03.02.26
11:41
Reuters
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Gold auf Kurs zum größten Tagesplus seit November 2008
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EuroStoxx50 zieht auf frisches Rekordhoch
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Minenbetreiber gefragt
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Amundi mit Mittelzuflüssen - Kunden wollen Sicherheit vom Dollar
| (Neu: Europäische Börsen) |
| Frankfurt, 03. Feb (Reuters) - Nach dem jüngsten Absturz |
| sind die Gold- und Silberpreise wieder gestiegen und haben damit |
| auch die Aktienmärkte weiter angetrieben. Der Dax(.GDAXI) sprang |
| am Dienstag erneut über die psychologisch wichtige Marke von |
| 25.000 Punkten und zog in der Spitze um 1,2 Prozent auf 25.098 |
| Punkte. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) stieg zeitweise ebenfalls um |
| gut ein Prozent auf bis zu 6073 Zähler und erzielte damit ein |
| frisches Rekordhoch. "Anleger schütteln die Unsicherheit aus dem |
| kurzzeitigen Ausverkauf bei Gold und Silber ab", kommentierte |
| Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. "Der scharfe |
| Rückgang der Ölpreise wirkt zusätzlich stützend." |
Nach dem massiven Einbruch am Edelmetallmarkt gingen die Preise für Gold und Silber wieder auf Erholungskurs. Eine Feinunze Gold(XAU=) verteuerte sich um rund sechs Prozent auf bis zu 4947 Dollar und steuerte damit auf das größte Tagesplus seit November 2008 zu. Silber(XAG=) legte um 10,7 Prozent auf 87,941 Dollar zu. In den beiden vorangegangenen Handelstagen hatten die Edelmetalle den stärksten Einbruch seit Jahrzehnten verzeichnet. Auslöser waren die Nominierung von Kevin Warsh zum neuen Chef der US-Notenbank Fed und eine Anhebung der Einschussanforderungen für Termingeschäfte durch die Börse CME.
Am Montag war der Goldpreis auf ein Monatstief von 4403 Dollar gefallen, nachdem er wenige Tage zuvor ein Rekordhoch von 5594,82 Dollar erzielt hatte. Silber war am Freitag mit einem Minus von 27 Prozent so stark wie nie an einem einzigen Tag eingebrochen und hatte am Montag weitere sechs Prozent eingebüßt. "Man kann davon ausgehen, dass wir uns nun wieder in der Nähe eines fairen Wertes bewegen, nachdem sich der Markt einige Wochen lang ziemlich irrational verhalten hat", sagte Kyle Rodda, Analyst bei Capital.com.
"In der neuen Handelswoche scheinen sich die Börsianer wieder zunehmend auf positive Konjunkturdaten und Unternehmenszahlen zu fokussieren", kommentierten die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg. "Den Preisrutsch bei Rohstoffen steckten die Aktienmärkte wieder weg und legten zu." Jefferies-Stratege Mohit Kumar sieht weiteren Spielraum nach oben. "Wir erwarten eine breitere Aufwärtsbewegung und haben uns vom Fokus auf KI allein abgewandt."
Zu den größten Kursgewinnern gehörten die Aktien von Minenbetreibern. Ein entsprechender europäischer Branchenindex(.SXPP) legte angesichts der Erholung bei Edel- sowie Industriemetallpreisen um knapp drei Prozent zu. Auch in den USA zogen Bergbaukonzerne vorbörslich kräftig an.
Im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) stehen nach Börsenschluss die Ergebnisse von Chiphersteller AMD(AMD.O) und Serverausrüster SuperMicrocomputer(SMCI.O) an. Bei AMD lag das Hauptaugenmerk der Börsianer auf dem Absatz der Spezialprozessoren für KI. Diese sollen AMD in den kommenden Jahren zu einem jährlichen Umsatzplus von 35 Prozent verhelfen.
Die Aussichten hatten Marktteilnehmer auch beim Münchner Chipzulieferer Siltronic(WAFGn.DE) im Blick. Der Waferhersteller rutschte 2025 in die roten Zahlen und macht sich wenig Hoffnung auf eine durchgreifende Erholung. "Auch 2026 wird ein herausforderndes Marktumfeld herrschen", teilte der Konzern mit. Anleger stiegen aus und bescherten dem Konzern einen Kursverlust von mehr als sechs Prozent.
Überraschend hohe Mittelzuflüsse im vierten Quartal gaben dagegen Amundi(AMUN.PA) Auftrieb. Die Papiere des größten europäischen Vermögensverwalters stiegen in Paris zeitweise mehr als sechs Prozent auf ein frisches Rekordhoch. Amundi sammelte netto 20,9 Milliarden Euro an neuen Geldern ein, während Analysten nur mit 16,1 Milliarden gerechnet hatten. "Die Ergebnisse der DWS in der vergangenen Woche waren schwer zu übertreffen, aber Amundi hat gezeigt, dass es der Aufgabe gewachsen ist", sagten die Analysten von Jefferies. Amundi-Chefin Valerie Baudson zufolge suchen Kunden eine Diversifizierung in Europa und weg vom US-Dollar.
