03.04.25
11:15
Reuters
Danzig, 03. Apr (Reuters) - Die Ankündigung neuer US-Zölle setzt Aktien europäischer Banken unter Druck. Gleichzeitig steigen Immobilienwerte. Der europäische Banken-Branchenindex(.SX7P) verlor am Donnerstag fast vier Prozent, während der Immobiliensektor(.SX86P) um zwei Prozent zulegte. Die Deutsche Bank(DBKGn.DE) und die Commerzbank(CBKG.DE) gehörten dabei zu den größten Verlierern im Dax(.GDAXI), Vonovia(VNAn.DE) war dagegen der größte Gewinner. Kleinere Immobilienkonzerne wie Deutsche Wohnen(DWNG.DE), TAG Immobilien(TEGG.DE) und Aroundtown(AT1.DE) kletterten um vier bis fünf Prozent an die MDax(.MDAXI)-Spitze.
"Zwar war das Zolldekret weitgehend eingepreist gewesen, aber die Rezessionsrisiken sind es noch nicht", schrieben die Analysten der britischen Großbank Barclays. Dabei gehen Anleger Experten zufolge davon aus, dass das Schwächeln der Wirtschaft die großen Notenbanken zu weiteren Zinssenkungen bewegt. Die Währungshüter versuchen, mit straffer Geldpolitik die Inflation einzudämmen, ohne jedoch die Konjunktur abzuwürgen. Sinkende Zinsen setzen indes Banken zu, da sie deren Zinsmargen verringern. Immobilienunternehmen profitieren dagegen: Ihre Schulden lassen sich günstiger refinanzieren, und Sachwerte gewinnen in unsicheren Zeiten an Attraktivität.
Außerdem greifen Investoren in wirtschaftlich unsicheren Zeiten verstärkt bei Sachwert-Aktien zu, da diese im Vergleich zu Geldwert-Aktien als sichere Häfen gelten. "Wäre ich ein Fondsmanager, würde ich instinktiv in defensivere Sektoren investieren", sagte Bertil Nilsson, Analyst bei der Investmentbank Carlsquare in Stockholm. Defensive Sektoren sind Branchen, die in Krisenzeiten als stabiler als andere Branchen angesehen werden.
(Bericht von Anastasiia Kozlova, Anna Chaberska, Tristan Veyet und Ozan Ergenay. Geschrieben von Zuzanna Szymanska. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)
03.04.25
11:15
Reuters
Danzig, 03. Apr (Reuters) - Die Ankündigung neuer US-Zölle setzt Aktien europäischer Banken unter Druck. Gleichzeitig steigen Immobilienwerte.
"Zwar war das Zolldekret weitgehend eingepreist gewesen, aber die Rezessionsrisiken sind es noch nicht", schrieben die Analysten der britischen Großbank Barclays. Dabei gehen Anleger Experten zufolge davon aus, dass das Schwächeln der Wirtschaft die großen Notenbanken zu weiteren Zinssenkungen bewegt. Die Währungshüter versuchen, mit straffer Geldpolitik die Inflation einzudämmen, ohne jedoch die Konjunktur abzuwürgen. Sinkende Zinsen setzen indes Banken zu, da sie deren Zinsmargen verringern. Immobilienunternehmen profitieren dagegen: Ihre Schulden lassen sich günstiger refinanzieren, und Sachwerte gewinnen in unsicheren Zeiten an Attraktivität.
Außerdem greifen Investoren in wirtschaftlich unsicheren Zeiten verstärkt bei Sachwert-Aktien zu, da diese im Vergleich zu Geldwert-Aktien als sichere Häfen gelten. "Wäre ich ein Fondsmanager, würde ich instinktiv in defensivere Sektoren investieren", sagte Bertil Nilsson, Analyst bei der Investmentbank Carlsquare in Stockholm. Defensive Sektoren sind Branchen, die in Krisenzeiten als stabiler als andere Branchen angesehen werden.
(Bericht von Anastasiia Kozlova, Anna Chaberska, Tristan Veyet und Ozan Ergenay. Geschrieben von Zuzanna Szymanska. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)