13.03.26
04:02
Reuters
Singapur/Peking/Tokio, 13. Mrz (Reuters) - Schwindende Hoffnungen auf eine Lösung im Krieg zwischen den USA und Israel mit dem Iran und die damit verbundenen hohen Ölpreise belasten die Börsen in Asien. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans(.MIAP00000PUS) gab um 0,5 Prozent nach. In Südkorea gaben die technologielastigen Aktien(.KS11) um fast zwei Prozent nach und die Börse in Taiwan(.TWII) verlor ein Prozent.
In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 1,2 Prozent auf 53.774,06 Punkte nach und der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,6 Prozent niedriger bei 3.629,47 Zählern. Auf sieben Kursgewinner im Nikkei-Index kamen 115 Verlierer. Die Aktien von Honda Motor(7267.T) brachen um 6,1 Prozent ein und verbuchten damit den größten prozentualen Tagesverlust seit Februar 2025. Japans zweitgrößter Autobauer hatte wegen massiver Restrukturierungskosten im Bereich Elektromobilität den ersten Jahresverlust seit fast 70 Jahren als börsennotiertes Unternehmen angekündigt.
In China verlor die Börse Shanghai(.SSEC) 0,2 Prozent auf 4.120,14 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) stagnierte bei 4.686,51 Punkten.
"Angesichts der weiterhin hohen Wahrscheinlichkeit höherer Ölpreise sollten sich Anleger auf eine anhaltende Volatilität und möglicherweise weitere kurzfristige Abwärtsrisiken einstellen", sagte Vasu Menon, Geschäftsführer für Anlagestrategie bei OCBC in Singapur. Zudem veranlasst die Furcht vor steigender Inflation die Märkte dazu, ihre Erwartungen an die Zentralbanken neu zu bewerten. Händler rechnen nun mit einer Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed von nur noch 20 Basispunkten, verglichen mit den im Vormonat eingepreisten 50 Basispunkten. "Die Märkte waren in diesem Jahr auf Zinssenkungen der Fed eingestellt, aber die Grundlage für Zinssenkungen ist mit dem US-Einsatz im Iran nicht mehr gegeben", sagte Prashant Newnaha, leitender Zinsstratege bei TD Securities. "Die Märkte richten sich auf einen höheren Endzinssatz ein."
DEVISEN Der US-Dollar gilt in unsicheren Zeiten als sicherer Hafen. Dies setzt die meisten anderen Währungen unter Druck. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 159,35 Yen(JPY=) und legte 0,2 Prozent auf 6,8855 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte rückte er etwas auf 0,7863 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1507 Dollar und zog leicht auf 0,9051 Franken(EURCHF=) an.
ÖLPREISE Die Ölpreise haben im frühen Handel in Asien leicht nachgegeben, hielten sich aber in der Nähe der viel beachteten Marke von 100 Dollar pro Barrel. Händler verweisen auf die von den USA am Donnerstag erteilte 30-tägige Genehmigung, die es Ländern erlaubt, auf See befindliches russisches Öl und Ölprodukte zu kaufen. Damit lindern sich Sorgen über das Angebot. Die Genehmigung sei ein Schritt zur Stabilisierung der durch den Iran-Krieg erschütterten globalen Energiemärkte, hatte US-Finanzminister Scott Bessent erklärt. "Die 30-tägige Genehmigung hat die Sorgen am Markt gelindert, aber sie wird das grundlegendste Problem nicht lösen", sagte Analyst Yang An von Haitong Futures. "Das Wichtigste ist die Wiederherstellung der sicheren Schifffahrt in der Straße von Hormus."
Die Rohöl-Sorte Brent(LCOc1) aus der Nordsee stagnierte bei 100,39 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI(CLc1) notierte 0,4 Prozent schwächer bei 95,36 Dollar.
WALL STREET
Die hohen Ölpreise im Zuge des Irankrieges hatten die US-Börsen am Donnerstag auf Talfahrt geschickt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstagmit einem Minus von 1,6 Prozent bei 46.677,85 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 1,5 Prozent auf 6.672,62 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 1,8 Prozent auf 22.311,98 Stellen nach.
Aus den Depots der Anleger wurden vor allem die unter hohen Kerosinkosten leidenden Airlines geworfen. Auch Papiere von Kreuzfahrtbetreibern wie Norwegian(NCLH.N) und Carnival(CCL.N) gerieten mit einem Minus von 4,8 Prozent und 7,9 Prozent wegen der hohen Ölpreise unter Druck. Aktien von Öl- und Gasunternehmen legten dagegen zu, wie etwa Chevron(CVX.N) mit 2,7 Prozent. Im Finanzsektor rutschten Aktien von Banken und Vermögensverwaltern ab.
(Berichte von Ankur Banerjee, Sam Lee, Lewis Jackson, Satoshi Sugiyama, geschrieben von Esther Blank. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
13.03.26
04:02
Reuters
Singapur/Peking/Tokio, 13. Mrz (Reuters) - Schwindende Hoffnungen auf eine Lösung im Krieg zwischen den USA und Israel mit dem Iran und die damit verbundenen hohen Ölpreise belasten die Börsen in Asien. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans(.MIAP00000PUS) gab um 0,5 Prozent nach. In Südkorea gaben die technologielastigen Aktien(.KS11) um fast zwei Prozent nach und die Börse in Taiwan(.TWII) verlor ein Prozent.
In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index(.N225) 1,2 Prozent auf 53.774,06 Punkte nach und der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,6 Prozent niedriger bei 3.629,47 Zählern. Auf sieben Kursgewinner im Nikkei-Index kamen 115 Verlierer. Die Aktien von Honda Motor(7267.T) brachen um 6,1 Prozent ein und verbuchten damit den größten prozentualen Tagesverlust seit Februar 2025. Japans zweitgrößter Autobauer hatte wegen massiver Restrukturierungskosten im Bereich Elektromobilität den ersten Jahresverlust seit fast 70 Jahren als börsennotiertes Unternehmen angekündigt.
In China verlor die Börse Shanghai(.SSEC) 0,2 Prozent auf 4.120,14 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) stagnierte bei 4.686,51 Punkten.
"Angesichts der weiterhin hohen Wahrscheinlichkeit höherer Ölpreise sollten sich Anleger auf eine anhaltende Volatilität und möglicherweise weitere kurzfristige Abwärtsrisiken einstellen", sagte Vasu Menon, Geschäftsführer für Anlagestrategie bei OCBC in Singapur. Zudem veranlasst die Furcht vor steigender Inflation die Märkte dazu, ihre Erwartungen an die Zentralbanken neu zu bewerten. Händler rechnen nun mit einer Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed von nur noch 20 Basispunkten, verglichen mit den im Vormonat eingepreisten 50 Basispunkten. "Die Märkte waren in diesem Jahr auf Zinssenkungen der Fed eingestellt, aber die Grundlage für Zinssenkungen ist mit dem US-Einsatz im Iran nicht mehr gegeben", sagte Prashant Newnaha, leitender Zinsstratege bei TD Securities. "Die Märkte richten sich auf einen höheren Endzinssatz ein."
DEVISEN Der US-Dollar gilt in unsicheren Zeiten als sicherer Hafen. Dies setzt die meisten anderen Währungen unter Druck. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 159,35 Yen(JPY=) und legte 0,2 Prozent auf 6,8855 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er rückte er etwas auf 0,7863 Franken(CHF=) vor. Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1507 Dollar und zog leicht auf 0,9051 Franken(EURCHF=) an.
ÖLPREISE Die Ölpreise haben im frühen Handel in Asien leicht nachgegeben, hielten sich aber in der Nähe der viel beachteten Marke von 100 Dollar pro Barrel. Händler verweisen auf die von den USA am Donnerstag erteilte 30-tägige Genehmigung, die es Ländern erlaubt, auf See befindliches russisches Öl und Ölprodukte zu kaufen. Damit lindern sich Sorgen über das Angebot. Die Genehmigung sei ein Schritt zur Stabilisierung der durch den Iran-Krieg erschütterten globalen Energiemärkte, hatte US-Finanzminister Scott Bessent erklärt. "Die 30-tägige Genehmigung hat die Sorgen am Markt gelindert, aber sie wird das grundlegendste Problem nicht lösen", sagte Analyst Yang An von Haitong Futures. "Das Wichtigste ist die Wiederherstellung der sicheren Schifffahrt in der Straße von Hormus."
Die Rohöl-Sorte Brent(LCOc1) aus der Nordsee stagnierte bei 100,39 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI(CLc1) notierte 0,4 Prozent schwächer bei 95,36 Dollar.
WALL STREET
Die hohen Ölpreise im Zuge des Irankrieges hatten die US-Börsen am Donnerstag auf Talfahrt geschickt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones(.DJI) hatte sich am Donnerstag mit einem Minus von 1,6 Prozent bei 46.677,85 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500(.SPX) verlor 1,5 Prozent auf 6.672,62 Zähler, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) gab 1,8 Prozent auf 22.311,98 Stellen nach.
Aus den Depots der Anleger wurden vor allem die unter hohen Kerosinkosten leidenden Airlines geworfen. Auch Papiere von Kreuzfahrtbetreibern wie Norwegian(NCLH.N) und Carnival(CCL.N) gerieten mit einem Minus von 4,8 Prozent und 7,9 Prozent wegen der hohen Ölpreise unter Druck. Aktien von Öl- und Gasunternehmen legten dagegen zu, wie etwa Chevron(CVX.N) mit 2,7 Prozent. Im Finanzsektor rutschten Aktien von Banken und Vermögensverwaltern ab.
(Berichte von Ankur Banerjee, Sam Lee, Lewis Jackson, Satoshi Sugiyama, geschrieben von Esther Blank. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)