25.03.26
17:37
Reuters
| * Bericht - Trump zielt mit 15-Punkte-Plan auf Waffenruhe | |||
| * | Iran reagiert abweisend | ||
| * | Brent-Ölpreis zeitweise unter | 100 | Dollar |
| * | Ifo-Index sinkt | ||
| * | Lagarde demonstriert Stärke im | Inflationskampf | |
| (Neu: Verbio, Schlusskurse) | |||
| Frankfurt, 25. Mrz (Reuters) - Die Hoffnung der Anleger | |||
| auf eine Waffenruhe im Nahen Osten hat den Aktienmärkten am | |||
| Mittwoch Auftrieb gegeben. Der Dax(.GDAXI) beendete den Handel | |||
| 1,4 Prozent im Plus bei 22.957,08 Zählern. Zwischenzeitlich | |||
| hatte der deutsche Leitindex die Marke von 23.000 Punkten | |||
| zurückerobert, konnte sie jedoch nicht bis zum Handelsende | |||
| verteidigen. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) gewann 1,2 Prozent auf | |||
| 5649 Punkte. "Die Hoffnung auf Frieden wächst. Und Hoffnung wird | |||
| auf dem Börsenparkett immer gerne aufgenommen", sagte | |||
| Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Auch an den | |||
| asiatischen Börsen und der Wall Street ging es aufwärts. Der | |||
| Ölpeis gab indes nach. | |||
Für Erleichterung bei den Anlegern sorgten die Bemühungen der USA um eine Deeskalation am Golf. Einem hochrangigen iranischen Vertreter zufolge hat Pakistan einen Vorschlag der USA an den Iran übermittelt. Zuvor hatten Medien berichtet, Washington habe dem Iran einen 15-Punkte-Vorschlag unterbreitet. Dem israelischen Fernsehsender Channel 12 zufolge wollen die USA den Plan während einer vorgeschlagenen Waffenruhe erörtern. "Der Markt preist derzeit die Aussicht ein, dass Friedensgespräche oder ein Waffenstillstand bevorstehen könnten", sagte Amelie Derambure, Senior Asset-Managerin bei Amundi. Ihrer Einschätzung nach würden sich viele Investoren derzeit positionieren, um eine mögliche "Erholungsrallye" nicht zu verpassen.
Am Ölmarkt verbilligte sich der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent(LCOc1) um knapp drei Prozent auf 101,48 Dollar. Zwischenzeitlich war der Preis unter die 100-Dollar-Marke gerutscht. Der Preis für US-Leichtöl(WTI) fiel um 2,2 Prozent auf 90,29 Dollar. Beide Sorten hatten am Dienstag noch um fast fünf Prozent zugelegt. Für eine Entwarnung ist es Analysten zufolge jedoch zu früh. "Das aktuelle Umfeld ist ein einziges Wirrwarr aus Schlagzeilen, Gerüchten und schnellen Richtungswechseln", sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Der iranische Fernsehsender Press TV zitierte am Mittwoch einen hochrangigen Regierungsmitarbeiter, dass der Iran einen US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges geprüft habe und dessen Bedingungen für übertrieben halte. Teheran werde den Krieg nur dann beenden, wenn es den Zeitpunkt selbst bestimme und seine Bedingungen erfüllt seien.
Der Krieg im Nahen Osten hat bereits Spuren in der deutschen Wirtschaft hinterlassen. So sank der Ifo-Geschäftsklimaindex im März auf 86,4 Punkte nach 88,4 Zählern im Februar. Dies ist der tiefste Stand seit Februar 2025. EZB-Chefin Christine Lagarde machte unterdessen auf einer Konferenz in Frankfurt klar, dass die Zentralbank sehr sensibel auf ein Überschreiten ihres mittelfristigen Ziels einer Inflationsrate von zwei Prozent reagieren würde. Der Euro(EUR=) gab leicht nach auf 1,15 Dollar.
An den Aktienmärkten legten Reiseunternehmen dank sinkender Energiepreise zu. Fluggesellschaften wie Lufthansa(LHAG.DE) und Air France(AIRF.PA) zogen jeweils um 2,3 Prozent an. Auch Finanzwerte(.SXEP) waren gefragt. Aktien der Commerzbank(CBKG.DE) standen drei Prozent im Plus. Begehrt bei Investoren waren auch Infineon(IFXGn.DE), die um 3,5 Prozent zulegten, sowie Siemens Energy(ENR1n.DE), die sich um 4,5 Prozent verteuerten.
Bei den Nebenwerten ging es für Jenoptik(JENGn.DE) um mehr als 14 Prozent aufwärts. Der Thüringer Technologiekonzern will angesichts positiver Signale vom Halbleitermarkt in diesem Jahr bei Umsatz und Gewinn wieder aufholen und für 2025 eine höhere Dividende ausschütten. Aktien des Sportartikelherstellers Puma(PUMG.DE) stiegen um mehr als vier Prozent. Ein Händler verwies auf positive Geschäftszahlen des chinesischen Anteilseigners Anta Sports(2020.HK) für 2025. Im SDax(.SDAXI) schossen die Papiere von Verbio(VBKG.DE) um mehr als sechs Prozent nach oben, nachdem der ostdeutsche Biokraftstoff-Hersteller seine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2025/26 angehoben hat.
