29.01.26
17:51
Reuters
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| SAP-Aktien brechen nach Geschäftszahlen ein |
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| Papiere der Deutschen Bank schwächeln nach Zahlen |
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| Angst vor US-Miltärschlag gegen Iran |
| (Neu: Xetra-Schlusskurse, Wall Street) |
| Frankfurt, 29. Jan (Reuters) - Negativ aufgenommene |
| Bilanzen wichtiger Technologiekonzerne haben die Börsen am |
| Donnerstag ins Minus gedrückt. Der Dax(.GDAXI), angeführt von |
| deutlichen Verlusten bei SAP(SAPG.DE), notierte zum |
| Handelsschluss am Donnerstag 2,1 Prozent tiefer bei 24.309,46 |
| Punkten. Der EuroStoxx50(.STOXX50E) gab 0,7 Prozent auf 5891,95 |
| Zähler nach. An der Wall Street ließ ein Kursrutsch bei |
| Microsoft(MSFT.O) um fast zwölf Prozent die wichtigsten |
| Indizes(.DJI)(.IXIC) um bis zu 1,4 Prozent sinken. |
"Wenn das größte Technologieunternehmen an der Frankfurter Börse mit KI-Fantasie in diesem Stadium bereits Zeichen einer Wachstumsabschwächung zeigt, kann der Dax nicht anders, als fast 500 Punkte zu verlieren", resümierte Christine Romar vom Broker CMC Markets. "Nicht nur, dass allein die Gewichtung von SAP numerisch für einen Großteil der Verluste verantwortlich ist, zusammen mit der Enttäuschung von Microsoft am Vorabend waren die Zahlen ein weiterer Stimmungskiller."
SAP-Aktien brachen um 16,1 Prozent ein, da Europas größtes Softwarehaus für das laufende Jahr eine erneute Verlangsamung beim Anstieg der wichtigen Cloud-Auftragseingänge prognostizierte. Im abgelaufenen Jahr blieb das Volumen der neuen Verträge mit 21 Milliarden Euro hinter den Erwartungen zurück.
Das Nachsehen hatten auch die Aktien der Deutschen Bank(DBKGn.DE) - trotz eines Gewinnsprungs im vergangenen Jahr und einer höheren Dividende. Die Titel verloren im Dax 1,3 Prozent. Nach den positiven Nachrichten gebe es erst einmal keine neuen Impulse mehr, sagte ein Börsianer. Überschattet wurde die Bilanz von neuen Geldwäsche-Ermittlungen gegen das Bankhaus. Am Mittwoch hatte das Bundeskriminalamt Räume der Deutschen Bank durchsucht.
Auf der Gewinnerseite standen dagegen die Aktien von Siemens(SIEGn.DE), die nach den Zahlen des Rivalen ABB(ABBN.S) um zwei Prozent kletterten. Sie zählten damit zu den stärksten Dax-Werten. Papiere von ABB gewannen an der Schweizer Börse 8,5 Prozent, nachdem der Elektrotechnikkonzern im vergangenen Jahr Rekorde bei Umsatz und Ergebnis einfuhr.
Für Zurückhaltung im Dax sorgte neben den Bilanzen auch die Angst vor einer möglichen Intervention der USA im Iran. US-Präsident Donald Trump hat Teheran unter Androhung eines massiven Militärschlags erneut zu Verhandlungen über ein neues Atomabkommen gedrängt. Die rhetorische Eskalation von US-Präsident Trump im Atomstreit lasse das geopolitische Risiko für den Dax massiv ansteigen, sagte Frank Sohlleder von Activ Trades. "Eine militärische Intervention könnte die mühsam aufgebaute Stabilität im Handumdrehen zerstören und die Märkte auf eine weltweite Tauchfahrt schicken."
Am Ölmarkt kletterten die Preise für das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) aus Angst vor Versorgungsengpässen um jeweils rund 3,5 Prozent auf 70,87 und 65,56 Dollar je Fass. Beide Kontrakte sind seit Montag um etwa fünf Prozent gestiegen und notierten auf dem höchsten Stand seit Ende September. Der Iran ist mit einer Fördermenge von 3,2 Millionen Barrel pro Tag der viertgrößte Ölproduzent unter den erdölexportierenden Ländern (OPEC). Am Aktienmarkt trieb der anziehende Ölpreis die Papiere von Energieunternehmen in die Höhe. Der entsprechende Branchenindex(.SXEP) rückte um 1,4 Prozent vor.
Am Devisenmarkt konnte die US-Währung trotz einer Zinssenkungspause der US-Notenbank Fed keinen Boden gutmachen. Der Dollar-Index(.DXY) verlor 0,2 Prozent auf 96,258 Punkte, der Euro(EUR=) trat bei 1,1955 Dollar auf der Stelle. Die von US-Präsident Trump immer wieder zu Zinssenkungen gedrängte Notenbank beließ den Leitzins am Mittwoch in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. "Wir rechnen derzeit nicht vor der Fed-Sitzung im Juni, der ersten unter Leitung des Nachfolgers von Jerome Powell, mit einer erneuten Leitzinssenkung", prognostizierten die Analysten der LBBW. Die Inflationsgefahren in Verbindung mit der US-Zollpolitik seien noch nicht vom Tisch.