(Bericht von Stefanie Geiger, redigiert von Kerstin Dörr. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)
03.02.26
11:41
Reuters
Frankfurt, 03. Feb (Reuters) - Nach dem jüngsten Absturz sind die Gold- und Silberpreise wieder gestiegen und haben damit auch die Aktienmärkte weiter angetrieben. Der Dax(.GDAXI) sprang am Dienstag erneut über die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten und zog in der Spitze um 1,2 Prozent auf 25.098 Punkte. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) stieg zeitweise ebenfalls um gut ein Prozent auf bis zu 6073 Zähler und erzielte damit ein frisches Rekordhoch. "Anleger schütteln die Unsicherheit aus dem kurzzeitigen Ausverkauf bei Gold und Silber ab", kommentierte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. "Der scharfe Rückgang der Ölpreise wirkt zusätzlich stützend."
Nach dem massiven Einbruch am Edelmetallmarkt gingen die Preise für Gold und Silber wieder auf Erholungskurs. Eine Feinunze Gold(XAU=) verteuerte sich um rund sechs Prozent auf bis zu 4947 Dollar und steuerte damit auf das größte Tagesplus seit November 2008 zu. Silber(XAG=) legte um 10,7 Prozent auf 87,941 Dollar zu. In den beiden vorangegangenen Handelstagen hatten die Edelmetalle den stärksten Einbruch seit Jahrzehnten verzeichnet. Auslöser waren die Nominierung von Kevin Warsh zum neuen Chef der US-Notenbank Fed und eine Anhebung der Einschussanforderungen für Termingeschäfte durch die Börse CME.
Am Montag war der Goldpreis auf ein Monatstief von 4403 Dollar gefallen, nachdem er wenige Tage zuvor ein Rekordhoch von 5594,82 Dollar erzielt hatte. Silber war am Freitag mit einem Minus von 27 Prozent so stark wie nie an einem einzigen Tag eingebrochen und hatte am Montag weitere sechs Prozent eingebüßt. "Man kann davon ausgehen, dass wir uns nun wieder in der Nähe eines fairen Wertes bewegen, nachdem sich der Markt einige Wochen lang ziemlich irrational verhalten hat", sagte Kyle Rodda, Analyst bei Capital.com.
"In der neuen Handelswoche scheinen sich die Börsianer wieder zunehmend auf positive Konjunkturdaten und Unternehmenszahlen zu fokussieren", kommentierten die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg. "Den Preisrutsch bei Rohstoffen steckten die Aktienmärkte wieder weg und legten zu." Jefferies-Stratege Mohit Kumar sieht weiteren Spielraum nach oben. "Wir erwarten eine breitere Aufwärtsbewegung und haben uns vom Fokus auf KI allein abgewandt."
Zu den größten Kursgewinnern gehörten die Aktien von Minenbetreibern. Ein entsprechender europäischer Branchenindex(.SXPP) legte angesichts der Erholung bei Edel- sowie Industriemetallpreisen um knapp drei Prozent zu. Auch in den USA zogen Bergbaukonzerne vorbörslich kräftig an.
Im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) stehen nach Börsenschluss die Ergebnisse von Chiphersteller AMD(AMD.O) und Serverausrüster SuperMicrocomputer(SMCI.O) an. Bei AMD lag das Hauptaugenmerk der Börsianer auf dem Absatz der Spezialprozessoren für KI. Diese sollen AMD in den kommenden Jahren zu einem jährlichen Umsatzplus von 35 Prozent verhelfen.
Die Aussichten hatten Marktteilnehmer auch beim Münchner Chipzulieferer Siltronic(WAFGn.DE) im Blick. Der Waferhersteller rutschte 2025 in die roten Zahlen und macht sich wenig Hoffnung auf eine durchgreifende Erholung. "Auch 2026 wird ein herausforderndes Marktumfeld herrschen", teilte der Konzern mit. Anleger stiegen aus und bescherten dem Konzern einen Kursverlust von mehr als sechs Prozent.
Überraschend hohe Mittelzuflüsse im vierten Quartal gaben dagegen Amundi(AMUN.PA) Auftrieb. Die Papiere des größten europäischen Vermögensverwalters stiegen in Paris zeitweise mehr als sechs Prozent auf ein frisches Rekordhoch. Amundi sammelte netto 20,9 Milliarden Euro an neuen Geldern ein, während Analysten nur mit 16,1 Milliarden gerechnet hatten. "Die Ergebnisse der DWS in der vergangenen Woche waren schwer zu übertreffen, aber Amundi hat gezeigt, dass es der Aufgabe gewachsen ist", sagten die Analysten von Jefferies. Amundi-Chefin Valerie Baudson zufolge suchen Kunden eine Diversifizierung in Europa und weg vom US-Dollar.
(Bericht von Stefanie Geiger, redigiert von Kerstin Dörr. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)