27.02.26
17:30
Reuters
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| Leitindex legt Pause ein |
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| BASF warnt vor weiterem Krisenjahr |
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| Fusionsspekulationen um 1&1 und Telefonica |
| (Neu: Schlusskurse) |
| Frankfurt, 27. Feb (Reuters) - Dem Dax(.GDAXI) ist auf |
| dem Weg zu seinem Allzeithoch am Freitag die Puste ausgegangen. |
| Der deutsche Leitindex ging kaum verändert bei 25.284 Zählern |
| aus dem Handel - zuletzt hatte er Mitte Januar mit 25.507,79 |
| Punkten ein Allzeithoch markiert. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) |
| fiel um 0,4 Prozent zurück. Geopolitische Sorgen bremsten die |
| Börsen, dennoch schöpften die Anleger angesichts ermutigender |
| Firmenbilanzen Zuversicht. Die Börsen hätten sich zudem |
| inzwischen an viele anhaltende Unsicherheiten wie etwa an der |
| Zollfront gewöhnt, sagte Robert Greil, Chefstratege bei Merck |
| Finck. Er sieht deswegen weiteres Aufwärtspotenzial für die |
| globalen Aktienmärkte. Der Dax trat auf Wochensicht auf der |
| Stelle, legte auf Monatssicht aber rund drei Prozent zu. |
An der Wall Street ging es am Freitag hingegen weiter abwärts. Die Indizes steuerten teilweise auf ihre stärksten Monatsverluste seit März 2025 zu. Technologieaktien gerieten unter Verkaufsdruck, da die Sorgen über hohe Bewertungen und massive KI-Ausgaben der Big-Tech-Konzerne wieder zunahmen.
Größter Dax-Gewinner waren am Freitag die Papiere von Scout24(G24n.DE) mit einem Plus von 4,7 Prozent, gefolgt von Deutsche Telekom(DTEGn.DE) mit einem Aufschlag von 3,6 Prozent. BASF(BASFn.DE)-Titel büßten hingegen 1,9 Prozent ein. Der weltgrößte Chemiekonzern stellt sich nach einem Gewinneinbruch auf ein weiteres schwieriges Jahr ein. Für lange Gesichter sorgten auch die Geschäftszahlen von Delivery Hero(DHER.DE), die unter den Markterwartungen lagen. Zunehmender Wettbewerbsdruck macht dem Essenslieferanten zu schaffen. Die Aktien rutschten im MDax(.MDAXI) um 4,4 Prozent ab.
Im Finanzsektor büßten die Aktien von Barclays(BARC.L) 4,2 Prozent ein. Medienberichten zufolge drohen dem Institut neben weiteren Banken mögliche Verluste im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des britischen Hypothekenanbieters Market Financial Solutions (MFS). Der europäische Bankenindex(.SX7E) sackte um 1,9 Prozent ab. Commerzbank(CBKG.DE) hielten mit einem Abschlag von 3,7 Prozent die rote Laterne im Dax.
Fusionsfieber grassierte bei United Internet(UTDI.DE) und seiner Mobilfunktochter 1&1(1U1.DE). Die Titel legten im MDax beziehungsweise SDax(.SDAXI) 13,3 und 8,3 Prozent zu. Der spanische Telekomkonzern Telefonica(TEF.MC) ist einem Medienbericht zufolge an 1&1 interessiert.
Europaweit unter die Räder gerieten die Papiere vieler Airlines, obwohl die British-Airways-Mutter IAG(ICAG.L) für das vergangene Jahr ein Gewinnplus ausweisen konnte. Deren Aktien rutschten an der Londoner Börse um 7,3 Prozent ab, Lufthansa(LAHG.DE) gaben im MDax 3,6 Prozent ab. Marktbeobachter machten den steigenden Ölpreis für die Kursverluste verantwortlich.
Der ungewisse Ausgang der Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran ließ die Preise für das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) um 3,2 und vier Prozent auf 73 beziehungsweise 67,83 Dollar je Fass ansteigen. "Es herrscht Unsicherheit, die Angst treibt die Preise heute in die Höhe", sagte Tamas Varga, Ölanalyst beim Brokerhaus PVM. "Das wird ausschließlich vom Ausgang der iranischen Atomgespräche und möglichen Militäraktionen der USA gegen den Iran bestimmt." Der Iran rechnet in weniger als einer Woche mit einer nächsten Runde der Atomgespräche mit den USA. Anleger fürchten, dass ein militärischer Konflikt die Ölversorgung aus dem Nahen Osten durch die Straße von Hormus unterbrechen könnte. Die Produzentengruppe OPEC+ wird Insidern zufolge unterdessen auf ihrer Sitzung am Wochenende eine Erhöhung der Ölproduktion um 137.000 Barrel pro Tag für April in Erwägung ziehen.
