09.09.25
17:52
Reuters
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| Schwache Jobdaten schüren Zinsfantasie |
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| Angriff in Katar treibt Ölpreise |
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| Milliarden-Deals bewegen Einzelwerte |
| (Fokus USA) |
| 09. Sep (Reuters) - Eine deutliche Abwärtskorrektur bei |
| den US-Arbeitsmarktdaten hat am Dienstag die |
| Zinssenkungsfantasien der Anleger an der Wall Street befeuert. |
| Der Dow-Jones-Index(.DJI) notierte zur Mittagszeit in New York |
| 0,3 Prozent fester bei 45.643 Punkten. Der breiter gefasste S&P |
| 500 stieg um 0,2 Prozent auf 6506 Zähler, während der |
| technologielastige Nasdaq(.IXIC) um 0,1 Prozent auf 21.820 |
| Punkte anzog. |
Die neuen Daten aus den USA deuten darauf hin, dass sich der Arbeitsmarkt bereits vor der Einführung der Zölle durch die Regierung von Präsident Donald Trump abgeschwächt hat. Demnach schuf die US-Wirtschaft in den zwölf Monaten bis März 911.000 Arbeitsplätze weniger als bisher angenommen, wie die Regierung mitteilte. Dies stützt die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed im Kampf gegen eine Konjunkturabkühlung die Zinsen senken wird.
Eine Zinssenkung um 25 Basispunkte in der kommenden Woche gilt an den Märkten als ausgemacht. Die Wahrscheinlichkeit für einen größeren Schritt um 50 Basispunkte liegt der CME FedWatch zufolge bei rund acht Prozent. "Die Anleger hoffen, dass jeder dieser einzelnen Datenpunkte zu einem konsistenten Bild beiträgt, das die Fed bei einer Zinssenkung unterstützen kann", sagte Peter Andersen, Gründer von Andersen Capital Management. "Der Markt stellt sich auf eine gewaltige Enttäuschung ein, sollte die Fed nicht handeln." Im weiteren Wochenverlauf richten sich die Blicke auf die Erzeuger- und Verbraucherpreise, die Aufschluss über die Auswirkungen der Zollpolitik geben könnten.
Ein israelischer Militärangriff auf die Führung der Hamas in Katar trieb unterdessen die Ölpreise in die Höhe. Ein Fass der Nordseesorte Brent(LCOc1) verteuerte sich um 1,1 Prozent auf 66,76 Dollar. Der Preis für US-Leichtöl WTI(CLc1) stieg um 1,2 Prozent auf 63 Dollar. Der Angriff löste in der arabischen Welt scharfe Kritik aus. Katar, das in dem fast zweijährigen Gaza-Krieg vermittelt und zugleich ein wichtiger globaler Energieexporteur ist, verurteilte den Angriff als "feige" und als eklatante Verletzung des Völkerrechts. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate, die ihre Beziehungen zu Israel 2020 normalisiert hatten, nannten den Angriff "unverhohlen und feige". Die Regionalmacht Saudi-Arabien verurteilte die "brutale israelische Aggression" gegen die Souveränität Katars auf das Schärfste. Der Anschlag dürfte die Bemühungen um eine Waffenruhe empfindlich treffen. An der Börse profitierte der Energiesektor, der um 1,1 Prozent zulegte.
Bei den Einzelwerten sorgten mehrere milliardenschwere Firmen-Deals für Bewegung. Die Aktien des KI-Infrastruktur-Anbieters Nebius(NBIS.O) schossen nach der Ankündigung eines 17,4 Milliarden Dollar schweren Vertrags mit Microsoft(MSFT.O) um mehr als 50 Prozent in die Höhe.
Teck Resources(TECK.N) legten um rund 14 Prozent zu, nachdem der Bergbaukonzern Pläne für eine Fusion mit dem Londoner Konkurrenten Anglo American(AAL.L) bestätigt hatte.
Aktien von Tourmaline Bio(TRML.O) verteuerten sich um mehr als 57 Prozent. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis(NOVN.S) hatte eine Übernahme für 1,4 Milliarden Dollar angekündigt. Die Papiere des Krankenversicherers UnitedHealth(UNH.N) gewannen acht Prozent und stützten damit den Dow Jones.
Auf der Verliererseite standen Fox(FOXA.O) und News Corp(NWSA.O) mit Kursverlusten von 5,7 beziehungsweise gut zwei Prozent. Rupert Murdoch und seine Kinder einigten sich darauf, dem ältesten Sohn Lachlan Murdoch die Kontrolle über das Medienimperium zu übertragen.
Die Aktien des Lithium-Produzenten Albemarle(ALB.N) brachen um mehr als elf Prozent ein. Händler verwiesen auf nachlassende Angebotssorgen, nachdem der chinesische Batterieriese CATL die Wiederaufnahme der Produktion in einer Lithium-Mine in Aussicht gestellt hatte.
