigen sich Risse. So hat sich einem Bericht von Morgan Stanley zufolge die Spanne zwischen An- und Verkaufskursen für neu ausgegebene zweijährige US-Anleihen im März um rund 27 Prozent ausgeweitet.
Besonders stark waren die Auswirkungen in Europa am Terminmarkt für kurzfristige Zinsen. Die Liquidität sei dort zeitweise auf zehn Prozent des üblichen Niveaus gefallen, sagte Daniel Aksan von Morgan Stanley. "Die Kursbewegungen haben mich an die Covid-Tage erinnert." Drei europäische Finanzaufsichtsbehörden warnten am Freitag, die geopolitischen Spannungen stellten durch höhere Energiepreise, potenziellen Inflationsdruck und ein schwächeres Wirtschaftswachstum erhebliche Risiken für die Finanzwelt dar.
US-Leichtöl WTI(CLc1) setzte zum Wochenstart seinen Aufwärtskurs fort und legte um 3,5 Prozent auf 103,19 Dollar je Fass (159 Liter) zu. Nordseeöl der Sorte Brent(LCOc1) trat nach den starken Gewinnen der vergangenen Wochen mit 112,87 Dollar pro Barrel mehr oder weniger auf der Stelle. Die Islamische Republik hat den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus - ein wichtiger Wasserweg insbesondere für die weltweite Öl- und Erdgasversorgung - weitgehend blockiert. Die gestiegenen Ölpreise haben die Inflation in Deutschland auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren getrieben. Das Geschäftsklima in der Euro-Zone hat sich indes verschlechtert. Iranische Angriffe auf Aluminiumhütten im Nahen Osten trieben zugleich den Preis für das Leichtmetall um rund 3,5 Prozent nach oben.
Für Gesprächsstoff bei den Einzelwerten sorgte unter anderem Suss Microtec(SMHNn.DE) mit einem Minus von 6,3 Prozent. Der Halbleiterausrüster erwartet nach einem Rekordumsatz 2025 im laufenden Jahr geringere Erlöse und Gewinne.
Nach unten ging es auch für die Aktien von Ceconomy(CECG.DE), die 3,4 Prozent einbüßten. Dem chinesischen Internet-Riesen JD.com(9618.HK) kommt bei der Übernahme der "MediaMarkt"- und "Saturn"-Holding womöglich der österreichische Staat auf den letzten Metern in die Quere.
Aus den Depots flogen auch Delivery Hero(DHER.DE) mit einem Minus von 1,8 Prozent. Analysten sind sich angesichts des wachsenden Drucks eines Großaktionärs über die Zukunft des Unternehmens uneins.
Gefragt an der Börse in London waren unter anderem die Aktien des Bergbaukonzerns Rio Tinto(RIO.L). Die Papiere verteuerten sich um 3,5 Prozent. Der weltgrößte Eisenerzförderer teilte mit, dass die Verladung an drei seiner vier Terminals in der westaustralischen Pilbara-Region am Samstag wieder aufgenommen worden sei. Der Wirbelsturm "Narelle" hatte die Schließung der Häfen am Dienstag erzwungen.
(Bericht von Sanne Schimanski. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
30.03.26
16:26
Reuters
Frankfurt, 30. Mrz (Reuters) - Die jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump haben die Anleger am Montag zu Aktienkäufen ermuntert. Der Dax(.GDAXI) baute seine anfänglichen Verluste wieder ab und schloss 1,2 Prozent höher bei 22.562,88 Punkten. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) rückte um 0,7 Prozent auf 5541,79 Punkte vor. Die wichtigsten Indizes an der Wall Street(.DJI)(.SPX)(.IXIC) lagen zwischen 0,1 und 0,7 Prozent im Plus. Für gute Stimmung sorgten Trumps Aussagen über den fortschreitenden Verhandlungserfolg mit dem Iran. Zwölf von 15 Punkten im Forderungskatalog seien bereits erfolgreich verhandelt, hieß es aus dem Weißen Haus. "Der Wahrheitsgehalt und die tatsächlichen Fortschritte in den Gesprächen lassen sich allerdings nicht wirklich verifizieren", sagte Andreas Lipkow, Chefanalyst vom Broker CMC Markets. Zuvor hatten die europäischen Börsenbarometer um jeweils rund ein halbes Prozent nachgegeben.