(Bericht von Anika Ross, Daniela Pegna, redigiert von Sabine Ehrhardt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging:
27.02.26
17:30
Reuters
Frankfurt, 27. Feb (Reuters) - Dem Dax(.GDAXI) ist auf dem Weg zu seinem Allzeithoch am Freitag die Puste ausgegangen. Der deutsche Leitindex ging kaum verändert bei 25.284 Zählern aus dem Handel - zuletzt hatte er Mitte Januar mit 25.507,79 Punkten ein Allzeithoch markiert. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) fiel um 0,4 Prozent zurück. Geopolitische Sorgen bremsten die Börsen, dennoch schöpften die Anleger angesichts ermutigender Firmenbilanzen Zuversicht. Die Börsen hätten sich zudem inzwischen an viele anhaltende Unsicherheiten wie etwa an der Zollfront gewöhnt, sagte Robert Greil, Chefstratege bei Merck Finck. Er sieht deswegen weiteres Aufwärtspotenzial für die globalen Aktienmärkte. Der Dax trat auf Wochensicht auf der Stelle, legte auf Monatssicht aber rund drei Prozent zu.
An der Wall Street ging es am Freitag hingegen weiter abwärts. Die Indizes steuerten teilweise auf ihre stärksten Monatsverluste seit März 2025 zu. Technologieaktien gerieten unter Verkaufsdruck, da die Sorgen über hohe Bewertungen und massive KI-Ausgaben der Big-Tech-Konzerne wieder zunahmen.
TRÜBER BASF-AUSBLICK BELASTET
Größter Dax-Gewinner waren am Freitag die Papiere von Scout24(G24n.DE) mit einem Plus von 4,7 Prozent, gefolgt von Deutsche Telekom(DTEGn.DE) mit einem Aufschlag von 3,6 Prozent. BASF(BASFn.DE)-Titel büßten hingegen 1,9 Prozent ein. Der weltgrößte Chemiekonzern stellt sich nach einem Gewinneinbruch auf ein weiteres schwieriges Jahr ein. Für lange Gesichter sorgten auch die Geschäftszahlen von Delivery Hero(DHER.DE), die unter den Markterwartungen lagen. Zunehmender Wettbewerbsdruck macht dem Essenslieferanten zu schaffen. Die Aktien rutschten im MDax(.MDAXI) um 4,4 Prozent ab.
Im Finanzsektor büßten die Aktien von Barclays(BARC.L) 4,2 Prozent ein. Medienberichten zufolge drohen dem Institut neben weiteren Banken mögliche Verluste im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des britischen Hypothekenanbieters Market Financial Solutions (MFS). Der europäische Bankenindex(.SX7E) sackte um 1,9 Prozent ab. Commerzbank(CBKG.DE) hielten mit einem Abschlag von 3,7 Prozent die rote Laterne im Dax.
Fusionsfieber grassierte bei United Internet(UTDI.DE) und seiner Mobilfunktochter 1&1(1U1.DE). Die Titel legten im MDax beziehungsweise SDax(.SDAXI) 13,3 und 8,3 Prozent zu. Der spanische Telekomkonzern Telefonica(TEF.MC) ist einem Medienbericht zufolge an 1&1 interessiert.
Europaweit unter die Räder gerieten die Papiere vieler Airlines, obwohl die British-Airways-Mutter IAG(ICAG.L) für das vergangene Jahr ein Gewinnplus ausweisen konnte. Deren Aktien rutschten an der Londoner Börse um 7,3 Prozent ab, Lufthansa(LAHG.DE) gaben im MDax 3,6 Prozent ab. Marktbeobachter machten den steigenden Ölpreis für die Kursverluste verantwortlich.
ÖLPREISE ZIEHEN WEGEN IRAN-SORGEN DEUTLICH AN
Der ungewisse Ausgang der Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran ließ die Preise für das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) um 3,2 und vier Prozent auf 73 beziehungsweise 67,83 Dollar je Fass ansteigen. "Es herrscht Unsicherheit, die Angst treibt die Preise heute in die Höhe", sagte Tamas Varga, Ölanalyst beim Brokerhaus PVM. "Das wird ausschließlich vom Ausgang der iranischen Atomgespräche und möglichen Militäraktionen der USA gegen den Iran bestimmt." Der Iran rechnet in weniger als einer Woche mit einer nächsten Runde der Atomgespräche mit den USA. Anleger fürchten, dass ein militärischer Konflikt die Ölversorgung aus dem Nahen Osten durch die Straße von Hormus unterbrechen könnte. Die Produzentengruppe OPEC+ wird Insidern zufolge unterdessen auf ihrer Sitzung am Wochenende eine Erhöhung der Ölproduktion um 137.000 Barrel pro Tag für April in Erwägung ziehen.
(Bericht von Anika Ross, Daniela Pegna, redigiert von Sabine Ehrhardt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging: