19.03.26
17:03
Reuters
Frankfurt, 19. Mrz (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
17.55 Uhr - Der steigende Ölpreis infolge des eskalierenden Nahost-Konflikts gibt US-Energiewerten Auftrieb. Der S&P-Branchenindex(.SPNY) legt um 1,2 Prozent zu. Zu den größten Gewinnern gehören die Aktien von APA Corp(APA.O) und Valero Energy(VLO.N) mit einem Plus zwischen 3,1 und 4,7 Prozent. Die Papiere des Branchenriesen Chevron(CVX.N) steigen um rund ein Prozent. Occidental Petroleum(OXY.N) legen um 2,9 Prozent zu. Auch Ölfeldausrüster wie Baker Hughes(BKR.O) und Raffinerien wie Phillips 66(PSX.N) liegen deutlich im Plus.
14.20 Uhr - Der Euro(EUR=) weitet seine Kursgewinne nach dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) etwas aus und steigt um 0,4 Prozent auf 1,1499 Dollar. Der EZB-Rat um Präsidentin Christine Lagarde beließ den Einlagensatz erwartungsgemäß bei 2,0 Prozent. Der Dax(.GDAXI) grenzt seine Verluste geringfügig ein und notiert noch 2,7 Prozent tiefer bei 22.852 Punkten. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe(DE10YT=RR) bröckelt etwas ab und steht bei 2,983 Prozent.
14.00 Uhr - Nach einem iranischen Angriff auf eine wichtige Anlage für Flüssigerdgas in Katar schnellen die Gaspreise in die Höhe. Der europäische Future(TRNLTTFMc1) steigt um 20,4 Prozent auf 65,60 Euro je Megawattstunde. Der Terminkontrakt(TFMBMc1) am TFF-Hub verteuert sich um bis zu 28 Prozent auf 74 Euro je Megawattstunde, den höchsten Stand seit Januar 2023. In dem angegriffenen Ras-Laffan-Komplex werden 20 Prozent des weltweiten Flüssigerdgases (LNG) produziert. "Wir bewegen uns jetzt geradewegs auf ein katastrophales Gaskrisen-Szenario zu", sagt Saul Kavonic, Analysechef bei MST Marquee. Die Unterbrechung der LNG-Lieferungen könne je nach Ausmaß der Schäden Monate oder sogar Jahre andauern.
13.25 Uhr - Der Ausverkauf bei Staatsanleihen treibt die Renditen in die Höhe. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe(DE10YT=RR) steigt um rund sechs Basispunkte auf 3,005 Prozent und erreicht damit ein Zweieinhalbjahreshoch. Die Rendite der zweijährigen Anleihe(DE2YT=RR) legt um elf Basispunkte auf 2,561 Prozent zu und erreicht damit den höchsten Stand seit Juli 2024. Nach der Entscheidung der US-Notenbank am Mittwoch, die Zinsen nicht anzutasten, sehen Händler schwindende Chancen für baldige Zinssenkungen. Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte Ökonomen zufolge am Donnerstag ebenfalls nicht an der Zinsschraube drehen. Angesichts der mit dem Ölpreisschock verbundenen Inflationsgefahr scheute auch die britische Notenbank vor einer Zinssenkung zurück.
10.39 Uhr - Schwindende Zinssenkungshoffnungen machen dem Kupferpreis(CMCU3) zu schaffen. Das Industriemetall verbilligt sich um 2,9 Prozent auf 12.034 Dollar je Tonne, den tiefsten Stand seit drei Monaten. Die US-Notenbank signalisierte am Mittwoch, die Zinsen in diesem Jahr wegen des Nahost-Konflikts voraussichtlich nur einmal zu senken. Der geldpolitische Schlüsselsatz blieb vorerst in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Zusätzlich belastet wird Kupfer durch die jüngste Dollar(.DXY)-Aufwertung. Eine stärkere US-Devise macht in Dollar gehandelte Rohstoffe teurer und dämpft damit die Nachfrage. Auch für den Goldpreis(XAU=) geht es aufgrund der Zinsaussichten und der Dollar-Stärke bergab. Das Edelmetall verbilligt sich um bis zu 2,7 Prozent auf 4687 Dollar je Feinunze.
