09.02.26
11:49
Reuters
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Warten auf US-Daten und weitere Konzernbilanzen
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PBoC-Zukauf stützt Gold - "Sorge vor Notverkäufen schwindet"
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Sentix-Index: Anleger schauen zuversichtlicher auf Konjunktur
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| Mögliche Änderungen im Mietrecht belasten Immobilienwerte |
| (Neu: Europäische Börsen, Edelmetalle, Sentix) |
| Frankfurt, 09. Feb (Reuters) - Die europäischen Börsen |
| haben ihre anfänglichen Gewinne nicht halten können. Der |
| Dax(.GDAXI) und der EuroStoxx50(.STOXX50E) notierten am Montag |
| gegen Mittag jeweils knapp im Plus bei 24.768 Zählern und 6006 |
| Punkten. Zuvor hatten sie in der Spitze um jeweils gut ein |
| halbes Prozent zugelegt. "Ohne neue Impulse wird die |
| Schaukelbörse den Anlegern wohl weiterhin eine klare Richtung |
| schuldig bleiben", sagte Jochen Stanzl, Chefanalyst der |
| Consorsbank. Die Anleger warten unter anderem auf den |
| US-Arbeitsmarktbericht und die US-Inflationszahlen, die am |
| Mittwoch und Freitag veröffentlicht werden. Zudem stehen in |
| dieser Woche zahlreiche Firmenbilanzen an. |
Ulrich Stephan von der Deutschen Bank betonte zugleich die Bedeutung der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran für den Frankfurter Leitindex. "Die angestiegene geopolitische Unsicherheit belastet einen stark international ausgerichteten Index wie den Dax, dessen Unternehmen mehr als die Hälfte ihrer Umsätze außerhalb Europas erwirtschaften." Die Titel der Rüstungskonzerne Hensoldt(HAGG.DE) und Rheinmetall(RHMG.DE) kletterten infolge der Pause bei den US-Iran-Gesprächen um rund zwei und 1,5 Prozent. Noch stärker nach oben ging es für die Anteilsscheine des Rivalen Renk(R3NK.DE), die nach einer Hochstufung der Privatbank M.M. Warburg um fast vier Prozent zulegten. Der europäische Branchenindex(.SXPARO) notierte 0,7 Prozent im Plus.
Ein Zukauf der chinesischen Zentralbank stützte indes die Edelmetallpreise. Gold(XAU=) und Silber(XAG=) verteuerten sich um knapp ein und zwei Prozent auf rund 4995 und 79,34 Dollar je Feinunze. Damit weiten sie ihre Gewinne vom Freitag aus. Die Preise waren Ende Januar um fast zehn und 30 Prozent eingebrochen und befinden sich seither auf Zickzackkurs. Die People's Bank of China setzte ihre Goldkäufe im Januar den 15. Monat in Folge fort. "Das Update dürfte die Überzeugung stärken, dass die jüngste Preiserholung bei Gold auf stabilen Füßen steht", sagte Consorsbank-Experte Stanzl. "Damit schwindet auch die Sorge vor Notverkäufen."
Börsianer blicken zugleich mit mehr Optimismus auf die Konjunktur: Das Stimmungsbarometer für den Euroraum stieg im Februar um sechs Punkte auf plus 4,2 Zähler, wie die Beratungsfirma Sentix am Montag zu ihrer monatlichen Umfrage unter 1091 Investoren mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Anstieg auf 0,0 Punkte gerechnet. Der Gesamtindex und die Teilbarometer für Lage und Erwartungen kletterten jeweils das dritte Mal in Folge. "Die Rezession in der Euro-Zone dürfte damit beendet sein", sagte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner.
Bei den Einzelwerten setzte die Aussicht auf mögliche Änderungen im deutschen Mietrecht die Aktien von Immobilienunternehmen unter Druck. Die Titel von Deutsche Wohnen(DWNG.DE), TAG Immobilien(TEGG.DE), LEG Immobilien(LEGn.DE) und Vonovia(VNAn.DE) gaben zwischen rund 1,5 und 2,5 Prozent nach.
Für Gesprächsstoff an der Börse in Amsterdam sorgte InPost(INPST.AS) mit einem Kurssprung von 13,5 Prozent. Ein von der Beteiligungsgesellschaft Advent und dem US-Logistikkonzern FedEx(FDX.N) angeführtes Konsortium will den Paketdienstleister übernehmen.
In Kopenhagen schickte ein Rückzieher der US-Telemedizinfirma Hims & Hers(HIMS.N) bei einer günstigeren Kopie der Abnehmpille Wegovy die Aktie von Novo Nordisk(NOVOb.CO) auf Höhenflug. Die Titel des dänischen Pharmakonzerns sprangen um mehr als acht Prozent nach oben. Hims & Hers hatte am Wochenende nach rechtlichen Drohungen von Novo und der US-Arzneimittelbehörde FDA die Markteinführung des Mittels abgesagt. Die Pille, die auf dem Novo-Wirkstoff Semaglutid basiert, hatte Hims & Hers erst am Donnerstag für 49 Dollar vorgestellt.