(Bericht von Anika Ross und Ralf Banser, redigiert von Hans Busemann. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
25.03.26
17:37
Reuters
Frankfurt, 25. Mrz (Reuters) - Die Hoffnung der Anleger auf eine Waffenruhe im Nahen Osten hat den Aktienmärkten am Mittwoch Auftrieb gegeben. Der Dax(.GDAXI) beendete den Handel 1,4 Prozent im Plus bei 22.957,08 Zählern. Zwischenzeitlich hatte der deutsche Leitindex die Marke von 23.000 Punkten zurückerobert, konnte sie jedoch nicht bis zum Handelsende verteidigen. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) gewann 1,2 Prozent auf 5649 Punkte. "Die Hoffnung auf Frieden wächst. Und Hoffnung wird auf dem Börsenparkett immer gerne aufgenommen", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Auch an den asiatischen Börsen und der Wall Street ging es aufwärts. Der Ölpeis gab indes nach.
Für Erleichterung bei den Anlegern sorgten die Bemühungen der USA um eine Deeskalation am Golf. Einem hochrangigen iranischen Vertreter zufolge hat Pakistan einen Vorschlag der USA an den Iran übermittelt. Zuvor hatten Medien berichtet, Washington habe dem Iran einen 15-Punkte-Vorschlag unterbreitet. Dem israelischen Fernsehsender Channel 12 zufolge wollen die USA den Plan während einer vorgeschlagenen Waffenruhe erörtern. "Der Markt preist derzeit die Aussicht ein, dass Friedensgespräche oder ein Waffenstillstand bevorstehen könnten", sagte Amelie Derambure, Senior Asset-Managerin bei Amundi. Ihrer Einschätzung nach würden sich viele Investoren derzeit positionieren, um eine mögliche "Erholungsrallye" nicht zu verpassen.
LAGE BLEIBT UNDURCHSICHTIG
Am Ölmarkt verbilligte sich der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent(LCOc1) um knapp drei Prozent auf 101,48 Dollar. Zwischenzeitlich war der Preis unter die 100-Dollar-Marke gerutscht. Der Preis für US-Leichtöl(WTI) fiel um 2,2 Prozent auf 90,29 Dollar. Beide Sorten hatten am Dienstag noch um fast fünf Prozent zugelegt. Für eine Entwarnung ist es Analysten zufolge jedoch zu früh. "Das aktuelle Umfeld ist ein einziges Wirrwarr aus Schlagzeilen, Gerüchten und schnellen Richtungswechseln", sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Der iranische Fernsehsender Press TV zitierte am Mittwoch einen hochrangigen Regierungsmitarbeiter, dass der Iran einen US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges geprüft habe und dessen Bedingungen für übertrieben halte. Teheran werde den Krieg nur dann beenden, wenn es den Zeitpunkt selbst bestimme und seine Bedingungen erfüllt seien.
Der Krieg im Nahen Osten hat bereits Spuren in der deutschen Wirtschaft hinterlassen. So sank der Ifo-Geschäftsklimaindex im März auf 86,4 Punkte nach 88,4 Zählern im Februar. Dies ist der tiefste Stand seit Februar 2025. EZB-Chefin Christine Lagarde machte unterdessen auf einer Konferenz in Frankfurt klar, dass die Zentralbank sehr sensibel auf ein Überschreiten ihres mittelfristigen Ziels einer Inflationsrate von zwei Prozent reagieren würde. Der Euro(EUR=) gab leicht nach auf 1,15 Dollar.
REISESEKTOR FESTER - PUMA NACH ANTA-ZAHLEN GEFRAGT
An den Aktienmärkten legten Reiseunternehmen dank sinkender Energiepreise zu. Fluggesellschaften wie Lufthansa(LHAG.DE) und Air France(AIRF.PA) zogen jeweils um 2,3 Prozent an. Auch Finanzwerte(.SXEP) waren gefragt. Aktien der Commerzbank(CBKG.DE) standen drei Prozent im Plus. Begehrt bei Investoren waren auch Infineon(IFXGn.DE), die um 3,5 Prozent zulegten, sowie Siemens Energy(ENR1n.DE), die sich um 4,5 Prozent verteuerten.
Bei den Nebenwerten ging es für Jenoptik(JENGn.DE) um mehr als 14 Prozent aufwärts. Der Thüringer Technologiekonzern will angesichts positiver Signale vom Halbleitermarkt in diesem Jahr bei Umsatz und Gewinn wieder aufholen und für 2025 eine höhere Dividende ausschütten. Aktien des Sportartikelherstellers Puma(PUMG.DE) stiegen um mehr als vier Prozent. Ein Händler verwies auf positive Geschäftszahlen des chinesischen Anteilseigners Anta Sports(2020.HK) für 2025. Im SDax(.SDAXI) schossen die Papiere von Verbio(VBKG.DE) um mehr als sechs Prozent nach oben, nachdem der ostdeutsche Biokraftstoff-Hersteller seine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2025/26 angehoben hat.
(Bericht von Anika Ross und Ralf Banser, redigiert von Hans Busemann. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)