26.02.26
17:47
Reuters
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| Dax dank SAP im Plus |
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| Anleger fürchten KI-Disruption |
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| Freenet rutschen nach Zahlen ab |
| (Neu: Schlusskurse) |
| Frankfurt, 26. Feb (Reuters) - Europas Anleger sind am |
| Donnerstag trotz starker Wachstumszahlen vom KI-Vorreiter |
| Nvidia(NVDA.O) auf der Hut geblieben. Während die meisten |
| europäischen Börsen nachgaben, zogen Kursgewinne beim |
| Indexschwergewicht SAP(SAPG.DE) den Dax(.GDAXI) nach oben. Der |
| deutsche Leitindex stieg um 0,5 Prozent auf 25.289 Zähler. Der |
| EuroStoxx50(.STOXX50E) gab insgesamt 0,2 Prozent nach. "Die |
| Top-Zahlen von Nvidia reichen nicht aus, um den KI-Hype |
| zurückzubringen", konstatiert Thomas Altmann von QC Partners. |
| "Die Anleger bleiben vorsichtig." |
Der Bedarf an Hochleistungsprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) verhalf dem Chipriesen Nvidia zu einem überraschend starken Quartalsergebnis. Allerdings wird der Wettbewerb in der Chipbranche härter. Cloud-Anbieter suchen nach alternativen Lieferanten oder setzen verstärkt auf Eigenentwicklungen. Um das Wachstum zu beschleunigen, will der weltgrößte Chipkonzern seine Investitionen ausweiten. Anleger machten lieber Kasse: Die Nvidia-Papiere gaben an der insgesamt schwächeren Wall Street um rund vier Prozent nach. Der europäische Tech-Index(.SX8P) verlor 0,5 Prozent. Die Bilanz von Nvidia sei Fluch und Segen zugleich, sagte Jochen Stanzl von der Consorsbank. "Wenn der KI-Ausbau schneller verläuft als gedacht, ist auch die Wahrscheinlichkeit größer, dass dies ebenso für die KI-Disruption gilt."
Anleger spekulieren, dass durch KI bestehende Geschäftsmodelle oder Arbeitsweisen grundlegend verändert oder durch effizientere Alternativen ersetzt werden. Aktien vieler Branchen verzeichneten daher in den vergangenen Wochen deutliche Kursverluste.
SAP(SAPG.DE)-Rivale Salesforce(CRM.N) legte dank einer gestiegenen Nachfrage nach KI-gestützter Firmensoftware ein Rekordergebnis vor. Zwar enttäuschten die Ziele des US-Konzerns, die Aktien stiegen dennoch um mehr als zwei Prozent. SAP legten rund 3,3 Prozent zu und waren zweitgrößter Dax-Gewinner hinter der Deutschen Börse(DB1Gn.DE).
Größter Dax-Verlierer waren die Papiere von Heidelberg Materials(HEIG.DE), die im Nachgang ihrer Bilanzvorlage am Mittwoch knapp fünf Prozent einbüßten. Aktien der Münchener Rück(MUVGn.DE) gaben 0,7 Prozent nach. Mit 6,12 Milliarden Euro lag das Konzernergebnis zwar über dem Vorjahr und über der eigenen Zielmarke, aber unter den Schätzungen der Analysten.
Auf Tauchstation gingen auch Freenet(FNTGn.DE) nach der Veröffentlichung ihrer Geschäftszahlen. Die Aktien des Mobilfunk- und TV-Anbieters brachen im MDax(.MDAXI) um knapp vierzehn Prozent ein. Der operative Gewinn und der Free Cash Flow seien hinter den Erwartungen zurückgeblieben, kommentierte Analyst Shekhan Ali von der Berenberg Bank. Ein Jahresumsatz leicht unter den Markterwartungen machte Hensoldt(HAGG.DE) zu schaffen. Die Aktien des Rüstungszulieferers gaben 4,3 Prozent nach.
Bei Puma(PUMG.DE) regte dagegen ein geringerer Betriebsverlust als erwartet die Kauflaune an. Die Titel rückten im MDax um 9,8 Prozent vor. Die Aktien von Adidas(ADSGn.DE) gewannen im Dax 2,5 Prozent.
An der spanischen Börse zündete Indra(IDR.MC) ein Kursfeuerwerk. Das spanische Verteidigungs- und Technologieunternehmen meldete für 2025 einen mehr als verdoppelten Auftragsbestand und ein robustes Wachstum in allen Geschäftsbereichen. Die Aktien schossen um 21,3 Prozent nach oben. In Paris griffen die Investoren bei den Aktien des Industriekonzerns Schneider Electric(SCHN.PA) zu, der ein stärker als erwartet ausgefallenes Kernergebnis vermeldete. Die Aktien rückten um drei Prozent vor.
Eine milliardenschwere Übernahme in Großbritannien beflügelte die Aktien des französischen Energiekonzerns Engie(ENGIE.PA). Die Papiere stürmten um rund sieben Prozent nach oben. Engie will UK Power Networks für umgerechnet rund zwölf Milliarden Euro kaufen.
