06.02.26
04:13
Reuters
Singapur/Tokio, 06. Feb (Reuters) - Der Ausverkauf an der Wall Street hat am Freitag auch die asiatischen Börsen erfasst. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um ein Prozent. In Südkorea brach der Kospi(.KS11) um fünf Prozent ein, was kurz nach Handelsbeginn zu einer vorübergehenden Aussetzung des Handels führte. Der japanische Leitindex Nikkei(.N225) legte dagegen 0,1 Prozent auf 53.877,75 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix(.TOPX) notierte 0,5 Prozent höher bei 3.671,57 Zählern. Die Börse in Shanghai(.SSEC) gewann 0,1 Prozent auf 4.080,31 Stellen, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen(.CSI300) bei 4.668,00 Punkten stagnierte.
In Tokio hielten sich die Anleger vor der Parlamentswahl am Sonntag zurück. Ein Ausverkauf bei Technologiewerten belastete jedoch den Markt. Zu den Gewinnern zählten die Aktien des Lebensmittelzusatzstoffherstellers Ajinomoto(2802.T) mit einem Plus von zehn Prozent und Mitsubishi Motors(7211.T) mit einem Zuwachs von 8,5 Prozent. Dagegen fielen die Papiere des Chip-Ausrüsters Advantest(6857.T) um 3,1 Prozent und die des Kameraherstellers Nikon(7731.T) um 8,5 Prozent. "In Anlehnung an den US-Markt von gestern Abend sind einige hochpreisige Halbleiter- und KI-bezogene Werte gefallen, aber ihre Rückgänge sind nicht so groß wie am Donnerstag", sagte Maki Sawada, Stratege bei Nomura Securities.
Händler begründeten die Kursverluste mit der Sorge, dass neue KI-Modelle die Gewinne von Softwarefirmen schmälern könnten. Für zusätzliche Nervosität sorgte der US-Konzern Amazon(AMZN.O), dessen Aktien im nachbörslichen Handel um 11,5 Prozent abstürzten. Der Online-Händler hatte einen Anstieg der Investitionsausgaben um mehr als 50 Prozent in diesem Jahr in Aussicht gestellt. "Die Anleger stellen ihr Engagement in den Säulen infrage, die die Märkte in den vergangenen sechs Monaten gestützt haben: KI, Krypto und Edelmetalle", sagte Tony Sycamore, Marktanalyst bei IG. In China wurde zudem der Handel mit dem Silber-Futures-Fonds von UBS SDIC(161226.SZ) ausgesetzt. Devisen Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 156,69 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,9398 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,7769 Franken(CHF=). Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1787 Dollar und zog leicht auf 0,9158 Franken(EURCHF=) an. Ölpreise Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohölsorte Brent aus der Nordsee um 0,2 Prozent auf 67,71 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,3 Prozent fester bei 63,48 Dollar. Wall Street Die US-Börsen hatten am Donnerstag deutlich im Minus geschlossen. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte verlor 1,2 Prozent auf 48.908,72 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gab 1,2 Prozent auf 6.798,40 Zähler nach, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) fiel um 1,6 Prozent auf 22.540,59 Stellen. Die US-Futures deuteten auf eine Fortsetzung der Talfahrt hin. Händler verwiesen auf einen Bericht, wonach die von US-Arbeitgebern angekündigten Entlassungen im Januar den höchsten Stand seit 17 Jahren erreichten.
(Bericht von Gregor Stuart Hunter, Satoshi Sugiyama und Tom Westbrook, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
06.02.26
04:13
Reuters
Singapur/Tokio, 06. Feb (Reuters) - Der Ausverkauf an der Wall Street hat am Freitag auch die asiatischen Börsen erfasst.
In Tokio hielten sich die Anleger vor der Parlamentswahl am Sonntag zurück. Ein Ausverkauf bei Technologiewerten belastete jedoch den Markt. Zu den Gewinnern zählten die Aktien des Lebensmittelzusatzstoffherstellers Ajinomoto(2802.T) mit einem Plus von zehn Prozent und Mitsubishi Motors(7211.T) mit einem Zuwachs von 8,5 Prozent. Dagegen fielen die Papiere des Chip-Ausrüsters Advantest(6857.T) um 3,1 Prozent und die des Kameraherstellers Nikon(7731.T) um 8,5 Prozent. "In Anlehnung an den US-Markt von gestern Abend sind einige hochpreisige Halbleiter- und KI-bezogene Werte gefallen, aber ihre Rückgänge sind nicht so groß wie am Donnerstag", sagte Maki Sawada, Stratege bei Nomura Securities.
Händler begründeten die Kursverluste mit der Sorge, dass neue KI-Modelle die Gewinne von Softwarefirmen schmälern könnten. Für zusätzliche Nervosität sorgte der US-Konzern Amazon(AMZN.O), dessen Aktien im nachbörslichen Handel um 11,5 Prozent abstürzten. Der Online-Händler hatte einen Anstieg der Investitionsausgaben um mehr als 50 Prozent in diesem Jahr in Aussicht gestellt. "Die Anleger stellen ihr Engagement in den Säulen infrage, die die Märkte in den vergangenen sechs Monaten gestützt haben: KI, Krypto und Edelmetalle", sagte Tony Sycamore, Marktanalyst bei IG. In China wurde zudem der Handel mit dem Silber-Futures-Fonds von UBS SDIC(161226.SZ) ausgesetzt.
Devisen Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 156,69 Yen(JPY=) und legte leicht auf 6,9398 Yuan(CNY=) zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,7769 Franken(CHF=). Parallel dazu blieb der Euro(EUR=) fast unverändert bei 1,1787 Dollar und zog leicht auf 0,9158 Franken(EURCHF=) an.
Ölpreise Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohölsorte Brent aus der Nordsee um 0,2 Prozent auf 67,71 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,3 Prozent fester bei 63,48 Dollar.
Wall Street Die US-Börsen hatten am Donnerstag deutlich im Minus geschlossen. Der Dow-Jones-Index(.DJI) der Standardwerte verlor 1,2 Prozent auf 48.908,72 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gab 1,2 Prozent auf 6.798,40 Zähler nach, und der technologielastige Nasdaq(.IXIC) fiel um 1,6 Prozent auf 22.540,59 Stellen. Die US-Futures deuteten auf eine Fortsetzung der Talfahrt hin. Händler verwiesen auf einen Bericht, wonach die von US-Arbeitgebern angekündigten Entlassungen im Januar den höchsten Stand seit 17 Jahren erreichten.
(Bericht von Gregor Stuart Hunter, Satoshi Sugiyama und Tom Westbrook, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)