(Bericht von Sanne Schimanski und Daniela Pegna. Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
29.01.26
17:51
Reuters
"Wenn das größte Technologieunternehmen an der Frankfurter Börse mit KI-Fantasie in diesem Stadium bereits Zeichen einer Wachstumsabschwächung zeigt, kann der Dax nicht anders, als fast 500 Punkte zu verlieren", resümierte Christine Romar vom Broker CMC Markets. "Nicht nur, dass allein die Gewichtung von SAP numerisch für einen Großteil der Verluste verantwortlich ist, zusammen mit der Enttäuschung von Microsoft am Vorabend waren die Zahlen ein weiterer Stimmungskiller."
SAP-Aktien brachen um 16,1 Prozent ein, da Europas größtes Softwarehaus für das laufende Jahr eine erneute Verlangsamung beim Anstieg der wichtigen Cloud-Auftragseingänge prognostizierte. Im abgelaufenen Jahr blieb das Volumen der neuen Verträge mit 21 Milliarden Euro hinter den Erwartungen zurück.
<h5>SIEMENS NACH ABB-ZAHLEN GEFRAGT</h5> Das Nachsehen hatten auch die Aktien der Deutschen Bank(DBKGn.DE) - trotz eines Gewinnsprungs im vergangenen Jahr und einer höheren Dividende. Die Titel verloren im Dax 1,3 Prozent. Nach den positiven Nachrichten gebe es erst einmal keine neuen Impulse mehr, sagte ein Börsianer. Überschattet wurde die Bilanz von neuen Geldwäsche-Ermittlungen gegen das Bankhaus. Am Mittwoch hatte das Bundeskriminalamt Räume der Deutschen Bank durchsucht.Auf der Gewinnerseite standen dagegen die Aktien von Siemens(SIEGn.DE), die nach den Zahlen des Rivalen ABB(ABBN.S) um zwei Prozent kletterten. Sie zählten damit zu den stärksten Dax-Werten. Papiere von ABB gewannen an der Schweizer Börse 8,5 Prozent, nachdem der Elektrotechnikkonzern im vergangenen Jahr Rekorde bei Umsatz und Ergebnis einfuhr.
Für Zurückhaltung im Dax sorgte neben den Bilanzen auch die Angst vor einer möglichen Intervention der USA im Iran. US-Präsident Donald Trump hat Teheran unter Androhung eines massiven Militärschlags erneut zu Verhandlungen über ein neues Atomabkommen gedrängt. Die rhetorische Eskalation von US-Präsident Trump im Atomstreit lasse das geopolitische Risiko für den Dax massiv ansteigen, sagte Frank Sohlleder von Activ Trades. "Eine militärische Intervention könnte die mühsam aufgebaute Stabilität im Handumdrehen zerstören und die Märkte auf eine weltweite Tauchfahrt schicken."
<h5>ÖLPREISE ZIEHEN DEUTLICH AN</h5> Am Ölmarkt kletterten die Preise für das Nordseeöl Brent(LCOc1) und das US-Öl WTI(CLc1) aus Angst vor Versorgungsengpässen um jeweils rund 3,5 Prozent auf 70,87 und 65,56 Dollar je Fass. Beide Kontrakte sind seit Montag um etwa fünf Prozent gestiegen und notierten auf dem höchsten Stand seit Ende September. Der Iran ist mit einer Fördermenge von 3,2 Millionen Barrel pro Tag der viertgrößte Ölproduzent unter den erdölexportierenden Ländern (OPEC). Am Aktienmarkt trieb der anziehende Ölpreis die Papiere von Energieunternehmen in die Höhe. Der entsprechende Branchenindex(.SXEP) rückte um 1,4 Prozent vor.Am Devisenmarkt konnte die US-Währung trotz einer Zinssenkungspause der US-Notenbank Fed keinen Boden gutmachen. Der Dollar-Index(.DXY) verlor 0,2 Prozent auf 96,258 Punkte, der Euro(EUR=) trat bei 1,1955 Dollar auf der Stelle. Die von US-Präsident Trump immer wieder zu Zinssenkungen gedrängte Notenbank beließ den Leitzins am Mittwoch in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. "Wir rechnen derzeit nicht vor der Fed-Sitzung im Juni, der ersten unter Leitung des Nachfolgers von Jerome Powell, mit einer erneuten Leitzinssenkung", prognostizierten die Analysten der LBBW. Die Inflationsgefahren in Verbindung mit der US-Zollpolitik seien noch nicht vom Tisch.
(Bericht von Sanne Schimanski und Daniela Pegna. Redigiert von Hans Busemann Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)