09.02.26
19:17
Reuters
Nach den jüngsten Verlusten waren vor allem US-Technologieaktien gefragt. KI-Chipkonzern Nvidia(NVDA.O) legte zeitweise mehr als vier Prozent zu, Microsoft(MSFT.O) gehörte mit einem Kursplus von rund drei Prozent ebenfalls zu den Gewinnern, Oracle(ORCL.N) legten nach einer Kaufempfehlung gar elf Prozent zu. In der Vorwoche hatten hohe Investitionspläne von Tech-Giganten wie Amazon(AMZN.O), Google(GOOGL.O), Meta(META.O) und Microsoft(MSFT.O) Anleger verschreckt. Die Konzerne wollen zusammen rund 650 Milliarden Dollar für den Wettlauf um die Vorherrschaft bei KI ausgeben.
"650 Milliarden Dollar ist eine beeindruckende Zahl", sagte Anna Rathbun von Grenadilla Advisory. "Die Anleger sind also nicht an einen so hohen Preis für KI-Investitionen gewöhnt und sind auch vorsichtig, woher die Rendite dieser Investitionen kommen soll." Als nächster großer Test für KI-Aktien sehen Analysten die Ende des Monats anstehenden Quartalszahlen von Nvidia. Mit Spannung warteten Investoren zudem auf Wirtschaftsdaten, darunter der Arbeitsmarktbericht am Mittwoch und Inflationsdaten am Freitag.
DOLLAR GIBT NACH
Am Devisenmarkt geriet der Dollar unter Druck. Einem Bericht der Agentur Bloomberg zufolge haben die chinesischen Aufsichtsbehörden Finanzinstitute angewiesen, ihr Engagement in US-Staatsanleihen zu drosseln. Auch die Entwicklungen in Japan tragen zur Dollar-Schwäche bei, wie Eugene Epstein von der Handelsbank Moneycorp konstatierte. Der haushohe Sieg von Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi bei der Parlamentswahl trieb den Tokioter Leitindex um bis zu 5,7 Prozent auf ein frisches Allzeithoch. Die japanische Währung schlug nach den starken Verlusten der vergangenen sechs Handelstage einen vorsichtigen Erholungskurs ein und stieg um rund ein halbes Prozent auf 156,52 zum Dollar.
Auch auf dem Edelmetallmarkt waren Schnäppchenjäger unterwegs. Der Silberpreis(XAG=) zog um sechs Prozent auf 82,67 Dollar je Feinunze an, nachdem er in der Vorwoche abgerutscht war. Ende Januar hatte Silber mit 121,64 Dollar ein Allzeithoch erreicht. Der Goldpreis legte zum Wochenanfang ebenfalls erneut zu und stieg um zwei Prozent auf 5057 Dollar je Feinunze.
NOVO NORDISK PUNKTET GEGEN HIMS&HERS
Bei den Einzelwerten stürzten die Aktien der Telemedizin-Firma Hims & Hers(HIMS.N) um rund 20 Prozent ab. Nach Intervention der US-Arzneimittelbehörde FDA zog der Konzern eine günstigerere Kopie der Abnehmpille Wegovy des dänischen Pharmakonzerns Novo Nordisk(NOVOb.CO) zurück. Die Aktie von Novo Nordisk sprang am Montag um fast sechs Prozent in die Höhe.
Im freien Fall war die Aktie des IT-Dienstleisters Kyndryl(KD.N). Die Titel rauschten rund 55 Prozent nach unten, nachdem das Unternehmen Schwächen in der Finanzberichterstattung eingeräumt und die Vorlage seines Quartalsberichts verschoben hatte. Zudem gab die ehemalige IBM-Sparte den Abgang des Finanzchefs und des globalen Controllers bekannt.
Dagegen stiegen Papiere der Supermarktkette Kroger(KR.N) zeitweise um mehr als acht Prozent, nachdem die Ernennung des ehemaligen Walmart-Managers Greg Foran zum neuen Vorstandschef bekannt wurde. Software-Werte wie ServiceNow(NOW.N), Salesforce(CRM.N) und CrowdStrike(CRWD.O) legten jeweils rund zwei Prozent zu.
