13.02.26
17:34
Reuters
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US-Preisanstieg fällt etwas geringer aus als erwartet
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Strategen sehen weiter Zinssenkungen im Jahresverlauf
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Delivery Hero nach Zahlen von Tochter Talabat auf Tauchstation
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| Stahlaktien nach Bericht zu Zöllen unter Druck |
| (Neu: Schlusskurse) |
| Frankfurt, 13. Feb (Reuters) - Ein schwächer als |
| erwartet ausgefallener US-Preisauftrieb hat die Nerven der |
| Anleger zum Wochenschluss beruhigt. Die anhaltende Sorge vor |
| potenziell starken Veränderungen durch Künstliche Intelligenz |
| (KI) in den Sektoren Software, Finanzen und Logistik bremste die |
| Aktienmärkte aber. Der Dax(.GDAXI) ging 0,3 Prozent höher bei |
| 24.914 Punkten aus dem Handel, während der |
| EuroStoxx50(.STOXX50E) 0,4 Prozent verlor. An der Wall Street |
| lagen die Indizes zum Handelsschluss in Europa je rund 0,4 |
| Prozent im Plus. |
Die Verbraucherpreise in den USA stiegen zum Jahresanfang mit 2,4 Prozent etwas weniger stark als von Ökonomen geschätzt. Der Spielraum der US-Notenbank für weitere Zinssenkungen sei dadurch zumindest nicht kleiner geworden, konstatierte Marktstratege Andreas Lipkow von CMC Markets. Die Wetten auf Zinssenkungen, die nach dem robusten Arbeitsmarktbericht spürbar zurückgefahren worden waren, nahmen wieder etwas zu. Anleger rechnen aber weiter frühestens im Juni mit einer geldpolitischen Lockerung der US-Notenbank, die Vollbeschäftigung fördern und stabile Preise sichern soll.
Ein Ausbruch über 25.000 Punkte im Dax sei derzeit nur schwer möglich, resümierte Jochen Stanzl von der Consorsbank. "Die Erkenntnis, was KI alles kann, und die daraus entstehende Angst vor den Auswirkungen auf Unternehmen ziehen immer größere Kreise und scheinen vor keinem Segment des Aktienmarktes Halt zu machen." In der Woche kamen an der Wall Street Transport- und Logistikwerte ins Schlingern. Auch Versicherungstitel standen im Fadenkreuz, während der Ausverkauf im Software- und Finanzdienstleistungssektor immer wieder neu aufflammte.
Für Unruhe am Freitag sorgte ein Medienbericht, wonach US-Präsident Donald Trump einige Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte zurückfahren will. Das berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf Insider. Handelsberater Peter Navarro wies das hingegen zurück. Der Bericht entbehre "jeder" Grundlage", sagte Navarro im Sender CNBC. An der Wall Street grenzten Aktien aus dem Sektor ihre Kursverluste danach teilweise ein. Papiere der Aluminiumhersteller Alcoa(AA.N) und Century Aluminum(CENX.O) und der Stahlkonzerne Cleveland-Cliffs(CLF.N) und Steel Dynamics(STLD.O) gaben zwischen einem und sechs Prozent nach. Hierzulande fielen ThyssenKrupp(TKAG.DE) um zwei Prozent.
Zu den Favoriten am deutschen Aktienmarkt gehörten MTU Aero Engines(MTXGn.DE), die 4,6 Prozent zulegten. Der optimistische Ausblick des französischen Luft- und Raumfahrtkonzerns Safran(SAF.PA) ließ Anleger auch beim Münchner Flugzeugzulieferer zugreifen. Safran legten an der Pariser Börse 8,3 Prozent zu. Das Unternehmen prognostizierte für das Jahr 2026 deutlich steigende Umsätze und Gewinne.
Federn lassen mussten hingegen Bankenwerte. Schwächster Dax-Wert waren Commerzbank(CBKG.DE) mit einem Minus von 5,6 Prozent. Im MDax(.MDAXI) verloren Delivery Hero(DHER.DE) vier Prozent. Die Titel des Essenslieferdienstes litten unter durchwachsenen Geschäftszahlen der Nahost-Tochter Talabat(TALABAT.DU). Diese rechnet für das laufende Jahr mit einem Rückgang des bereinigten Betriebsgewinns.
Rote Zahlen bei der Deutschen Pfandbriefbank(PBBG.DE) vergraulten die Anleger. Die Aktien rutschten um 10,3 Prozent ab, nachdem die Bank 2025 einen Vorsteuerverlust in Höhe von 250 Millionen Euro verbuchte. Keinen guten Tag erwischten auch L'Oreal(OREP.PA), deren Aktien um 4,9 Prozent abrutschten. Der Umsatz des französischen Kosmetikkonzerns im vierten Quartal verfehlte knapp die Erwartungen der Analysten.
