26.03.26
08:36
Reuters
Frankfurt, 26. Mrz (Reuters) - Ein vorsichtiger Ausblick des Technologieunternehmens Kontron(KTN.DE) hat die Anleger verschreckt und die Aktie auf Talfahrt geschickt. Der auf das Vernetzen von Geräten und Prozessen (Internet of Things) spezialisierte Anbieter rechnet im laufenden Jahr mit einem Umsatzanstieg um rund acht Prozent auf 1,75 bis 1,8 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) soll nur um zwei Prozent auf 225 Millionen Euro klettern, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das sei ein konservativer Ausblick, sagte ein Händler. Die Experten hätten im Schnitt eher mit 244 Millionen Euro gerechnet. Die im SDax gelisteten Kontron-Aktien büßten zum Handelsstart zehn Prozent ein.
Kontron kämpfte im vergangenen Jahr mit einem schwachen Geschäft in der Umwelttechnologie, insbesondere im Solarsektor. Die Sparte schrieb operativ rote Zahlen. Das Unternehmen reagiert darauf mit einer Restrukturierung, bei der konzernweit rund 500 Stellen abgebaut werden sollen. Dafür sind Aufwendungen von rund 25 Millionen Euro veranschlagt. Der Bereich soll im vierten Quartal 2026 wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Wachstumstreiber des Konzerns sind die Sparten Verteidigung und Transport sowie das Geschäft mit Software und Cybersicherheit. Insgesamt ging der Umsatz 2025 wegen der Entkonsolidierung des Geschäfts mit Rechnermodulen leicht auf 1,6 Milliarden Euro zurück. Das bereinigte Ebitda kletterte rund 15 Prozent auf 220,5 Millionen Euro.
Mittelfristig peilt der Konzern kräftiges Wachstum an. Bis 2030 soll der Umsatz auf 2,6 Milliarden Euro steigen und das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) 420 Millionen Euro erreichen, wie Kontron mitteilte. Man prüfe außerdem gezielte Übernahmen in den Kerngeschäften und treibe auch die Internationalisierung voran. Der Anteil der Umsätze in den USA und China soll sich bis 2030 auf rund 30 Prozent von derzeit 15 Prozent verdoppeln, unterstützt durch lokale Produktionen sowie eine Verstärkung der Kooperation mit dem Auftragsfertiger Foxconn(2354.TW) und dessen Tochter Ennoconn(6414.TW).
(Bericht von Sabine Wollrab. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
26.03.26
08:36
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Frankfurt, 26. Mrz (Reuters) - Ein vorsichtiger Ausblick des Technologieunternehmens Kontron(KTN.DE) hat die Anleger verschreckt und die Aktie auf Talfahrt geschickt. Der auf das Vernetzen von Geräten und Prozessen (Internet of Things) spezialisierte Anbieter rechnet im laufenden Jahr mit einem Umsatzanstieg um rund acht Prozent auf 1,75 bis 1,8 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) soll nur um zwei Prozent auf 225 Millionen Euro klettern, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das sei ein konservativer Ausblick, sagte ein Händler. Die Experten hätten im Schnitt eher mit 244 Millionen Euro gerechnet. Die im SDax gelisteten Kontron-Aktien büßten zum Handelsstart zehn Prozent ein.
Kontron kämpfte im vergangenen Jahr mit einem schwachen Geschäft in der Umwelttechnologie, insbesondere im Solarsektor. Die Sparte schrieb operativ rote Zahlen. Das Unternehmen reagiert darauf mit einer Restrukturierung, bei der konzernweit rund 500 Stellen abgebaut werden sollen. Dafür sind Aufwendungen von rund 25 Millionen Euro veranschlagt. Der Bereich soll im vierten Quartal 2026 wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Wachstumstreiber des Konzerns sind die Sparten Verteidigung und Transport sowie das Geschäft mit Software und Cybersicherheit. Insgesamt ging der Umsatz 2025 wegen der Entkonsolidierung des Geschäfts mit Rechnermodulen leicht auf 1,6 Milliarden Euro zurück. Das bereinigte Ebitda kletterte rund 15 Prozent auf 220,5 Millionen Euro.
Mittelfristig peilt der Konzern kräftiges Wachstum an. Bis 2030 soll der Umsatz auf 2,6 Milliarden Euro steigen und das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) 420 Millionen Euro erreichen, wie Kontron mitteilte. Man prüfe außerdem gezielte Übernahmen in den Kerngeschäften und treibe auch die Internationalisierung voran. Der Anteil der Umsätze in den USA und China soll sich bis 2030 auf rund 30 Prozent von derzeit 15 Prozent verdoppeln, unterstützt durch lokale Produktionen sowie eine Verstärkung der Kooperation mit dem Auftragsfertiger Foxconn(2354.TW) und dessen Tochter Ennoconn(6414.TW).
(Bericht von Sabine Wollrab. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)