(Bericht von Purvi Agarwal, Ragini Mathur, geschrieben von Philipp Krach, redigiert von . Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
09.09.25
17:52
Reuters
(Fokus USA) 09. Sep (Reuters) - Eine deutliche Abwärtskorrektur bei den US-Arbeitsmarktdaten hat am Dienstag die Zinssenkungsfantasien der Anleger an der Wall Street befeuert. Der Dow-Jones-Index(.DJI) notierte zur Mittagszeit in New York 0,3 Prozent fester bei 45.643 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 stieg um 0,2 Prozent auf 6506 Zähler, während der technologielastige Nasdaq(.IXIC) um 0,1 Prozent auf 21.820 Punkte anzog.
Die neuen Daten aus den USA deuten darauf hin, dass sich der Arbeitsmarkt bereits vor der Einführung der Zölle durch die Regierung von Präsident Donald Trump abgeschwächt hat. Demnach schuf die US-Wirtschaft in den zwölf Monaten bis März 911.000 Arbeitsplätze weniger als bisher angenommen, wie die Regierung mitteilte. Dies stützt die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed im Kampf gegen eine Konjunkturabkühlung die Zinsen senken wird.
Eine Zinssenkung um 25 Basispunkte in der kommenden Woche gilt an den Märkten als ausgemacht. Die Wahrscheinlichkeit für einen größeren Schritt um 50 Basispunkte liegt der CME FedWatch zufolge bei rund acht Prozent. "Die Anleger hoffen, dass jeder dieser einzelnen Datenpunkte zu einem konsistenten Bild beiträgt, das die Fed bei einer Zinssenkung unterstützen kann", sagte Peter Andersen, Gründer von Andersen Capital Management. "Der Markt stellt sich auf eine gewaltige Enttäuschung ein, sollte die Fed nicht handeln." Im weiteren Wochenverlauf richten sich die Blicke auf die Erzeuger- und Verbraucherpreise, die Aufschluss über die Auswirkungen der Zollpolitik geben könnten.
ÖLPREISE STEIGEN NACH ANGRIFF AUF HAMAS-FÜHRUNG IN KATAR
Ein israelischer Militärangriff auf die Führung der Hamas in Katar trieb unterdessen die Ölpreise in die Höhe. Ein Fass der Nordseesorte Brent(LCOc1) verteuerte sich um 1,1 Prozent auf 66,76 Dollar. Der Preis für US-Leichtöl WTI(CLc1) stieg um 1,2 Prozent auf 63 Dollar. Der Angriff löste in der arabischen Welt scharfe Kritik aus. Katar, das in dem fast zweijährigen Gaza-Krieg vermittelt und zugleich ein wichtiger globaler Energieexporteur ist, verurteilte den Angriff als "feige" und als eklatante Verletzung des Völkerrechts. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate, die ihre Beziehungen zu Israel 2020 normalisiert hatten, nannten den Angriff "unverhohlen und feige". Die Regionalmacht Saudi-Arabien verurteilte die "brutale israelische Aggression" gegen die Souveränität Katars auf das Schärfste. Der Anschlag dürfte die Bemühungen um eine Waffenruhe empfindlich treffen. An der Börse profitierte der Energiesektor, der um 1,1 Prozent zulegte.
Bei den Einzelwerten sorgten mehrere milliardenschwere Firmen-Deals für Bewegung. Die Aktien des KI-Infrastruktur-Anbieters Nebius(NBIS.O) schossen nach der Ankündigung eines 17,4 Milliarden Dollar schweren Vertrags mit Microsoft(MSFT.O) um mehr als 50 Prozent in die Höhe.
Teck Resources(TECK.N) legten um rund 14 Prozent zu, nachdem der Bergbaukonzern Pläne für eine Fusion mit dem Londoner Konkurrenten Anglo American(AAL.L) bestätigt hatte.
Aktien von Tourmaline Bio(TRML.O) verteuerten sich um mehr als 57 Prozent. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis(NOVN.S) hatte eine Übernahme für 1,4 Milliarden Dollar angekündigt. Die Papiere des Krankenversicherers UnitedHealth(UNH.N) gewannen acht Prozent und stützten damit den Dow Jones.
Auf der Verliererseite standen Fox(FOXA.O) und News Corp(NWSA.O) mit Kursverlusten von 5,7 beziehungsweise gut zwei Prozent. Rupert Murdoch und seine Kinder einigten sich darauf, dem ältesten Sohn Lachlan Murdoch die Kontrolle über das Medienimperium zu übertragen.
Die Aktien des Lithium-Produzenten Albemarle(ALB.N) brachen um mehr als elf Prozent ein. Händler verwiesen auf nachlassende Angebotssorgen, nachdem der chinesische Batterieriese CATL die Wiederaufnahme der Produktion in einer Lithium-Mine in Aussicht gestellt hatte.
(Bericht von Purvi Agarwal, Ragini Mathur, geschrieben von Philipp Krach, redigiert von . Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)