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
09.02.26
11:49
Reuters
Frankfurt, 09. Feb (Reuters) - Die europäischen Börsen haben ihre anfänglichen Gewinne nicht halten können. Der Dax(.GDAXI) und der EuroStoxx50(.STOXX50E) notierten am Montag gegen Mittag jeweils knapp im Plus bei 24.768 Zählern und 6006 Punkten. Zuvor hatten sie in der Spitze um jeweils gut ein halbes Prozent zugelegt. "Ohne neue Impulse wird die Schaukelbörse den Anlegern wohl weiterhin eine klare Richtung schuldig bleiben", sagte Jochen Stanzl, Chefanalyst der Consorsbank. Die Anleger warten unter anderem auf den US-Arbeitsmarktbericht und die US-Inflationszahlen, die am Mittwoch und Freitag veröffentlicht werden. Zudem stehen in dieser Woche zahlreiche Firmenbilanzen an.
Ulrich Stephan von der Deutschen Bank betonte zugleich die Bedeutung der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran für den Frankfurter Leitindex. "Die angestiegene geopolitische Unsicherheit belastet einen stark international ausgerichteten Index wie den Dax, dessen Unternehmen mehr als die Hälfte ihrer Umsätze außerhalb Europas erwirtschaften." Die Titel der Rüstungskonzerne Hensoldt(HAGG.DE) und Rheinmetall(RHMG.DE) kletterten infolge der Pause bei den US-Iran-Gesprächen um rund zwei und 1,5 Prozent. Noch stärker nach oben ging es für die Anteilsscheine des Rivalen Renk(R3NK.DE), die nach einer Hochstufung der Privatbank M.M. Warburg um fast vier Prozent zulegten. Der europäische Branchenindex(.SXPARO) notierte 0,7 Prozent im Plus.
Ein Zukauf der chinesischen Zentralbank stützte indes die Edelmetallpreise. Gold(XAU=) und Silber(XAG=) verteuerten sich um knapp ein und zwei Prozent auf rund 4995 und 79,34 Dollar je Feinunze. Damit weiten sie ihre Gewinne vom Freitag aus. Die Preise waren Ende Januar um fast zehn und 30 Prozent eingebrochen und befinden sich seither auf Zickzackkurs. Die People's Bank of China setzte ihre Goldkäufe im Januar den 15. Monat in Folge fort. "Das Update dürfte die Überzeugung stärken, dass die jüngste Preiserholung bei Gold auf stabilen Füßen steht", sagte Consorsbank-Experte Stanzl. "Damit schwindet auch die Sorge vor Notverkäufen."
Börsianer blicken zugleich mit mehr Optimismus auf die Konjunktur: Das Stimmungsbarometer für den Euroraum stieg im Februar um sechs Punkte auf plus 4,2 Zähler, wie die Beratungsfirma Sentix am Montag zu ihrer monatlichen Umfrage unter 1091 Investoren mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Anstieg auf 0,0 Punkte gerechnet. Der Gesamtindex und die Teilbarometer für Lage und Erwartungen kletterten jeweils das dritte Mal in Folge. "Die Rezession in der Euro-Zone dürfte damit beendet sein", sagte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner.
Bei den Einzelwerten setzte die Aussicht auf mögliche Änderungen im deutschen Mietrecht die Aktien von Immobilienunternehmen unter Druck. Die Titel von Deutsche Wohnen(DWNG.DE), TAG Immobilien(TEGG.DE), LEG Immobilien(LEGn.DE) und Vonovia(VNAn.DE) gaben zwischen rund 1,5 und 2,5 Prozent nach.
Für Gesprächsstoff an der Börse in Amsterdam sorgte InPost(INPST.AS) mit einem Kurssprung von 13,5 Prozent. Ein von der Beteiligungsgesellschaft Advent und dem US-Logistikkonzern FedEx(FDX.N) angeführtes Konsortium will den Paketdienstleister übernehmen.
In Kopenhagen schickte ein Rückzieher der US-Telemedizinfirma Hims & Hers(HIMS.N) bei einer günstigeren Kopie der Abnehmpille Wegovy die Aktie von Novo Nordisk(NOVOb.CO) auf Höhenflug. Die Titel des dänischen Pharmakonzerns sprangen um mehr als acht Prozent nach oben. Hims & Hers hatte am Wochenende nach rechtlichen Drohungen von Novo und der US-Arzneimittelbehörde FDA die Markteinführung des Mittels abgesagt. Die Pille, die auf dem Novo-Wirkstoff Semaglutid basiert, hatte Hims & Hers erst am Donnerstag für 49 Dollar vorgestellt.
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)