05.03.26
19:33
Reuters
| * Furcht vor längerfristigen Lieferstörungen in Straße | |
| von Hormus | |
| * | Dollar als "sicherer Hafen" erneut im Aufwind |
| * | Pläne von OpenAI beflügeln Expedia und Booking |
| (Neu: Aluminium, Dollar, Expedia, Booking) | |
| Frankfurt, 05. Mrz (Reuters) - Die US-Börsen haben am | |
| Donnerstag ihre Verluste ausgeweitet. Der Dow-Jones-Index(.DJI) | |
| der Standardwerte notierte gut zwei Prozent tiefer bei 47.695 | |
| Punkten. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) und der Index der | |
| Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) verloren jeweils gut ein Prozent | |
| auf 6785 und 22.559 Zähler. | |
Für Nervosität sorgte vor allem ein erneuter Anstieg bei den Energiepreisen: Seit Wochenbeginn haben Versorgungsängste die Preise für das Nordseeöl Brent(LCOc1) und WTI(CLc1) um jeweils rund 20 Prozent nach oben getrieben. Am Donnerstagabend lag Brent bei 85,48 und WTI bei 81,17 Dollar je Fass (159 Liter). Die Wasserstraße von Hormus ist eine wichtige Transportader für rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgas-Versorgung. Aktuell ist der Schiffsverkehr hier wegen militärischer Aktionen nahezu zum Erliegen gekommen.
Der Anstieg beim Ölpreis schürte neue Sorgen rund um die Geldpolitik. "In den vergangenen Jahren lag der Fokus der US-Notenbank Fed darauf, die Inflation zu senken, und zuletzt waren dabei Fortschritte zu sehen", sagte Adam Sarhan, Chef von 50 Park Investments. "Bleiben die Energiepreise jedoch hoch, könnte die Inflation wieder anziehen - und die Fed wäre gezwungen, ihre Strategie zu überdenken." Die Währungshüter versuchen, mit erhöhten Zinsen die Teuerungsrate auf den Zielwert von zwei Prozent zu drücken.
Zugleich könnte die Störung von Lieferketten durch den Nahost-Konflikt die Preise für Aluminium weiter nach oben schnellen lassen, prognostizierte Ulrich Stephan von der Deutschen Bank. Grund dafür sei, dass die Beeinträchtigung der Straße von Hormus sowohl die Anlieferung der für die Aluminiumherstellung benötigten Vorprodukte Tonerde und Bauxit als auch die Ausfuhr von raffiniertem Aluminium erschwere.
Der meistgehandelte Aluminiumkontrakt an der Shanghaier Terminbörse(SAFcv1) stieg zeitweise um 3,5 Prozent auf 25.365 Yuan pro Tonne. Der richtungsweisende Dreimonats-Aluminiumpreis(CMAL3) an der Londoner Metallbörse gewann zunächst 1,7 Prozent auf 3400,50 Dollar pro Tonne, anschließend schmolz das Plus jedoch ab. Anleger machten Kasse, nachdem der Preis am Mittwoch den höchsten Stand seit fast vier Jahren markiert hatte.
Am Devisenmarkt nahmen die Anleger erneut Kurs auf die US-Währung. Der Dollar-Index(.DXY) stieg um rund ein halbes Prozent auf 99,231 Punkte. Seit Beginn der US-Militäraktion gegen den Iran am Wochenende hat der Index rund 1,5 Prozent an Wert gewonnen. Kapital fließe in die klassische Krisenwährung, der Dollar übernehme wieder die Rolle des sicheren Hafens, sagte Maximilian Wienke von eToro.
Von den steigenden Ölpreisen profitierten Energiekonzerne wie Valero(VLO.N) und Cheniere(LNG.N), deren Aktien um jeweils rund 1,5 Prozent zulegten. Die Aussicht auf höhere Kraftstoffkosten belastete hingegen erneut Aktien aus dem Luftfahrtsektor: American Airlines(AAL.O), United(UAL.O) und Delta(DAL.N) verloren 5,5 bis sieben Prozent.
Für Gesprächsstoff sorgten auch die Aktien der Buchungsplattformen Expedia(EXPE.O) und Booking(BKNG.O), die um elf und acht Prozent zulegten und sich damit an die Spitze des S&P 500 setzten. Einem Bericht der Online-Publikation "The Information" zufolge fährt OpenAI seine Pläne für eine direkte Kaufabwicklung in seinem Chatbot ChatGPT zurück. Dies linderte bei Anlegern die Sorge, dass das Geschäftsmodell von Online-Marktplätzen durch den KI-Anbieter gestört werden könnte.