(Bericht von Anika Ross und Daniela Pegna. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging:
13.02.26
17:34
Reuters
Frankfurt, 13. Feb (Reuters) - Ein schwächer als erwartet ausgefallener US-Preisauftrieb hat die Nerven der Anleger zum Wochenschluss beruhigt. Die anhaltende Sorge vor potenziell starken Veränderungen durch Künstliche Intelligenz (KI) in den Sektoren Software, Finanzen und Logistik bremste die Aktienmärkte aber. Der Dax(.GDAXI) ging 0,3 Prozent höher bei 24.914 Punkten aus dem Handel, während der EuroStoxx50(.STOXX50E) 0,4 Prozent verlor. An der Wall Street lagen die Indizes zum Handelsschluss in Europa je rund 0,4 Prozent im Plus.
Die Verbraucherpreise in den USA stiegen zum Jahresanfang mit 2,4 Prozent etwas weniger stark als von Ökonomen geschätzt. Der Spielraum der US-Notenbank für weitere Zinssenkungen sei dadurch zumindest nicht kleiner geworden, konstatierte Marktstratege Andreas Lipkow von CMC Markets. Die Wetten auf Zinssenkungen, die nach dem robusten Arbeitsmarktbericht spürbar zurückgefahren worden waren, nahmen wieder etwas zu. Anleger rechnen aber weiter frühestens im Juni mit einer geldpolitischen Lockerung der US-Notenbank, die Vollbeschäftigung fördern und stabile Preise sichern soll.
Ein Ausbruch über 25.000 Punkte im Dax sei derzeit nur schwer möglich, resümierte Jochen Stanzl von der Consorsbank. "Die Erkenntnis, was KI alles kann, und die daraus entstehende Angst vor den Auswirkungen auf Unternehmen ziehen immer größere Kreise und scheinen vor keinem Segment des Aktienmarktes Halt zu machen." In der Woche kamen an der Wall Street Transport- und Logistikwerte ins Schlingern. Auch Versicherungstitel standen im Fadenkreuz, während der Ausverkauf im Software- und Finanzdienstleistungssektor immer wieder neu aufflammte.
Für Unruhe am Freitag sorgte ein Medienbericht, wonach US-Präsident Donald Trump einige Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte zurückfahren will. Das berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf Insider. Handelsberater Peter Navarro wies das hingegen zurück. Der Bericht entbehre "jeder" Grundlage", sagte Navarro im Sender CNBC. An der Wall Street grenzten Aktien aus dem Sektor ihre Kursverluste danach teilweise ein. Papiere der Aluminiumhersteller Alcoa(AA.N) und Century Aluminum(CENX.O) und der Stahlkonzerne Cleveland-Cliffs(CLF.N) und Steel Dynamics(STLD.O) gaben zwischen einem und sechs Prozent nach. Hierzulande fielen ThyssenKrupp(TKAG.DE) um zwei Prozent.
Zu den Favoriten am deutschen Aktienmarkt gehörten MTU Aero Engines(MTXGn.DE), die 4,6 Prozent zulegten. Der optimistische Ausblick des französischen Luft- und Raumfahrtkonzerns Safran(SAF.PA) ließ Anleger auch beim Münchner Flugzeugzulieferer zugreifen. Safran legten an der Pariser Börse 8,3 Prozent zu. Das Unternehmen prognostizizierte für das Jahr 2026 deutlich steigende Umsätze und Gewinne.
Federn lassen mussten hingegen Bankenwerte. Schwächster Dax-Wert waren Commerzbank(CBKG.DE) mit einem Minus von 5,6 Prozent. Im MDax(.MDAXI) verloren Delivery Hero(DHER.DE) vier Prozent. Die Titel des Essenslieferdienstes litten unter durchwachsenen Geschäftszahlen der Nahost-Tochter Talabat(TALABAT.DU). Diese rechnet für das laufende Jahr mit einem Rückgang des bereinigten Betriebsgewinns.
Rote Zahlen bei der Deutschen Pfandbriefbank(PBBG.DE) vergraulten die Anleger. Die Aktien rutschten um 10,3 Prozent ab, nachdem die Bank 2025 einen Vorsteuerverlust in Höhe von 250 Millionen Euro verbuchte. Keinen guten Tag erwischten auch L'Oreal(OREP.PA), deren Aktien um 4,9 Prozent abrutschten. Der Umsatz des französischen Kosmetikkonzerns im vierten Quartal verfehlte knapp die Erwartungen der Analysten.
(Bericht von Anika Ross und Daniela Pegna. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com) ((daniela.pegna@thomsonreuters.com; Reuters Messaging: