18.03.26
18:26
Reuters
| * Fed tastet Leitzinsen erwartungsgemäß nicht an | |
| * | Erzeugerpreise steigen stärker als erwartet |
| * | Ölpreise im Aufwind - Angriff auf iranisches Gasfeld |
| (Neu: Fokus auf USA) | |
| Frankfurt, 18. Mrz (Reuters) - Inflationssorgen haben | |
| die Stimmung der US-Anleger an der Wall Street am Mittwoch | |
| getrübt. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte verlor bis | |
| zum Mittag (Ortszeit) 0,9 Prozent auf 46.573 Punkte. Der breiter | |
| gefasste S&P 500(.SPX) und der Index der Technologiebörse | |
| Nasdaq(.IXIC) fielen um je 0,6 Prozent auf 6675 und 22.355 | |
| Zähler. | |
Unterdessen tastete die US-Notenbank die Zinsen wie von Ökonomen erwartet nicht an. Der geldpolitische Schlüsselsatz blieb in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Es ist die zweite Pause in Folge, nachdem die Fed die Zinsen im vorigen Jahr dreimal gesenkt hatte. Aktienanleger sehen wegen der Inflationsrisiken immer geringere Chancen für sinkende Zinsen in diesem Jahr. Die Erzeugerpreise waren im Februar um 3,4 Prozent und damit stärker als erwartet geklettert. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg von 2,9 Prozent gerechnet. Im Monatsvergleich legten die Preise um 0,7 Prozent zu, erwartet worden war ein Plus von 0,3 Prozent.
Börsianer fürchten auch, dass die Preise weiter steigen, da der Nahostkonflikt die Fracht- und Ölpreise in die Höhe treibt. Auslöser für den Anstieg am Mittwoch war der Angriff auf ein iranisches Erdgasfeld. Die Nordseesorte Brent(LCOc1) verteuerte sich um bis zu 6,3 Prozent auf 109,95 Dollar je Fass, während die US-Sorte WTI(CLc1) um mehr als drei Prozent auf 99,41 Dollar stieg. Am Vormittag hatten die Preise noch im Minus gelegen. "Ich denke, der Katalysator für den Umschwung sind wirklich diese Schlagzeilen über die Angriffe auf Gas- und Ölfelder im Iran", sagte Mike Brown, leitender Stratege bei Pepperstone. "Der Grund, warum die Märkte so negativ darauf reagiert haben, liegt darin, dass die Energieinfrastruktur bisher weitgehend verschont geblieben ist." Es wäre eine "ziemlich bedeutende Eskalation", wenn diese nun auf der Zielliste stünde.
Einem Insider zufolge waren die Gaslieferungen in den Irak unterbrochen. Die Islamische Republik kündigte an, drei konkrete Industrieanlagen der Energiebranche in Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten ins Visier zu nehmen. Der Dollar-Index(=USD), der den Greenback im Verhältnis zu sechs wichtigen Währungen misst, stieg um 0,3 Prozent, da Anleger in sicherere Häfen flüchteten.
Die höheren Ölpreise führten zu Kursverlusten bei Aktien aus dem Reisesektor. Papiere der Airlines Delta(DAL.O) und des Kreuzfahrtbetreibers Carnival(CCL.N) sackten um bis zu 1,4 Prozent ab. Im Energiesektor legten Occidental(OXY.N) hingegen um 1,3 Prozent zu. Überraschend positive Quartalszahlen beflügelten Macy's(M.N). Der bereinigte Gewinn je Aktie der Kaufhauskette lag im Quartal bei 1,67 Dollar und damit über den Analystenschätzungen von 1,53 Dollar. Macy's verteuerte sich um fünf Prozent.
Gegen den Trend legten einige Technologiewerte zu. AMD(AMD.O) gewannen zwei Prozent nach der Ausweitung einer Partnerschaft mit Samsung(005930.KS) bei Speicherchips für KI-Anwendungen. Nvidia(NVDA.O) stiegen um 0,4 Prozent, nachdem Peking den Verkauf seiner zweitstärksten KI-Chips in China genehmigt hatte. Die Aktien der Vermögensverwalter Apollo (APO.O) und Ares(ARES.N) erholten sich von ihren jüngsten Verlusten, die durch Sorgen über die Qualität von Privatkrediten ausgelöst worden waren.
(Bericht von Johann M Cherian und Utkarsh Hathi, geschrieben von Anika Ross, redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
18.03.26
18:26
Reuters
Frankfurt, 18. Mrz (Reuters) - Inflationssorgen haben die Stimmung der US-Anleger an der Wall Street am Mittwoch getrübt. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte verlor bis zum Mittag (Ortszeit) 0,9 Prozent auf 46.573 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) und der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) fielen um je 0,6 Prozent auf 6675 und 22.355 Zähler.
Unterdessen tastete die US-Notenbank die Zinsen wie von Ökonomen erwartet nicht an. Der geldpolitische Schlüsselsatz blieb in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Es ist die zweite Pause in Folge, nachdem die Fed die Zinsen im vorigen Jahr dreimal gesenkt hatte. Aktienanleger sehen wegen der Inflationsrisiken immer geringere Chancen für sinkende Zinsen in diesem Jahr. Die Erzeugerpreise waren im Februar um 3,4 Prozent und damit stärker als erwartet geklettert. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg von 2,9 Prozent gerechnet. Im Monatsvergleich legten die Preise um 0,7 Prozent zu, erwartet worden war ein Plus von 0,3 Prozent.
Börsianer fürchten auch, dass die Preise weiter steigen, da der Nahostkonflikt die Fracht- und Ölpreise in die Höhe treibt. Auslöser für den Anstieg am Mittwoch war der Angriff auf ein iranisches Erdgasfeld. Die Nordseesorte Brent(LCOc1) verteuerte sich um bis zu 6,3 Prozent auf 109,95 Dollar je Fass, während die US-Sorte WTI(CLc1) um mehr als drei Prozent auf 99,41 Dollar stieg. Am Vormittag hatten die Preise noch im Minus gelegen. "Ich denke, der Katalysator für den Umschwung sind wirklich diese Schlagzeilen über die Angriffe auf Gas- und Ölfelder im Iran", sagte Mike Brown, leitender Stratege bei Pepperstone. "Der Grund, warum die Märkte so negativ darauf reagiert haben, liegt darin, dass die Energieinfrastruktur bisher weitgehend verschont geblieben ist." Es wäre eine "ziemlich bedeutende Eskalation", wenn diese nun auf der Zielliste stünde.
Einem Insider zufolge waren die Gaslieferungen in den Irak unterbrochen. Die Islamische Republik kündigte an, drei konkrete Industrieanlagen der Energiebranche in Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten ins Visier zu nehmen. Der Dollar-Index(=USD), der den Greenback im Verhältnis zu sechs wichtigen Währungen misst, stieg um 0,3 Prozent, da Anleger in sicherere Häfen flüchteten.
Die höheren Ölpreise führten zu Kursverlusten bei Aktien aus dem Reisesektor. Papiere der Airlines Delta(DAL.O) und des Kreuzfahrtbetreibers Carnival(CCL.N) sackten um bis zu 1,4 Prozent ab. Im Energiesektor legten Occidental(OXY.N) hingegen um 1,3 Prozent zu. Überraschend positive Quartalszahlen beflügelten Macy's(M.N). Der bereinigte Gewinn je Aktie der Kaufhauskette lag im Quartal bei 1,67 Dollar und damit über den Analystenschätzungen von 1,53 Dollar. Macy's verteuerte sich um fünf Prozent.
Gegen den Trend legten einige Technologiewerte zu. AMD(AMD.O) gewannen zwei Prozent nach der Ausweitung einer Partnerschaft mit Samsung(005930.KS) bei Speicherchips für KI-Anwendungen. Nvidia(NVDA.O) stiegen um 0,4 Prozent, nachdem Peking den Verkauf seiner zweitstärksten KI-Chips in China genehmigt hatte. Die Aktien der Vermögensverwalter Apollo (APO.O) und Ares(ARES.N) erholten sich von ihren jüngsten Verlusten, die durch Sorgen über die Qualität von Privatkrediten ausgelöst worden waren.
(Bericht von Johann M Cherian und Utkarsh Hathi, geschrieben von Anika Ross, redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)