30.04.26
05:35
Reuters
Frankfurt, 30. Apr (Reuters) - Der Dax(.GDAXI) wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Donnerstag tiefer starten. Am Mittwoch hatte er 0,3 Prozent niedriger bei 23.954 Punkten geschlossen. Auch an der Wall Street kam keine Kauflaune auf. Belastet wurden die Kurse durch die deutlich anziehenden Ölpreise. Die US-Notenbank Fed hielt wie erwartet zum dritten Mal in Folge still und beließ den Leitzins in der Bandbreite von 3,50 bis 3,75 Prozent.
Das Nordseeöl Brent(LCOc1) stieg am Donnerstag um bis zu 7,1 Prozent auf 126,41 Dollar je Fass, den höchsten Stand seit vier Jahren. Das US-Öl WTI(CLc1) notierte mit 110,93 Dollar je Fass in der Spitze 3,8 Prozent fester. Einem Medienbericht zufolge soll US-Präsident Donald Trump am Donnerstag über neue Pläne für eine Reihe von Militärschlägen gegen den Iran unterrichtet werden, um den Verhandlungsdruck auf Teheran zu erhöhen. Am Mittwoch hatte Trump den Iran zu einem raschen Einlenken im festgefahrenen Konflikt beider Länder aufgefordert. Das Weiße Haus bestätigte einen Bericht, wonach Trump Regierungsvertreter angewiesen hat, sich auf eine längere Blockade iranischer Häfen vorzubereiten. Dies deutet auf anhaltende Angebotsengpässe aufgrund des eingeschränkten Schiffsverkehrs in der wichtigen Straße von Hormus hin.
In den Fokus rückt zum Ende der verkürzten Handelswoche auch die Europäische Zentralbank. An den Finanzmärkten wird für die EZB-Ratssitzung eine weitere geldpolitische Pause erwartet. Der Leitzins dürfte somit bei 2,0 Prozent verharren. Die Blicke richten sich auf die Pressekonferenz von EZB-Chefin Christine Lagarde nach dem Ratstreffen. Sie hat die Handlungsbereitschaft der Europäischen Zentralbank immer wieder betont. Ein Zinsschritt nach oben auf der übernächsten Sitzung im Juni gilt unter Anlegern als eine Option. Nur wenige Stunden vor dem Zinsentscheid werden die aktuellen Inflationsdaten aus dem Euroraum veröffentlicht: Experten rechnen für April mit einem Anstieg der Teuerungsrate auf 2,9 Prozent. Auch die Bank of England (BoE) entscheidet über den Leitzins.
| Schlusskurse europäischer | Stand |
| Aktien-Indizes und | |
| -Futures am Mittwoch | |
| Dax(.GDAXI) | 23.954,56 |
| EuroStoxx50(.STOXX50E) | 5.816,48 |
EuroStoxx50-Future| 5.767,00 | |
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----------
| Schlusskurse der | Stand | Veränderung in |
| US-Indizes am Mittwoch | Prozent | |
| Dow Jones(.DJI) | 48.861,81 | -0,6% |
| Nasdaq(.IXIC) | ||
| S&P 500(.SPX) | 7.135,95 | -0,0% |
----------
| Asiatische Indizes am | Kurse um 07:00 | Veränderung in |
| Donnerstag | Uhr | Prozent |
| Nikkei(.N225) | 59.071,38 | -1,4% |
| Shanghai(.SSEC) | 4.111,02 | +0,1% |
| Hang Seng(.HSI) | 25.769,76 | -1,3% |
(Bericht von Anika Ross, Daniela Pegna, redigiert von Patricia Weiß. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
30.04.26
05:35
Reuters
Frankfurt, 30. Apr (Reuters) - Der Dax(.GDAXI) wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Donnerstag tiefer starten. Am Mittwoch hatte er 0,3 Prozent niedriger bei 23.954 Punkten geschlossen. Auch an der Wall Street kam keine Kauflaune auf. Belastet wurden die Kurse durch die deutlich anziehenden Ölpreise. Die US-Notenbank Fed hielt wie erwartet zum dritten Mal in Folge still und beließ den Leitzins in der Bandbreite von 3,50 bis 3,75 Prozent.
Das Nordseeöl Brent(LCOc1) stieg am Donnerstag um bis zu 7,1 Prozent auf 126,41 Dollar je Fass, den höchsten Stand seit vier Jahren. Das US-Öl WTI(CLc1) notierte mit 110,93 Dollar je Fass in der Spitze 3,8 Prozent fester. Einem Medienbericht zufolge soll US-Präsident Donald Trump am Donnerstag über neue Pläne für eine Reihe von Militärschlägen gegen den Iran unterrichtet werden, um den Verhandlungsdruck auf Teheran zu erhöhen. Am Mittwoch hatte Trump den Iran zu einem raschen Einlenken im festgefahrenen Konflikt beider Länder aufgefordert. Das Weiße Haus bestätigte einen Bericht, wonach Trump Regierungsvertreter angewiesen hat, sich auf eine längere Blockade iranischer Häfen vorzubereiten. Dies deutet auf anhaltende Angebotsengpässe aufgrund des eingeschränkten Schiffsverkehrs in der wichtigen Straße von Hormus hin.
In den Fokus rückt zum Ende der verkürzten Handelswoche auch die Europäische Zentralbank. An den Finanzmärkten wird für die EZB-Ratssitzung eine weitere geldpolitische Pause erwartet. Der Leitzins dürfte somit bei 2,0 Prozent verharren. Die Blicke richten sich auf die Pressekonferenz von EZB-Chefin Christine Lagarde nach dem Ratstreffen. Sie hat die Handlungsbereitschaft der Europäischen Zentralbank immer wieder betont. Ein Zinsschritt nach oben auf der übernächsten Sitzung im Juni gilt unter Anlegern als eine Option. Nur wenige Stunden vor dem Zinsentscheid werden die aktuellen Inflationsdaten aus dem Euroraum veröffentlicht: Experten rechnen für April mit einem Anstieg der Teuerungsrate auf 2,9 Prozent. Auch die Bank of England (BoE) entscheidet über den Leitzins.
(Bericht von Anika Ross, Daniela Pegna, redigiert von Patricia Weiß. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)