05.02.26
08:28
Reuters
Frankfurt, 05. Feb (Reuters) - Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Donnerstag im Vorfeld der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) bedeckt gehalten. Der Dax trat am Vormittag bei 24.634 Punkten mehr oder weniger auf der Stelle. "Wir haben es aktuell mit einem extrem unsicheren und nervösen Markt zu tun. Die politischen Risiken sind ohnehin hoch. Die Sorgen vor den teuren Bewertungen insbesondere des KI-Sektors wachsen", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. An der Wall Street waren Technologieaktien am Mittwoch erneut abverkauft worden. Anleger sehen Geschäftsmodelle klassischer Software- und Datenunternehmen durch den rasanten Siegeszug der Künstlichen Intelligenz (KI) zunehmend bedroht und fragen sich, ob die hohen Investitionen sich auszahlen werden. Hierzulande präsentierten sich die Dax-Titel SAP und Infineon aber erholt und legten knapp zwei und 1,2 Prozent zu.
Angesichts eines Hoffnungsschimmers im Konflikt zwischen dem Iran und den USA machten die Anleger bei Rüstungswerten Kasse. Die geplanten Atomgespräche zwischen den beiden Ländern finden nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi am Freitag im Oman statt. Am Mittwoch schien das Treffen wegen Uneinigkeit zum Ort noch auf der Kippe zu stehen. Aktien von Rheinmetall fielen um mehr als sechs Prozent. Händler verwiesen zudem auf eher skeptische Analystenkommentare mit Blick auf die anstehende Quartalsbilanz.
Im Fokus der Anleger am Donnerstag steht die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie dürfte auf ihrer ersten Zinssitzung im Jahr die Pausentaste drücken. Experten erwarten angesichts des deutlich niedrigeren Preisauftriebs im Euroraum, dass der für die Steuerung der Geldpolitik maßgebliche Einlagensatz bei 2,0 Prozent bleiben wird. In Großbritannien dürfte die Notenbank die Zinsen ebenfalls nicht antasten.
(Bericht von Anika Ross, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
05.02.26
08:28
Reuters
Frankfurt, 05. Feb (Reuters) - Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Donnerstag im Vorfeld der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) bedeckt gehalten. Der Dax trat am Vormittag bei 24.634 Punkten mehr oder weniger auf der Stelle. "Wir haben es aktuell mit einem extrem unsicheren und nervösen Markt zu tun. Die politischen Risiken sind ohnehin hoch. Die Sorgen vor den teuren Bewertungen insbesondere des KI-Sektors wachsen", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. An der Wall Street waren Technologieaktien am Mittwoch erneut abverkauft worden. Anleger sehen Geschäftsmodelle klassischer Software- und Datenunternehmen durch den rasanten Siegeszug der Künstlichen Intelligenz (KI) zunehmend bedroht und fragen sich, ob die hohen Investitionen sich auszahlen werden. Hierzulande präsentierten sich die Dax-Titel SAP und Infineon aber erholt und legten knapp zwei und 1,2 Prozent zu.
Angesichts eines Hoffnungsschimmers im Konflikt zwischen dem Iran und den USA machten die Anleger bei Rüstungswerten Kasse. Die geplanten Atomgespräche zwischen den beiden Ländern finden nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi am Freitag im Oman statt. Am Mittwoch schien das Treffen wegen Uneinigkeit zum Ort noch auf der Kippe zu stehen. Aktien von Rheinmetall fielen um mehr als sechs Prozent. Händler verwiesen zudem auf eher skeptische Analystenkommentare mit Blick auf die anstehende Quartalsbilanz.
Im Fokus der Anleger am Donnerstag steht die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie dürfte auf ihrer ersten Zinssitzung im Jahr die Pausentaste drücken. Experten erwarten angesichts des deutlich niedrigeren Preisauftriebs im Euroraum, dass der für die Steuerung der Geldpolitik maßgebliche Einlagensatz bei 2,0 Prozent bleiben wird. In Großbritannien dürfte die Notenbank die Zinsen ebenfalls nicht antasten.
(Bericht von Anika Ross, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)