(Bericht von Anika Ross, Daniela Pegna, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging:
26.02.26
17:47
Reuters
Frankfurt, 26. Feb (Reuters) - Europas Anleger sind am Donnerstag trotz starker Wachstumszahlen vom KI-Vorreiter Nvidia(NVDA.O) auf der Hut geblieben. Während die meisten europäischen Börsen nachgaben, zogen Kursgewinne beim Indexschwergewicht SAP(SAPG.DE) den Dax(.GDAXI) nach oben. Der deutsche Leitindex stieg um 0,5 Prozent auf 25.289 Zähler. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) gab insgesamt 0,2 Prozent nach. "Die Top-Zahlen von Nvidia reichen nicht aus, um den KI-Hype zurückzubringen", konstatiert Thomas Altmann von QC Partners. "Die Anleger bleiben vorsichtig."
Der Bedarf an Hochleistungsprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) verhalf dem Chipriesen Nvidia zu einem überraschend starken Quartalsergebnis. Allerdings wird der Wettbewerb in der Chipbranche härter. Cloud-Anbieter suchen nach alternativen Lieferanten oder setzen verstärkt auf Eigenentwicklungen. Um das Wachstum zu beschleunigen, will der weltgrößte Chipkonzern seine Investitionen ausweiten. Anleger machten lieber Kasse: Die Nvidia-Papiere gaben an der insgesamt schwächeren Wall Street um rund vier Prozent nach. Der europäische Tech-Index(.SX8P) verlor 0,5 Prozent. Die Bilanz von Nvidia sei Fluch und Segen zugleich, sagte Jochen Stanzl von der Consorsbank. "Wenn der KI-Ausbau schneller verläuft als gedacht, ist auch die Wahrscheinlichkeit größer, dass dies ebenso für die KI-Disruption gilt."
Anleger spekulieren, dass durch KI bestehende Geschäftsmodelle oder Arbeitsweisen grundlegend verändert oder durch effizientere Alternativen ersetzt werden. Aktien vieler Branchen verzeichneten daher in den vergangenen Wochen deutliche Kursverluste.
MÜNCHENER RÜCK NACH ZAHLEN UNTER DRUCK
SAP(SAPG.DE)-Rivale Salesforce(CRM.N) legte dank einer gestiegenen Nachfrage nach KI-gestützter Firmensoftware ein Rekordergebnis vor. Zwar enttäuschten die Ziele des US-Konzerns, die Aktien stiegen dennoch um mehr als zwei Prozent. SAP legten rund 3,3 Prozent zu und waren zweitgrößter Dax-Gewinner hinter der Deutschen Börse(DB1Gn.DE).
Größter Dax-Verlierer waren die Papiere von Heidelberg Materials(HEIG.DE), die im Nachgang ihrer Bilanzvorlage am Mittwoch knapp fünf Prozent einbüßten. Aktien der Münchener Rück(MUVGn.DE) gaben 0,7 Prozent nach. Mit 6,12 Milliarden Euro lag das Konzernergebnis zwar über dem Vorjahr und über der eigenen Zielmarke, aber unter den Schätzungen der Analysten.
Auf Tauchstation gingen auch Freenet(FNTGn.DE) nach der Veröffentlichung ihrer Geschäftszahlen. Die Aktien des Mobilfunk- und TV-Anbieters brachen im MDax(.MDAXI) um knapp vierzehn Prozent ein. Der operative Gewinn und der Free Cash Flow seien hinter den Erwartungen zurückgeblieben, kommentierte Analyst Shekhan Ali von der Berenberg Bank. Ein Jahresumsatz leicht unter den Markterwartungen machte Hensoldt(HAGG.DE) zu schaffen. Die Aktien des Rüstungszulieferers gaben 4,3 Prozent nach.
Bei Puma(PUMG.DE) regte dagegen ein geringerer Betriebsverlust als erwartet die Kauflaune an. Die Titel rückten im MDax um 9,8 Prozent vor. Die Aktien von Adidas(ADSGn.DE) gewannen im Dax 2,5 Prozent.
INDRA ZÜNDEN KURSFEUERWERK AN SPANISCHER BÖRSE
An der spanischen Börse zündete Indra(IDR.MC) ein Kursfeuerwerk. Das spanische Verteidigungs- und Technologieunternehmen meldete für 2025 einen mehr als verdoppelten Auftragsbestand und ein robustes Wachstum in allen Geschäftsbereichen. Die Aktien schossen um 21,3 Prozent nach oben. In Paris griffen die Investoren bei den Aktien des Industriekonzerns Schneider Electric(SCHN.PA) zu, der ein stärker als erwartet ausgefallenes Kernergebnis vermeldete. Die Aktien rückten um drei Prozent vor.
Eine milliardenschwere Übernahme in Großbritannien beflügelte die Aktien des französischen Energiekonzerns Engie(ENGIE.PA). Die Papiere stürmten um rund sieben Prozent nach oben. Engie will UK Power Networks für umgerechnet rund zwölf Milliarden Euro kaufen.
(Bericht von Anika Ross, Daniela Pegna, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging: