25.02.26
16:09
Reuters
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
25.02.26
16:09
Reuters
25. Feb (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
16.50 Uhr - Trübe Aussichten des Spirituosenkonzerns Diageo(DGE.L) setzen die gesamte Branche unter Druck. Aktien des Herstellers von Johnnie-Walker-Whisky und Guinness-Bier rutschen um 14 Prozent ab. Im Sog dessen geben die Aktien des Jack-Daniel's-Herstellers Brown-Forman(BFb.N) um acht Prozent nach. Die Papiere des Bierbrauers Molson Coors(TAP.N) verlieren 3,4 Prozent, die des Samuel-Adams-Herstellers Boston Beer(SAM.N) 3,8 Prozent und die des Corona-Herstellers Constellation Brands(STZ.N) 1,8 Prozent. Diageo schraubte seine Umsatzerwartungen für 2026 nach unten und halbierte seine Zwischendividende. Angesichts von weniger Alkoholkonsum und knapperen Haushaltsbudgets bewege sich die Branche in einem zunehmend schwierigen Umfeld, sagte EMarketer-Analyst Zak Stambor.
16.20 Uhr - Nach einem von Simbabwe verhängten Exportstopp für Lithiumkonzentrate legen die Aktien von in den USA notierten Lithiumproduzenten zu. Die Papiere von Albemarle(ALB.N) steigen um rund sieben Prozent, die in den USA gelisteten Aktien des chilenischen Konzerns SQM(SQM.N) gewinnen fünf Prozent. Sigma Lithium(SGML.V) klettern um rund 27 Prozent, während Lithium Americas(LAC.N) und Standard Lithium(SLI.N) um rund vier beziehungsweise sechs Prozent anziehen. Simbabwe setzte die Ausfuhr aller Rohmineralien und Lithiumkonzentrate mit sofortiger Wirkung aus, nachdem die Regierung Missstände beim Export der Mineralien festgestellt hat. Der größte Teil des Konzentrats wird zur Weiterverarbeitung für Batteriematerialien nach China exportiert.
15.00 Uhr - Steigende US-Ausgaben für Sicherheit lassen beim Taser-Hersteller Axon(AXON.O) die Kassen klingeln. Nach einem überraschend starken vierten Quartal greifen die Anleger zu: Die Aktien gewinnen im vorbörslichen US-Handel 16 Prozent. Die Nachfrage nach den Sicherheitsgeräten und Softwareprodukten der US-Firma steigt. So investiert der Staat angesichts der verschärften Einwanderungspolitik zunehmend, und auch Unternehmen geben mehr für ihre Sicherheit aus. Axon erwartet für 2026 ein Umsatzwachstum zwischen 27 und 30 Prozent. Das Unternehmen stellt auch einen sprachaktivierten KI-Begleiter für seine Bodycams her und produziert Kennzeichenerkennungssysteme.
14.30 Uhr - Die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump macht dem weltgrößten Hersteller von Solarmodulen First Solar (FSLR.O) zu schaffen. Die Aktien brechen im vorbörslichen US-Geschäft um mehr als 15 Prozent ein. Der Nettoumsatz soll in diesem Jahr zwischen 4,9 und 5,2 Milliarden Dollar liegen, während Analysten im Schnitt von 6,12 Milliarden Dollar ausgegangen waren. Der Konzern verwies auf Gegenwind durch Verzögerungen bei der Erteilung von Genehmigungen unter der Trump-Regierung. Zollbedingte Kosten schlügen sich auf die Bruttomarge nieder. Für 2026 sei mit einer Auswirkung der Zölle in Höhe von 125 bis 135 Millionen Dollar zu rechnen.
14.05 Uhr - Die Aussicht auf einen Umsatzschwund vergrault die Anleger von Oddity Tech(ODD.O). Die Aktien brechen im vorbörslichen US-Geschäft um 40 Prozent ein, nachdem das Unternehmen bekannt gegeben hatte, dass die Erlöse im ersten Quartal um voraussichtlich 30 Prozent schrumpfen sollen. Im vierten Quartal hatte die Konsumgüterfirma die Erwartungen der Analysten noch übertroffen. Der Umsatz hatte bei 153 Millionen Dollar gelegen. Das Unternehmen nutzt KI und Computeranwendungen zur Haut- und Haaranalyse, um personalisierte Pflegeprodukte zu verkaufen.
13.50 Uhr - Die Aktie des US-Softwareherstellers Workday(WDAY.O) rutscht weiter ab. Die Titel brechen im vorbörslichen US-Handel um neun Prozent ein. Eine schwache Umsatzprognose schürt die Sorgen der Anleger, dass der Anbieter von Personal-Software im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz nicht wettbewerbsfähig bleiben kann. Konzernchef Aneel Bhusri versuchte, diese Bedenken zu zerstreuen. "Nur zur Information: Anthropic, Google und OpenAI setzen alle auf Workday", sagte er. Mehr als 20 Analysten senkten ihre Kursziele für die Aktie, die in diesem Jahr bereits rund 40 Prozent an Wert verloren hat.
08.15 Uhr - Nach einem vorsichtigen Ausblick lässt der Energiekonzern E.ON(EONGn.DE) Federn. Die Aktien geben im Frankfurter Frühhandel um 1,2 Prozent nach. Zwar sei das Geschäftsjahr 2025 besser als erwartet verlaufen, kommentierte ein Händler. "Es ist dennoch zunächst mit Gewinnmitnahmen aufgrund des konservativen Ausblicks zu rechnen." Der Fokus liege auf den Investitionsplänen, die zur Förderung des Wachstums ausgeweitet werden sollen, sowie auf dem regulatorischen Umfeld. Nach einem Zuwachs von neun Prozent im vergangenen Geschäftsjahr erwartet E.ON für dieses Jahr einen Rückgang des bereinigten Ebitda auf 9,4 bis 9,6 Milliarden Euro.
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