19.12.24
13:17
Reuters
Frankfurt, 19. Dez (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
14.00 Uhr - Anleger greifen nach einem überraschend starken ersten Quartal bei Accenture(ACN.N) zu. Die Aktien des IT-Dienstleisters steigen im vorbörslichen US-Geschäft um fünf Prozent. Der Umsatz lag mit 17,7 Milliarden Dollar über den durchschnittlichen Schätzungen der Analysten von 17,12 Milliarden Dollar. Grund dafür ist die steigende Nachfrage nach den Dienstleistungen der Firma zur Unterstützung der Kunden bei der Einführung KI-gestützter Anwendungen. Auf Jahressicht gab sich die Firma zuversichtlicher und rechnet mit einem Umsatzwachstum zwischen vier und sieben Prozent statt bislang drei bis sechs Prozent.
10.58 Uhr - Die Dollar-Rally nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed macht dem Kupferpreis zu schaffen. Das Industriemetall verbilligt sich um bis zu 1,4 Prozent auf 8900 Dollar je Tonne. Der Dollar-Index(.DXY) liegt in Reichweite seines jüngsten Zweijahreshochs von 108,269 Punkten, was den Kauf von in Dollar notierten Rohstoffen für Inhaber anderer Währungen verteuert. Die US-Notenbank senkte am Mittwochabend zwar noch einmal die Leitzinsen, signalisierte für 2025 jedoch eine langsamere Lockerung ihrer Geldpolitik. Diese Aussicht sorgt auch am Ölmarkt für Zurückhaltung. Anleger fürchten, dass weniger Zinssenkungen das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen und die Kraftstoffnachfrage reduzieren könnten. Die Preise für das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) liegen mit 72,71 und 70,11 Dollar je Fass zeitweise 0,9 beziehungsweise 0,7 Prozent im Minus.
10.39 Uhr - Der unklare Zinskurs der japanischen Notenbank lässt den Yen(JPY=) auf den tiefsten Stand seit fünf Monaten abrutschen. Der Dollar steigt in der Spitze um 1,5 Prozent auf 157,13 Yen. Die japanische Zentralbank entschied am Donnerstag, vorerst an ihrer lockeren Geldpolitik festzuhalten. Sie peilt für das kommende Jahr aber höhere Leitzinsen an - wann, ist allerdings unklar. Die Aussagen von Notenbank-Chef Kazuo Ueda hätten Spekulationen bezüglich einer auch weiterhin sehr zögerlichen Bank of Japan ausgelöst, schreiben die Analysten der NordLB. "Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben." Ihrer Einschätzung nach dürfte 2025 in Japan zu einem Jahr der steigenden Leitzinsen werden.
10.02 Uhr - Nach den deutlichen Verlusten auf Jahressicht geht es für die Autowerte bergauf. Die Aktien von Porsche(P911_p.DE) und Volkswagen(VOWG_p.DE) legen im Dax(.GDAXI) gegen den Markttrend bis zu 2,1 und 1,6 Prozent zu. Mercedes-Benz(MBGn.DE) und BMW(BMWG.DE) notieren 0,7 und 0,5 Prozent fester. Sie gehören damit zu den wenigen Gewinnern im deutschen Leitindex, der ein Prozent nachgibt. Möglicherweise positionierten sich einige Anleger schon für die ersten Januar-Wochen, in denen oft die Nachzügler vom Vorjahr gekauft würden, sagt ein Händler. Porsche, Volkswagen und BMW haben auf Jahressicht mehr als 20 Prozent an Wert eingebüßt, Mercedes-Benz gut 13 Prozent. Die Autobauer stecken in der Krise - viele Hersteller leiden unter der verflogenen Kauflaune betuchter Kunden in China und der schwierigen Umstellung auf Elektroautos. Für Unruhe unter den Anlegern sorgte zuletzt auch die Furcht vor Strafzöllen des künftigen Präsidenten Donald Trump.
07.45 Uhr - Der mit Enttäuschung aufgenommene Ausblick von Micron(MU.O) belastet laut Börsianern die Chipwerte. Die Aktien von Infineon(IFXGn.DE) bilden mit einem Abschlag von 4,3 Prozent im frühen Geschäft von L&S das Schlusslicht im Dax(.GDAXI). Die Titel des Chip-Ausrüsters Suss Microtec(SMHn.DE) fallen im Kleinwerte-Index SDax(.SDAXI) um sechs Prozent. Der Ausblick von Micron für das laufende Quartal blieb hinter den Markterwartungen zurück. Der US-Chiphersteller stellte einen Umsatz von 7,7 bis 8,1 Milliarden Dollar in Aussicht. Analysten hatten dagegen mit knapp neun Milliarden Dollar gerechnet. Preisdruck bei Speicherchips für Smartphones und PCs trübte die Micron-Bilanz. Die Aktien fielen im nachbörslichen US-Handel zeitweise um 17 Prozent. Das war der größte Kursrutsch seit dem Börsen-Crash vom März 2020 zu Beginn der Corona-Pandemie.
07.05 Uhr - Die Aussicht auf eine vorsichtigere Lockerung der US-Geldpolitik im nächsten Jahr verleiht dem Dollar(.DXY) ordentlich Rückenwind. Der Dollar-Index notiert mit 108,125 Punkten in Reichweite seines Zwei-Jahres-Hochs von 108,269 Zählern, das er nach dem Zinsentscheid der Fed am Mittwochabend erreicht hatte. Die US-Notenbank senkte zum Jahresende zwar noch einmal die Leitzinsen, signalisierte für 2025 jedoch eine langsamere Lockerung ihrer Geldpolitik. Die Entscheidung könnte den Beginn einer längeren Zinspause signalisieren, sagte Nick Rees von Monex Europe. Da die Europäische Zentralbank auch in den kommenden Monaten voraussichtlich die Zinsen nach unten setzen wird, stand der Euro(EUR=) zuletzt unter Druck. Am Donnerstag erholt sich die Gemeinschaftswährung allerdings etwas von ihren jüngsten Verlusten und notiert 0,3 Prozent fester bei 1,0387 Dollar.
(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
19.12.24
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Frankfurt, 19. Dez (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
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