Der Krieg im Iran hat zu starken Schwankungen an den internationalen Finanzmärkten geführt, da Händler zögern, Risiken einzugehen. Dies führt zu geringerer Liquidität und macht den Handel schwieriger und teurer. Betroffen sind alle wichtigen Märkte von US-Staatsanleihen über Gold bis hin zu Währungen. "Wenn wir versuchen zu handeln, dauert es länger", sagte Rajeev De Mello, Chefanleger beim Vermögensverwalter GAMA. Selbst an den normalerweise sehr liquiden Märkten für Staatsanleihen zeigen sich Risse. So hat sich einem Bericht von Morgan Stanley zufolge die Spanne zwischen An- und Verkaufskursen für neu ausgegebene zweijährige US-Anleihen im März um rund 27 Prozent ausgeweitet.
Besonders stark waren die Auswirkungen in Europa am Terminmarkt für kurzfristige Zinsen. Die Liquidität sei dort zeitweise auf zehn Prozent des üblichen Niveaus gefallen, sagte Daniel Aksan von Morgan Stanley. "Die Kursbewegungen haben mich an die Covid-Tage erinnert." Drei europäische Finanzaufsichtsbehörden warnten am Freitag, die geopolitischen Spannungen stellten durch höhere Energiepreise, potenziellen Inflationsdruck und ein schwächeres Wirtschaftswachstum erhebliche Risiken für die Finanzwelt dar.
US-Leichtöl WTI(CLc1) setzte zum Wochenstart seinen Aufwärtskurs fort und legte um 3,5 Prozent auf 103,19 Dollar je Fass (159 Liter) zu. Nordseeöl der Sorte Brent(LCOc1) trat nach den starken Gewinnen der vergangenen Wochen mit 112,87 Dollar pro Barrel mehr oder weniger auf der Stelle. Die Islamische Republik hat den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus - ein wichtiger Wasserweg insbesondere für die weltweite Öl- und Erdgasversorgung - weitgehend blockiert. Die gestiegenen Ölpreise haben die Inflation in Deutschland auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren getrieben. Das Geschäftsklima in der Euro-Zone hat sich indes verschlechtert. Iranische Angriffe auf Aluminiumhütten im Nahen Osten trieben zugleich den Preis für das Leichtmetall um rund 3,5 Prozent nach oben.
Für Gesprächsstoff bei den Einzelwerten sorgte unter anderem Suss Microtec(SMHNn.DE) mit einem Minus von 6,3 Prozent. Der Halbleiterausrüster erwartet nach einem Rekordumsatz 2025 im laufenden Jahr geringere Erlöse und Gewinne.
Nach unten ging es auch für die Aktien von Ceconomy(CECG.DE), die 3,4 Prozent einbüßten. Dem chinesischen Internet-Riesen JD.com(9618.HK) kommt bei der Übernahme der "MediaMarkt"- und "Saturn"-Holding womöglich der österreichische Staat auf den letzten Metern in die Quere.
Aus den Depots flogen auch Delivery Hero(DHER.DE) mit einem Minus von 1,8 Prozent. Analysten sind sich angesichts des wachsenden Drucks eines Großaktionärs über die Zukunft des Unternehmens uneins.
Gefragt an der Börse in London waren unter anderem die Aktien des Bergbaukonzerns Rio Tinto(RIO.L). Die Papiere verteuerten sich um 3,5 Prozent. Der weltgrößte Eisenerzförderer teilte mit, dass die Verladung an drei seiner vier Terminals in der westaustralischen Pilbara-Region am Samstag wieder aufgenommen worden sei. Der Wirbelsturm "Narelle" hatte die Schließung der Häfen am Dienstag erzwungen.
(Bericht von Sanne Schimanski. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)