03.03.26
17:00
Reuters
03. Mrz (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
17.55 Uhr - Ein optimistischer Ausblick bewegt Anleger zum Einstieg beim zuletzt angeschlagenen US-Einzelhändler Target(TGT.N). Die Titel, die 2025 fast 30 Prozent eingebüßt hatten, klettern an der Wall Street um vier Prozent. Der neue Konzernchef Michael Fiddelke will mit Filialerweiterungen und schnelleren Lieferungen den seit drei Jahren rückläufigen Umsatz wieder ankurbeln. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum von zwei Prozent und einem Gewinn je Aktie zwischen 7,50 und 8,50 Dollar. Damit übertrifft der Konzern die Erwartungen der Analysten. Steven Shemesh, Experte der Royal Bank of Canada, zeigte sich jedoch vorsichtig: "Das Management muss den Markt davon überzeugen, dass Target durch die aktuellen Maßnahmen besser mit Rivalen wie Walmart und Amazon konkurrieren kann." Angesichts unsicherer Konjunkturaussichten leidet Target unter der Kaufzurückhaltung der Kunden bei nicht lebensnotwendigen Gütern wie Bekleidung, die fast ein Drittel des Jahresumsatzes ausmachen.
15.35 Uhr - Angesichts der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten flüchten Anleger erneut in den "sicheren Hafen" US-Dollar. Der Dollar-Index(=USD), der den Wert des Greenback zu anderen wichtigen Währungen misst, steigt um knapp ein Prozent auf 99,321 Punkte und erreicht damit den höchsten Stand seit mehr als einem Monat. "Als großer Ölproduzent und Emittent der Weltreservewährung dürften die USA als sicherer Hafen für Anlegergelder wahrgenommen werden", sagt Kathy Jones, Chefstrategin beim Schwab Center for Financial Research. Der Euro(EUR=) verliert im Gegenzug in etwa genauso viel auf 1,1579 Dollar und ist damit so schwach wie seit November nicht mehr. Auch der Yen(JPY=) weitete seine Verluste vom Montag aus. Händler verwiesen darauf, dass Europa und Japan als große Energieimporteure stärker von den gestiegenen Ölpreisen(LCOc1)(CLc1) betroffen seien als die USA. Die Verteuerung bei Rohöl schürt zugleich neue Inflationsängste.
14.15 Uhr - Die Pläne des US-Milliardärs Peter Thiel, einen Teil seiner Beteiligung an Palantir(PLTR.O) zu verkaufen, belasten die Aktien. Die Titel des Datenanalyse-Spezialisten aus Florida geben im vorbörslichen US-Handel rund 2,5 Prozent nach. Thiel will zwei Millionen Palantir-Aktien im Wert von 280 Millionen Dollar verkaufen, wie aus einer Mitteilung an die Börsenaufsicht vom Montagabend hervorgeht. Thiel gehört LSEG-Daten zufolge mit einem Anteil von 3,09 Prozent zu den fünf größten Aktionären des Unternehmens.
13.40 Uhr - Nach dem pessimistischen Ausblick von Schaeffler(SHA0n.DE) äußern sich die Experten von JP Morgan (JPM) vorsichtig. Die Aktien des fränkischen Auto- und Industriezulieferers brechen nach Bekanntgabe der Jahresprognose um fast 20 Prozent ein. Der Umsatz soll sich mit 22,5 bis 24,5 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres bewegen, für das bereinigte Ebit gilt eine Spanne von 3,5 bis 5,5 Prozent. "Produktionskürzungen, Lageranpassungen und ein Beitrag des E-Mobilitätsgeschäfts, der geringer ausfällt als erwartet, könnten zu weiteren Korrekturen der Gewinnerwartungen nach unten führen", schreiben die JPM-Experten. Zugleich verweisen sie auf Handelskonflikte, eine konjunkturelle Schwäche in Europa sowie die Unklarheit über die weitere Entwicklung beim Geschäft mit E-Fahrzeugen.
10.15 Uhr - Der Dax(.GDAXI) rutscht weiter ab. Nach einem schwachen Handelsauftakt baut der deutsche Leitindex die Verluste auf bis zu 3,2 Prozent aus und fällt auf 23.859 Punkte. Parallel ziehen die Ölpreise weiter an. Rohöl der Sorte Brent(LCOc1) verteuert sich um knapp fünf Prozent auf bis zu 81,55 Dollar je Barrel. Der europäische Gaspreis-Future klettert um mehr als 30 Prozent auf 56,50 Euro je Megawattstunde. "Insbesondere Europa hat sich durch die Energiepolitik der vergangenen Jahre ins Aus manövriert", konstatierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst beim Broker CMC Markets. "Die hohe Abhängigkeit von Öl und Gas aus den USA und Ländern aus dem Nahen Osten wird mit der aktuellen Entwicklung zu einem großen Problem."
08.55 Uhr - Die Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran treibt die Gaspreise weiter an. Der europäische Future verteuert sich um gut 20 Prozent auf 52,00 Euro je Megawattstunde. Zum Wochenauftakt hatte der Preis um rund ein Drittel zugelegt. "Dieser Anstieg, ausgelöst durch knappe Lager und den LNG-Stopp Katars, weckt böse Erinnerungen an die Preissteigerungen des Jahres 2022", sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Die nach Katars Lieferstopp noch verfügbare Menge an LNG werde knapper und damit steige der Preis. "Niemand will eine zweite Welle an Inflation, nachdem die Auswirkungen der ersten noch nicht ganz überwunden waren."
08.05 Uhr - Ein schwacher Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 schickt die Aktien von SMA Solar(S92G.DE) auf Talfahrt. Die Papiere des Solartechnik-Herstellers fallen im Frankfurter Frühhandel um 5,1 Prozent. Für 2026 stellte das Unternehmen ein operatives Ergebnis (Ebitda) zwischen 50 und 180 Millionen Euro in Aussicht. Damit liege die Mitte der Spanne deutlich unter den Analystenerwartungen von 159 Millionen Euro, sagte ein Händler. Das belaste die Aktien, auch wenn die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 in Ordnung sind.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
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