(Bericht von Sanne Schimanski Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
05.03.26
19:33
Reuters
Frankfurt, 05. Mrz (Reuters) - Die US-Börsen haben am Donnerstag ihre Verluste ausgeweitet. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte notierte gut zwei Prozent tiefer bei 47.695 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500(.SPX) und der Index der Technologiebörse Nasdaq(.IXIC) verloren jeweils gut ein Prozent auf 6785 und 22.559 Zähler.
Für Nervosität sorgte vor allem ein erneuter Anstieg bei den Energiepreisen: Seit Wochenbeginn haben Versorgungsängste die Preise für das Nordseeöl Brent(LCOc1) und WTI(CLc1) um jeweils rund 20 Prozent nach oben getrieben. Am Donnerstagabend lag Brent bei 85,48 und WTI bei 81,17 Dollar je Fass (159 Liter). Die Wasserstraße von Hormus ist eine wichtige Transportader für rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgas-Versorgung. Aktuell ist der Schiffsverkehr hier wegen militärischer Aktionen nahezu zum Erliegen gekommen.
Der Anstieg beim Ölpreis schürte neue Sorgen rund um die Geldpolitik. "In den vergangenen Jahren lag der Fokus der US-Notenbank Fed darauf, die Inflation zu senken, und zuletzt waren dabei Fortschritte zu sehen", sagte Adam Sarhan, Chef von 50 Park Investments. "Bleiben die Energiepreise jedoch hoch, könnte die Inflation wieder anziehen - und die Fed wäre gezwungen, ihre Strategie zu überdenken." Die Währungshüter versuchen, mit erhöhten Zinsen die Teuerungsrate auf den Zielwert von zwei Prozent zu drücken.
<h5 align=center> ALUMINIUM IM AUFWIND </h5>Zugleich könnte die Störung von Lieferketten durch den Nahost-Konflikt die Preise für Aluminium weiter nach oben schnellen lassen, prognostizierte Ulrich Stephan von der Deutschen Bank. Grund dafür sei, dass die Beeinträchtigung der Straße von Hormus sowohl die Anlieferung der für die Aluminiumherstellung benötigten Vorprodukte Tonerde und Bauxit als auch die Ausfuhr von raffiniertem Aluminium erschwere.
Der meistgehandelte Aluminiumkontrakt an der Shanghaier Terminbörse(SAFcv1) stieg zeitweise um 3,5 Prozent auf 25.365 Yuan pro Tonne. Der richtungsweisende Dreimonats-Aluminiumpreis(CMAL3) an der Londoner Metallbörse gewann zunächst 1,7 Prozent auf 3400,50 Dollar pro Tonne, anschließend schmolz das Plus jedoch ab. Anleger machten Kasse, nachdem der Preis am Mittwoch den höchsten Stand seit fast vier Jahren markiert hatte.
Am Devisenmarkt nahmen die Anleger erneut Kurs auf die US-Währung. Der Dollar-Index(.DXY) stieg um rund ein halbes Prozent auf 99,231 Punkte. Seit Beginn der US-Militäraktion gegen den Iran am Wochenende hat der Index rund 1,5 Prozent an Wert gewonnen. Kapital fließe in die klassische Krisenwährung, der Dollar übernehme wieder die Rolle des sicheren Hafens, sagte Maximilian Wienke von eToro.
<h5 align=center> EXPEDIA UND BOOKING IM HÖHENFLUG </h5>Von den steigenden Ölpreisen profitierten Energiekonzerne wie Valero(VLO.N) und Cheniere(LNG.N), deren Aktien um jeweils rund 1,5 Prozent zulegten. Die Aussicht auf höhere Kraftstoffkosten belastete hingegen erneut Aktien aus dem Luftfahrtsektor: American Airlines(AAL.O), United(UAL.O) und Delta(DAL.N) verloren 5,5 bis sieben Prozent.
Für Gesprächsstoff sorgten auch die Aktien der Buchungsplattformen Expedia(EXPE.O) und Booking(BKNG.O), die um elf und acht Prozent zulegten und sich damit an die Spitze des S&P 500 setzten. Einem Bericht der Online-Publikation "The Information" zufolge fährt OpenAI seine Pläne für eine direkte Kaufabwicklung in seinem Chatbot ChatGPT zurück. Dies linderte bei Anlegern die Sorge, dass das Geschäftsmodell von Online-Marktplätzen durch den KI-Anbieter gestört werden könnte.
(Bericht von Sanne Schimanski Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)