23.02.26
09:04
Reuters
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| Hang-Seng-Index steigt mehr als zwei Prozent |
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| Börsen in Shanghai und Tokio feiertagsbedingt zu |
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| Analysten sehen China als Profiteuer von US-Zollurteil |
| Hongkong/Seoul, 23. Feb (Reuters) - Die Aussicht auf |
| niedrigere Abgaben nach dem Zollurteil in den USA lässt Anleger |
| in Asien bei Technologie-Aktien zugreifen. Vor allem China |
| dürfte Analysten von Morgan Stanley zufolge von Zollsenkungen |
| profitieren. Feiertagsbedingt blieb der Handel in Fernost jedoch |
| dünn. Wegen des chinesischen Neujahrsfest waren die Märkte in |
| Shanghai(.SSEC) und Shenzhen(.CSI300) zum Wochenstart |
| geschlossen. Auch in Tokio(.N225) wurde nicht gehandelt. In |
| Hongkong(.HSI) zog der Hang-Seng-Index unterdessen mehr als zwei |
| Prozent an. In Südkorea(.KS11) und Taiwan(.TWII) kletterten die |
| Indizes zeitweise auf frische Höchststände. |
Angetrieben von Kursgewinnen bei Chip- und Autowerten stieg der Kospi-Index in Südkorea zeitweise mehr als zwei Prozent. Angesichts der herrschenden Unsicherheit bröckelten die Gewinne im Handelsverlauf aber wieder ab. "Die Unsicherheit über Trumps Zölle ist unvermeidlich", sagte Lee Kyoung-min, Analyst von Daishin Securities.
US-Präsident Donald Trump hatte nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA gegen sein bisheriges Zollprogramm eine neue pauschale Abgabe von 15 Prozent auf Importe angekündigt. Das im vergangenen Jahr unterzeichnete Handelsabkommen Südkoreas mit den USA bleibe aber weiterhin gültig, sagte Finanzminister Koo Yun-cheol.
Auch in Hongkong griffen Anleger bei Aktien aus dem Technologiesektor zu. Börsianer gingen davon aus, dass China nach dem Urteil des Supreme Courts mit niedrigeren Zöllen rechnen kann. Die Analysten von Morgan Stanley rechnen mit einem Rückgang von 32 auf 24 Prozent. Positiv wurde zudem Trumps Ankündigung gewertet, vom 31. März bis zum 2. April nach China zu reisen. "Das US-Zollurteil und der endgültige Termin für Trumps China-Besuch stützen die Risikobereitschaft", teilte der Analyst Zhang Qiyao von Industrial Securities mit. Trump könne zwar nach anderen Zollinstrumenten suchen, was für Unsicherheit sorge. Das Risiko abrupter Wendungen in den Beziehungen zwischen den USA und China sei vor seinem Besuch aber beherrschbar.
Der Hang Seng Tech Index(.HSTECH) stieg um bis zu vier Prozent und erholte sich damit von einem am Freitag erreichten Sieben-Monats-Tief. Bei den Einzelwerten zogen die Aktien von Alibaba(9988.HK) um 3,5 Prozent an, die Titel von Tencent(0700.HK) gewannen gut drei Prozent. Die Papiere des Chipherstellers SMIC(0981.HK) verteuerten sich um rund fünf Prozent und erzielten damit den größten Tagesgewinn seit fast zwei Monaten.
| Asiatische Aktienindizes am | Kurse um 08:00 | Veränderung in |
| Montag | Uhr | Prozent |
| Nikkei(.N225) | Kein Handel | |
| Topix(.TOPX) | Kein Handel | |
| Shanghai(.SSEC) | Kein Handel | |
| CSI300(.CSI300) | Kein Handel | |
| Hang Seng(.HSI) | 27.089,47 | +2,6% |
| Kospi(.KS11) | 5.846,09 | +0,7% |
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| Währungen | Kurse um 08:00 |
| Uhr | |
| Euro/Dollar(EUR=) | 1,1824 |
| Pfund/Dollar(GBP=) | 1,3528 |
| Dollar/Yen(JPY=) | 154,47 |
| Dollar/Franken(CHF=) | 0,7723 |
| Dollar/Yuan(CNY=) | 6,9080 |
| Dollar/Won(KRW=) | 1.440,26 |
(Bericht von Jiaxing Li, Jihoon Lee, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Elke Ahlswede. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
23.02.26
09:04
Reuters
Hongkong/Seoul, 23. Feb (Reuters) - Die Aussicht auf niedrigere Abgaben nach dem Zollurteil in den USA lässt Anleger in Asien bei Technologie-Aktien zugreifen. Vor allem China dürfte Analysten von Morgan Stanley zufolge von Zollsenkungen profitieren. Feiertagsbedingt blieb der Handel in Fernost jedoch dünn. Wegen des chinesischen Neujahrsfest waren die Märkte in Shanghai(.SSEC) und Shenzhen(.CSI300) geschlossen. Auch in Tokio(.N225) wurde nicht gehandelt. In Hongkong(.HSI) zog der Hang-Seng-Index unterdessen mehr als zwei Prozent an. In Südkorea(.KS11) und Taiwan(.TWII) kletterten die Indizes zeitweise auf frische Höchststände.
Angetrieben von Kursgewinnen bei Chip- und Autowerten stieg der Kospi-Index in Südkorea zeitweise mehr als zwei Prozent. Angesichts der herrschenden Unsicherheit bröckelten die Gewinne im Handelsverlauf aber wieder ab. "Die Unsicherheit über Trumps Zölle ist unvermeidlich", sagte Lee Kyoung-min, Analyst von Daishin Securities.
US-Präsident Donald Trump hatte nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA gegen sein bisheriges Zollprogramm eine neue pauschale Abgabe von 15 Prozent auf Importe angekündigt. Das im vergangenen Jahr unterzeichnete Handelsabkommen Südkoreas mit den USA bleibe aber weiterhin gültig, sagte Finanzminister Koo Yun-cheol.
Auch in Hongkong griffen Anleger bei Aktien aus dem Technologiesektor zu. Börsianer gingen davon aus, dass China nach dem Urteil des Supreme Courts mit niedrigeren Zöllen rechnen kann. Die Analysten von Morgan Stanley rechnen mit einem Rückgang von 32 auf 24 Prozent. Positiv wurde zudem Trumps Ankündigung gewertet, vom 31. März bis zum 2. April nach China zu reisen. "Das US-Zollurteil und der endgültige Termin für Trumps China-Besuch stützen die Risikobereitschaft", teilte der Analyst Zhang Qiyao von Industrial Securities mit. Trump könne zwar nach anderen Zollinstrumenten suchen, was für Unsicherheit sorge. Das Risiko abrupter Wendungen in den Beziehungen zwischen den USA und China sei vor seinem Besuch aber beherrschbar.
Der Hang Seng Tech Index(.HSTECH) stieg um bis zu vier Prozent und erholte sich damit von einem am Freitag erreichten Sieben-Monats-Tief. Bei den Einzelwerten zogen die Aktien von Alibaba(9988.HK) um 3,5 Prozent an, die Titel von Tencent(0700.HK) gewannen gut drei Prozent. Die Papiere des Chipherstellers SMIC(0981.HK) verteuerten sich um rund fünf Prozent und erzielten damit den größten Tagesgewinn seit fast zwei Monaten.
(Bericht von Jiaxing Li, Jihoon Lee, geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Elke Ahlswede. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)