(Bericht von Stefanie Geiger, redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com)
09.02.26
19:17
Reuters
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| US-Technologieaktien erneut gefragt |
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| Nasdaq-Index bei Kursgewinnen vorn |
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| Dollar nach Japan-Wahl unter Druck |
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| Aktien von Hims&Hers im Sinkflug |
| (Schwerpunkt Wall Street) |
| 09. Feb (Reuters) - Nach einem vorsichtigen Handelsstart |
| haben die Anleger an der Wall Street wieder Tritt gefasst. Der |
| Dow-Jones-Index(.DJI) zog am Montag zeitweise um 0,2 Prozent auf |
| 50.219 Punkte an und erzielte damit ein frisches Allzeithoch. |
| Schnäppchenjäger hatten den Dow am Freitag erstmals über die |
| Rekordmarke von 50.000 Punkten gehoben. Der S&P 500 legte |
| ein halbes Prozent auf 6970 Punkte zu; der technologielastige |
| Nasdaq-Index(.IXIC) kletterte um ein Prozent auf 23.262 Zähler. |
Nach den jüngsten Verlusten waren vor allem US-Technologieaktien gefragt. KI-Chipkonzern Nvidia(NVDA.O) legte zeitweise mehr als vier Prozent zu, Microsoft(MSFT.O) gehörte mit einem Kursplus von rund drei Prozent ebenfalls zu den Gewinnern, Oracle(ORCL.N) legten nach einer Kaufempfehlung gar elf Prozent zu. In der Vorwoche hatten hohe Investitionspläne von Tech-Giganten wie Amazon(AMZN.O), Google(GOOGL.O), Meta(META.O) und Microsoft(MSFT.O) Anleger verschreckt. Die Konzerne wollen zusammen rund 650 Milliarden Dollar für den Wettlauf um die Vorherrschaft bei KI ausgeben.
"650 Milliarden Dollar ist eine beeindruckende Zahl", sagte Anna Rathbun von Grenadilla Advisory. "Die Anleger sind also nicht an einen so hohen Preis für KI-Investitionen gewöhnt und sind auch vorsichtig, woher die Rendite dieser Investitionen kommen soll." Als nächster großer Test für KI-Aktien sehen Analysten die Ende des Monats anstehenden Quartalszahlen von Nvidia. Mit Spannung warteten Investoren zudem auf Wirtschaftsdaten, darunter der Arbeitsmarktbericht am Mittwoch und Inflationsdaten am Freitag.
Am Devisenmarkt geriet der Dollar unter Druck. Einem Bericht der Agentur Bloomberg zufolge haben die chinesischen Aufsichtsbehörden Finanzinstitute angewiesen, ihr Engagement in US-Staatsanleihen zu drosseln. Auch die Entwicklungen in Japan tragen zur Dollar-Schwäche bei, wie Eugene Epstein von der Handelsbank Moneycorp konstatierte. Der haushohe Sieg von Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi bei der Parlamentswahl trieb den Tokioter Leitindex um bis zu 5,7 Prozent auf ein frisches Allzeithoch. Die japanische Währung schlug nach den starken Verlusten der vergangenen sechs Handelstage einen vorsichtigen Erholungskurs ein und stieg um rund ein halbes Prozent auf 156,52 zum Dollar.
Auch auf dem Edelmetallmarkt waren Schnäppchenjäger unterwegs. Der Silberpreis(XAG=) zog um sechs Prozent auf 82,67 Dollar je Feinunze an, nachdem er in der Vorwoche abgerutscht war. Ende Januar hatte Silber mit 121,64 Dollar ein Allzeithoch erreicht. Der Goldpreis legte zum Wochenanfang ebenfalls erneut zu und stieg um zwei Prozent auf 5057 Dollar je Feinunze.
Bei den Einzelwerten stürzten die Aktien der Telemedizin-Firma Hims & Hers(HIMS.N) um rund 20 Prozent ab. Nach Intervention der US-Arzneimittelbehörde FDA zog der Konzern eine günstigere Kopie der Abnehmpille Wegovy des dänischen Pharmakonzerns Novo Nordisk(NOVOb.CO) zurück. Die Aktie von Novo Nordisk sprang am Montag um fast sechs Prozent in die Höhe.
Im freien Fall war die Aktie des IT-Dienstleisters Kyndryl(KD.N). Die Titel rauschten rund 55 Prozent nach unten, nachdem das Unternehmen Schwächen in der Finanzberichterstattung eingeräumt und die Vorlage seines Quartalsberichts verschoben hatte. Zudem gab die ehemalige IBM-Sparte den Abgang des Finanzchefs und des globalen Controllers bekannt.
Dagegen stiegen Papiere der Supermarktkette Kroger(KR.N) zeitweise um mehr als acht Prozent, nachdem die Ernennung des ehemaligen Walmart-Managers Greg Foran zum neuen Vorstandschef bekannt wurde. Software-Werte wie ServiceNow(NOW.N), Salesforce(CRM.N) und CrowdStrike(CRWD.O) legten jeweils rund zwei Prozent zu.
(Bericht von Stefanie Geiger, redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com)