10.19 Uhr - Für die Aktien der IT-Firma Kontron(KTN.DE) geht es rasant bergab. Die Titel verlieren im SDax(.SDAXI) in der Spitze 23,9 Prozent auf 16,34 Euro. Das ist der tiefste Stand seit November 2024. Börsianer konnten sich den Kursrutsch zunächst nicht erklären.
09.35 Uhr - Trotz Zuwächsen im vergangenen Jahr drücken die Anleger bei Vonovia(VNAn.DE) auf den Verkaufsknopf. Die Titel rutschten im Dax(.GDAXI) in einem schwachen Gesamtmarkt in der Spitze um 10,5 Prozent auf 22,02 Euro ab, den tiefsten Stand seit November 2023. Unter dem Strich schrieb Vonovia nach einer Aufwertung des Immobilienbestands einen Gewinn von 4,8 Milliarden Euro. Vor Jahresfrist stand wegen der Branchenkrise noch ein Verlust von rund einer Milliarde Euro in den Büchern. Im MDax(.MDAXI) verlieren TAG Immobilien(TEGG.DE) und LEG Immobilien(LEGn.DE) jeweils gut sieben Prozent.
08.08 Uhr - Nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed geht es für den Dollar bergauf. Der Dollar-Index(.DXY) steigt um bis zu 0,2 Prozent auf 100,25 Punkte. Auch unmittelbar nach dem Zinsbeschluss am Mittwochabend hatte er zugelegt. Die Währungshüter signalisierten, die Zinsen in diesem Jahr wegen des Nahost-Konflikts voraussichtlich nur einmal zu senken. Der geldpolitische Schlüsselsatz blieb am Mittwoch vorerst in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Alles in allem dürfte sich der Markt in seiner Erwartung von voraussichtlich weniger Zinssenkungen der Fed infolge höherer Energiepreise bestätigt fühlen, heißt es in einem Kommentar der Commerzbank. "Das bedeutet, dass der Dollar bei einem weiteren Anstieg der Energiepreise auch vorerst weiter aufwerten wird." Seit Beginn des Nahost-Krieges vor knapp drei Wochen hat der Dollar bereits 2,7 Prozent an Wert gewonnen. Der Euro(EUR=) notiert vor dem Zinsentscheid der EZB am frühen Nachmittag kaum verändert bei 1,1457 Dollar.
07.20 Uhr - Die Angst vor langfristigen Versorgungsengpässen treibt den Ölpreis am Donnerstag weiter in die Höhe. Nordsee-Öl Brent(LCOc1) und US-Öl WTI(CLc1) verteuern sich in der Spitze um 5,4 beziehungsweise 3,8 Prozent auf 113,15 und 100,02 Dollar je Fass. Nach einem Angriff auf das riesige iranische Gasfeld Pars mutmaßlich durch Israel hat der Iran Energieanlagen in Katar und Saudi-Arabien attackiert und damit den Konflikt mit den USA und Israel weiter eskaliert. Die gezielten Angriffe auf die Ölinfrastruktur deuteten auf eine länger anhaltende Unterbrechung der Ölversorgung hin, erklärt Priyanka Sachdeva von Phillip Nova. Zudem habe die US-Notenbank Fed Öl ins Feuer gegossen, indem sie die Zinsen stabil gehalten und auf die wirtschaftlichen Bedenken des Ölpreisanstiegs hingewiesen habe. Die Federal Reserve hatte signalisiert, die Zinsen in diesem Jahr wegen des Nahost-Konflikts voraussichtlich nur einmal zu senken.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
19.03.26
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