04.03.26
15:47
Reuters
Frankfurt, 04. Mrz (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
16.30 Uhr - Der Anstieg des Bitcoin(BTC=) auf den höchsten Stand seit knapp vier Wochen gibt Aktien von Firmen aus der Kryptobranche Auftrieb. Die wichtigste Cyber-Devise verteuert sich um mehr als sieben Prozent auf 73.069 Dollar, die zweitgrößte, Ether(ETH=), steigt um 8,5 Prozent. Davon profitieren unter anderem die Aktien der Kryptobörse Coinbase(COIN.O), die um 9,5 Prozent zulegen. Die Papiere des Softwareherstellers und Bitcoin-Großinvestors MicroStrategy(MSTR.O) gewinnen acht Prozent, die der Handelsplattform Robinhood(HOOD.O) 6,4 Prozent.
14.50 Uhr - Die Beilegung eines langjährigen Patentstreits gibt der Aktie von Moderna(MRNA.O) Auftrieb. Die Papiere des US-Impfstoffherstellers legen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um fast neun Prozent zu. Moderna hat sich nach eigenen Angaben mit Arbutus Biopharma(ABUS.O) und der Roivant(ROIV.O)-Tochter Genevant Sciences geeinigt. Das Unternehmen aus Massachusetts zahle für die Beilegung aller Klagen in den USA und international bis zu 2,25 Milliarden Dollar. Moderna wurde vorgeworfen, die von Arbutus und Roivant entwickelte Lipid-Nanopartikel-Technologie (LNP) unerlaubt in seinem Covid-Impfstoff eingesetzt zu haben.
14.30 Uhr - Die Erholungsbewegung an den Finanzmärkten gewinnt an Stärke. Die Aktienindizes Dax(.GDAXI) und EuroStoxx50(.STOXX50E) weiten ihre Kursgewinne aus und stehen je rund 1,8 Prozent im Plus, während die US-Futures(YMcv1)(NQcv1)(EScv1) auf einen festeren Handelsauftakt an der Wall Street hindeuten. Gleichzeitig sinken die Ölpreise. Brent(LCOc1) verbilligt sich um 0,3 Prozent auf 81,22 Dollar je Fass (159 Liter), während der Preis für US-Leichtöl WTI(CLc1) um 0,8 Prozent auf 73,94 Dollar fällt. Mitarbeiter des iranischen Geheimdienstes signalisieren dem US-Geheimdienst CIA einem Zeitungsbericht zufolge Bereitschaft zu Gesprächen über ein Ende des Krieges. Zugleich sieht US-Verteidigungsminister Pete Hegseth die USA im Krieg gegen den Iran auf Siegeskurs.
14.10 Uhr - Der Chipindustrie-Zulieferer ASM International(ASMI.AS) (ASMI) überzeugt Investoren mit seinem Wachstum. Die Aktien gewinnen an der Amsterdamer Börse bis zu 7,8 Prozent und steuern auf ihren größten Kurssprung seit rund anderthalb Monaten zu. Im ersten Quartal 2026 soll der Umsatz auf voraussichtlich 830 Millionen Euro steigen nach 698 Millionen Euro im Schlussquartal. Die Zahl liege rund acht Prozent über den Konsensschätzungen von Analysten, sagt JP Morgan. Zudem peilt das Unternehmen im Jahresverlauf weiteres Wachstum an. Die stärkste Entwicklung sei im Geschäft mit KI-bezogenen Produkten zu erwarten, da Kunden ihre Investitionen weiter hochschraubten, hieß es.
13.35 Uhr - Die Aussicht auf einen Chefwechsel und sinkende Margen schickt die Aktien von Vistry(VTYV.L) auf Talfahrt. Die Papiere des britischen Bauunternehmens brechen in London um bis zu 24,8 Prozent ein - der größte Tagesverlust seit knapp anderthalb Jahren. Der langjährige Vorstandsvorsitzende und Verwaltungsratschef Greg Fitzgerald kündigte an, in den Ruhestand zu gehen. Gleichzeitig fiel der Ausblick mau aus: Vistry rechnet im Jahr 2026 insgesamt mit niedrigeren Margen. Die Kasse belasten dürften Kaufanreize zur Absatzsteigerung angesichts der begrenzten finanziellen Möglichkeiten von Hauskäufern. Größere Konkurrenten wie Persimmon(PSN.L) haben ebenfalls auf Marketing und Rabatte gesetzt, um die Nachfrage anzukurbeln. Fitzgerald äußerte sich zudem zum Nahen Osten: Sollten die Entwicklungen anhalten, könnte das zu höheren Baukosten und einer schwächeren Verbraucherstimmung führen.
13.00 Uhr - Anleger reagieren erleichtert auf die vorgelegten Zahlen des Autovermieters Sixt(SIXG.DE). Die Aktien steigen um bis zu 8,6 Prozent auf 65,90 Euro und steuern auf ihren besten Börsentag seit elf Monaten zu. Die Analysten von Jefferies bezeichneten das vorgelegte Ergebnis im Geschäftsjahr als "solide", insbesondere angesichts des schwachen US-Geschäfts im Schlussquartal. Zudem liege die Prognose für die Vorsteuerrendite für 2026 über dem von Börsianern geschätzten Mittelwert. Angesichts der jüngsten Talfahrt sei mit Rückenwind für den Aktienkurs zu rechnen. Seit Juli haben die Titel rund 38 Prozent verloren.
12.15 Uhr - Der Jahresausblick von Adidas(ADSGn.DE) überzeugt die Anleger nicht. Die Aktien des weltweit zweitgrößten Sportartikelkonzerns rutschen um rund sieben Prozent ab und sind damit Schlusslicht im Dax(.GDAXI). Das Unternehmen rechnet für dieses Jahr mit einem Betriebsgewinn von rund 2,3 Milliarden Euro, was laut Analysten von RBC einer Marge von 8,5 bis 8,8 Prozent entspricht und damit unter Adidas' selbst gesetztem Ziel von 10 Prozent liegt. Höhere Zölle auf Importe in die USA und der schwächere Dollar dürften den Gewinn in diesem Jahr um 400 Millionen Euro schmälern, teilte das Unternehmen mit.
11.05 Uhr - Die Online-Apotheke Redcare Pharmacy(RDC.DE) kann mit ihrer Prognose nicht bei Anlegern punkten. Die Titel brechen im MDax(.MDAXI) um mehr als 17 Prozent ein und steuern damit auf den größten Tagesverlust seit Mai 2022 zu. Ein Händler verwies darauf, dass die Jahresprognose des Unternehmens die Markterwartungen verfehlte. 2026 soll der Umsatz um 13 bis 15 Prozent zulegen und die bereinigte Ebitda-Marge auf mindestens 2,5 Prozent steigen, wie Redcare mitteilte. Experten hatten im Schnitt mit einem Umsatzwachstum von 17 Prozent und einem Anstieg der Ebitda-Marge auf rund drei Prozent gerechnet.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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